10 Jahre Lionel Messi beim FC Barcelona

Messi: Zu Großem geboren

Donnerstag, 16.10.2014 | 12:03 Uhr
Lionel Messi ist der vielleicht beste Fußballer der Welt
© spox
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Lionel Messi steht seit Donnerstag nunmehr zehn Jahre in der ersten Mannschaft des FC Barcelona. Eine Zeit, die von zahlreichen Rekorden, beeindruckenden Siegen und unzähligen Titeln erzählt. Ein Rückblick auf die Meilensteine des Argentiniers.

16. Oktober 2004: Primera Division, Espanyol Barcelona - FC Barcelona 0:1

Fast ein Jahr hatte sich Frank Rijkaard Zeit gelassen. Am 16. November 2003 hatte Lionel Messi im Testspiel gegen den FC Porto seine ersten Schritte im Trikot der ersten Mannschaft gemacht, im Oktober des folgenden Jahres war es so weit. Nach elf Monaten, drei Wochen und sechs Tagen rief er den kleinen Argentinier erneut zu sich.

Pflichtspieldebüt für Messi, in der Primera Division, mit dem noch ungeschlagenen Team gegen Lokalrivale Espanyol Barcelona. Sprechchöre hatte es schon gegeben, bevor er überhaupt auf dem Feld stand. Barca spielte schwach, Deco hatte das 1:0 besorgt. Die Fans forderten ihren neuen Schützling, von dem nur der Trainer nicht vollends überzeugt zu sein schien. Ein paar wenige Minuten gönnte er Messi im Derby, im Laufe der Saison sollte er nie länger spielen als 35.

01.Mai 2005: Primera Division, FC Barcelona - Albacete Balompie 2:0

Was gegen Espanyol nicht klappte, wollte auch in den nächsten Spielen einfach nicht funktionieren. Auch wenn Messi, wie in der 89. Minute gegen Carlos Kamenia im katalanischen Derby, durchaus Chancen hatte - ein Tor wollte nicht fallen. Ein Lupfer von Ronaldinho landete beim Argentinier, Messi blieb ruhig und überlupfte den herausstürzenden Torwart. Abseits!

17 Jahre, zehn Monate und sieben Tage ist er alt, gerade wurde er eingewechselt für Samuel Eto'o. Er wäre der jüngste Torschütze der Geschichte des FC Barcelona geworden, Ronaldinho macht ihm mit seinem unverwechselbaren Augenzwinkern Mut. Wenige Sekunden gealtert ist er beim nächsten Lupfer des Brasilianers, diesmal ist es kein Abseits, wieder folgt ein gefühlvoller Abschluss über den Torwart. 2:0 in der 90. Minute, Messi verbucht seinen ersten Rekord.

17. Mai 2006: Champions League, FC Barcelona - FC Arsenal 2:1

Gut ein Jahr später ist Lionel Messi Stammspieler. Eigentlich. Das Finale der Champions League läuft. Victor Valdes wächst über sich hinaus, muss aber doch hinter sich greifen, Jens Lehmann geht vom Platz. Henrik Larsson kommt und reißt das Spiel an sich. Ausgleich Samuel Eto'o, der später zum Mann des Spiels gewählt wird. Führung Juliano Belletti in der 81. Minute, Barca-Anhänger sprechen später scherzhaft vom einzigen guten Spiel des Brasilianers im Trikot der Blaugrana.

Von Lionel Messi spricht niemand. Der Argentinier muss mies gelaunt zusehen. Ein Mittelfußbruch aus dem Spiel gegen den FC Chelsea setzte ihn für 19 Partien außer Gefecht, es ist die längste Pause seiner Karriere. Nach jubeln ist ihm selbst nach Abpfiff nicht zumute. Der Ehrgeiz verbietet es ihm, griesgrämig steht er in Paris auf dem Rasen. Erst Vorbild Ronaldinho vermag es, ein Lächeln heraus zu kitzeln.

18. April 2007: Copa del Rey, FC Barcelona - FC Getafe 5:2

Ronaldinho steht beim vielleicht besten Tor in Messis Karriere nicht auf dem Platz. Trainer Rijkaard gewährt seinem Superstar erneut eine Pause, gegen Getafe soll es auch ohne Ronaldinho klappen. Heute spricht man in Spanien gerne von der Messidependencia, die Abhängigkeit vom Brasilianer war in der Saison 06/07 aber noch deutlicher. 2,2 Punkte sammelte man im Schnitt mit ihm, ohne ihn 1,6.

Gegen Getafe in der Copa war wieder Zeit für eine Kreativpause. Messi drängte sich in den Vordergrund und erzielte beim letztlich wertlosen 5:2-Sieg zwei Treffer. Dennoch kopierte er nicht Ronaldinho - denn sein erster Treffer an diesem Abend erinnerte viel mehr an Landsmann Diego Armando Maradona.

13 Ballkontakte braucht der Argentinier für fünf Gegenspieler plus Torwart. Ein Lauf von der Mittellinie bis zur Grundlinie mit erfolgreichem Abschluss. Neun Sekunden sind es, bis die gesamte Abwehr der Gäste im Boden versinkt. Eine Kopie des Maradona-Tores im Länderspiel zwischen Argentinien und England. Das Rückspiel wird 0:4 verloren gehen. Eine Partie, nach der nie wieder jemand fragt.

02. Mai 2009: Primera Division, Real Madrid - FC Barcelona 2:6

Wird er nach seinem Tor gegen Getafe noch ausgewechselt, ist Messi unter Pep Guardiola unantastbar geworden. Er kommt nicht von der Bank, er geht nicht auf die Bank. Messi spielt immer, sonst rumort es im Team, sowie in der Medienlandschaft. Am 32. Spieltag gegen den FC Sevilla schmort er 90 Minuten auf der Bank, Pep macht seinen Schützling heiß.

Eine Woche später sollte er topfit auf dem Platz stehen und eine neue Ära einläuten. Im Santiago Bernabeu schiebt Guardiola Henry und Eto'o auf die Flügel, Messi beginnt in der Mitte und pendelt fortan zwischen Mittelfeld und Angriff. Christoph Metzelder und Fabio Cannavaro sind überfordert und öffnen Tür und Tor. Sechs Gegentore fressen die Königlichen an diesem Tag, zwei von Lionel Messi. Fortan spricht man von der "falschen Neun", eine jahrelange und weltweite Spielstildiskussion wird ausgelöst.

Seite 1: Debüt, Maradona und der falschen Neun

Seite 2: Königsklassen-Triumph, Viererpack und Fünferpack

Seite 3: Erste Schritte ohne Pep und Rekorde ohne Grenzen

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