Bei Italiens Fußballklubs steigen Schulden

SID
Donnerstag, 20.08.2009 | 13:01 Uhr
Inter Mailands Fans feiern, aber "ihr" Verein hat in der Serie A die höchsten Schulden
© Getty
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Die Schulden der italienischen Fußballklubs steigen stetig. Lediglich Lazio Rom und der SSC Neapel konnten schwarze Zahlen schreiben. Inter Mailand ist am höchsten verschuldet.

Im italienischen Fußball wird der Schuldenberg immer größer. Die 20 Serie-A-Klubs haben nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" im vergangenen Geschäftsjahr Verluste in Höhe von 369 Millionen Euro geschrieben.

Das sind 23 Prozent des von der Liga generierten Umsatzes. Insgesamt sind die 20 Erstligisten mit 2,01 Milliarden Euro verschuldet. 62 Prozent dieser Summe geht auf die fünf Spitzenteams Inter und AC Mailand, Lazio und AS Rom sowie Juventus Turin zurück.

Inter Mailand am höchsten verschuldet

Am stärksten ist Inter Mailand mit 394,88 Millionen Euro verschuldet. Allein im vergangenen Jahr kamen 146,92 Millionen Euro dazu. Der Verein mit den höchsten Ausgaben ist Stadrivale Milan.

Der Verein des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi meldete Spielerkosten in Höhe von 217,45 Millionen Euro. Inter gab 195,37 Millionen Euro für seine Stars aus.

Lazio Rom mit größtem Plus

Kein Wunder, dass der italienische Ministerpräsident und AC-Besitzer, Silvio Berlusconi, auf die Einführung von Gehaltsobergrenzen im Profi-Fußball drängt. "Die Gehälter der Fußballer befinden sich außerhalb jeder Realität. Es muss ein Salary Cap eingeführt werden", sagte der Regierungs-Chef, "die Gehälter sind inakzeptabel und nicht mehr im Einklang mit den wirtschaftlichen Voraussetzungen, in denen wir uns in schwierigen Zeiten befinden."

Der solideste Verein war im vergangenen Geschäftsjahr Lazio Rom. Der römische Verein meldete einen Gewinn von 28,1 Millionen Euro. Lazios Klubchef Claudio Lotito fährt seit Jahren einen strikten Sparkurs. Der frühere Maradona-Klub SSC Neapel ist mit Lazio der einzige Verein, der einen Gewinn (16,86 Millionen Euro) verbuchte.

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