Yellow Press überschlägt sich

Magath: "Der letzte Diktator Europas"

Von David Wünschel
Samstag, 15.02.2014 | 13:07 Uhr
Felix Magath scheint bereits jetzt zum Liebling der englischen Presse zu avancieren
© getty
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Felix Magath übernimmt das Kommando beim Tabellenletzten der Premier League, dem FC Fulham, nachdem er dem Hamburger SV am Donnerstag eine Absage erteilte. Die englische Yellow Press greift ganz tief in die Klischeekiste und zieht unschöne Quervergleiche mit Diktatoren aller Art. Magath könne aber auch zur "Witzfigur" werden.

Die Zeitungen auf der Insel sind bekanntlich wenig zimperlich. Dem "Mirror" zufolge wird dem 60-Jährigen nachgesagt, sich durch seine beinharten Trainingsmethoden den Beinamen "Der letzte Diktator Europas" eingehandelt zu haben.

Sollte Fulham nicht mit dem "strengen Regime" zurechtkommen, könnte Magath auf der Insel bei Erfolgslosigkeit zur "Witzfigur" werden.

Bei Vergleichen mit Alexander Lukaschenko und Saddam Hussein ("Mail") gehörte "Medizinball Magath" noch zu den freundlicheren Bezeichnungen.

Hier kommt "The Fittest One"

Humor bewies der frühere Frankfurter Bundesligaprofi Jan Age Fjörtoft. "Liebe Fulham Fans", richtete er sich via "Twitter" an die Anhänger von Magaths neuem Klub. "Nie wieder werdet ihr sagen müssen: Die Spieler sind nicht genug gerannt - Die Spieler haben nicht genug trainiert - Der Boss ist nicht deutlich genug."

Es folgte der Quervergleich zum neuen Kollegen Jose Mourinho vom FC Chelsea: "Seid bereit für Felix Magath! Ihr werdet es lieben! Es gibt einen 'Special One'. Hier kommt 'The Fittest One'!"

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat sich dagegen äußerst kritisch zu Magaths Absage an den HSV geäußert. "Er (Magath, d.Red.) unterschreibt beim FC Fulham, aber bietet sich (beim HSV, d.Red.) als Retter an und verhandelt nebenbei mit einem englischen Verein. Ich weiß ja nicht, was Fair Play bedeutet. Ich glaube, dass das ein No-Go war, was Magath gemacht hat. Er hat viele Leute verarscht", wetterte Matthäus bei "Sky".

Die Pressestimmen im Überblick

Daily Mail: "Er hat in Deutschland Titel gewonnen, aber dieser fitness-bessesene Trainer könnte in Fulham bei ausbleibendem Erfolg zur Witzfigur werden."

Mirror: "Magath hatte große Erfolge, wurde aber auch mit spöttischen Spitznamen bezeichnet. Seine Art wurde oft kontrovers diskutiert, bei einem Waldlauf leerte er sogar die Wasserflaschen seiner Spieler."

Independent: "Fulham Farce: Meulensteen wird für 'Retter' Magath zur Seite gekickt."

Süddeutsche Zeitung: "Die Strukturen in der Bundesliga sind weit föderaler als in der englischen Premier League. Im Poker zwischen beiden Welten dürfte es Magath nun wohl gelungen sein, seinen Marktwert für einen "Retter-Job" auszuloten. Tatsache ist, dass der HSV vergleichsweise klamm ist, Tatsache ist, dass der Eigner des FC Fulham in der Forbes-Geldrangliste als Milliardär eingestuft wird."

Der FC Fulham im Überblick

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