In Wehen gehen die Lichter aus

SID
Dienstag, 17.03.2009 | 12:25 Uhr
Ernüchterung in Wiesbaden: Gegen Mainz gab es die sechste Pleite in Folge
© Getty
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Sechs Pleiten in Folge, neun Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und nur drei magere Tore im Jahr 2009: Beim SV Wehen Wiesbaden gehen nach dem 0:2 (0:1) im Derby gegen Aufstiegsaspirant FSV Mainz 05 die Lichter aus.

Doch Trainer Wolfgang Frank wollte vor dem Abstiegsendspiel beim FSV Frankfurt am Freitag (ab 18.00 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere) die Hoffnung noch nicht aufgeben und sieht sich selbst immer noch als idealen Retter der Taunussteiner.

"Ich habe noch nie aufgehört bei einer Mannschaft, die in einer schlechten Situation war. Das wird auch hier nicht passieren. Ich denke, wir werden das schon klären. Es werden insgesamt nicht so viele klären können außer mir", sagte Frank, der den Klassenerhalt zehn Spieltage vor Saisonende trotz der Misere weiter für möglich hält: "Viele haben uns schon abgeschrieben, vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Ich sehe nach wie vor eine reelle Chance, die Klasse zu halten."

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Größtes Problem der Wehener bleibt in der laufenden Saison die mangelnde Chancenauswertung. Spielerisch waren die Gastgeber den Mainzern über weite Strecken mindestens ebenbürtig, doch der von Sanibal Orahovac verschossene Elfmeter beim Stand von 0:0 (21.) brach der Frank-Elf das Genick.

"Endspiel" gegen Frankfurt

"Vielleicht müssen wir angeschossen werden, dann geht der Ball auch mal rein", flüchtete sich Wehens Angreifer Ronny König in Galgenhumor. Um noch einmal ernsthaft in das Rennen um den Klassenerhalt eingreifen zu können, muss der Tabellenletzte am Freitag unbedingt das Gastspiel beim wiedererstarkten FSV Frankfurt gewinnen.

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Bei einer weiteren Niederlage wäre die ohnehin schon angekratzte Moral der Wehener endgültig gebrochen. "Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, damit wir in Frankfurt gewinnen. Bis Freitagabend werden wir die entsprechenden Maßnahmen greifen. Dann wird irgendwann der Knoten platzen", sagte Frank.

Unterdessen hielt sich bei den Mainzern nach dem Sprung auf den zweiten Tabellenplatz durch die Treffer von Elkin Soto (37.) und Srdjan Baljak (90+2) die Euphorie in Grenzen. Die spielerisch über weite Strecken enttäuschende Leistung der Rheinhessen gab auch kaum Anlass, groß über die mögliche Rückkehr in die Bundesliga zu reden.

"Normalerweise hätten wir ganz große Umwege nach Hause fahren und die Mannschaft sich dabei das ganze Spiel nochmal angucken müssen. Wir haben die drei Punkte, die sehr wichtig sind. Über das Spiel muss man sich intern noch mal Gedanken machen, weil es da einiges zu verbessern gibt. Immer so viel Glück haben wir nicht", sagte 05-Manager Christian Heidel.

Wiesbaden - Mainz: Daten und Fakten

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