"Nicht wirklich gut, danach sensationell"

SID
Mittwoch, 15.02.2017 | 23:13 Uhr
Philipp Lahm ist im Rückspiel gesperrt
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Die Bayern zerlegen Arsenal in alle Einzelteile und feiern sich zurecht, finden aber trotzdem noch Anlass zur Kritik. Thomas Tuchel sieht eine "überragende" Leistung seines BVB in Lissabon und trotzdem muss sich die Dortmunder Borussia am Ende mit 0:1 bei Benfica geschlagen geben. Julian Draxler erlebte in Paris beim 4:0 gegen Barcelona dagegen eine "unglaubliche Nacht".

Bayern München - FC Arsenal 5:1

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Die Balance hat gestimmt. Wir haben kompakt gespielt, die Räume gut genutzt und kaum etwas zugelassen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden."

Philipp Lahm (Kapitän Bayern München): "Vor dem Elfmeter waren wir sehr gut, dann bis zur Halbzeit nicht wirklich gut, danach sensationell. Wir haben unsere Qualität im Ballbesitz ausgespielt und dann zur rechten Zeit die Tore gemacht. Ein 5:1 sollte im Rückspiel reichen."

... zu seiner Gelben Karte: "Es war ganz zufällig natürlich. Der Schiedsrichter hat heute ein paar seltsame Entscheidungen getroffen, die Gelbe Karte geht absolut in Ordnung. Es gibt einen schlechteren Zeitpunkt, um eine Gelbe Karte zu bekommen."

Arjen Robben: "Das hat heute sehr gut funktioniert. Ich bin selbst ein bisschen überrascht, dass wir so gut gespielt haben. Andererseits aber auch nicht, weil ich weiß, dass die Mannschaft einen tollen Charakter hat und den Hebel immer wieder umlegen kann, wenn es darauf ankommt."

Thiago: "Das war eine sehr gute Leistung, die man so vielleicht nicht erwarten konnte. Wir haben zu Hause gespielt, wir mussten ein paar Tore vorlegen. Vor allem nach der Pause hat das sehr gut geklappt."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender Bayern München):

... zur Rolle von Thomas Müller: "Wir brauchen 18 bis 20 Top-Spieler in der Mannschaft. Thomas kommt langsam wieder in eine gute Verfassung. Man muss auch Geduld haben und dann im richtigen Moment die Tore schießen. Thomas ist Thomas, er hat eine riesen Bedeutung für uns. Die Geduld hatten wir immer."

Real Madrid - SSC Neapel 3:1

Zinedine Zidane (Trainer Real Madrid): "Wir haben ein tolles Spiel gemacht. Ich weiß nicht, ob es unser bestes Spiel in der letzten Zeit war, aber wir haben einen tollen Start hingelegt. Das Gegentor war ärgerlich, aber wir haben das schnell korrigiert, selbst getroffen und das Spiel gedreht. Aber es ist immer noch ein offenes Match und wir müssen unseren Vorsprung ins Ziel bringen."

Maurizio Sarri (Trainer SSC Neapel): "Im Vergleich zu dem Fußball, den wir normalerweise spielen, lag der größte Unterschied darin, dass wir zu oft den Ball verloren haben, wenn wir im Aufbau waren. Das gestaltete alles deutlich schwieriger, sogar für unsere Defensive. Wir hatten es mit dem besten Team der Welt zu tun, aber es ist eine Schande, dass wir so viele Fehler mit dem Ball gemacht haben, weil wir das normalerweise nicht tun. Das Rückspiel? Wir werden versuchen, 2:0 zu gewinnen, aber ich glaube nicht, dass Madrid damit einverstanden sein wird."

Lorenzo Insigne (SSC Neapel): "Abgesehen vom Ergebnis glaube ich, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Ich will meinen Teamkollegen gratulieren, weil wir alle bis zum Schlusspfiff gekämpft haben. Jetzt haben wir das Rückspiel im San Paolo vor uns und ich bin sicher, dass wir noch mehr kämpfen. Real Madrid ist der Klub-Weltmeister, ein Team mit 18 phänomenalen Spielern in ihrem Team. Um ehrlich zu sein, habe ich allerdings keinen so großen Unterscheid gesehen, wie das Ergebnis das vielleicht vermuten ließe. Vielleicht haben wir zu viele Fehler gemacht, aber das pusht uns nur, noch mehr zu arbeiten."

SL Benfica - Borussia Dortmund 1:0

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund):

... zum Spiel: "Wir haben nicht gut gespielt, sondern überragend gut gespielt. Wir waren drei Minuten in diesem Spiel nicht ganz aufmerksam, haben uns zweimal abkochen lassen und bekommen mit dem einzigen Torschuss in der zweiten Halbzeit das Gegentor. Das geht nur im Fußball, so gut zu spielen und trotzdem als Verlierer vom Platz zu gehen. So ist das, aber für solche Tage gibt es ein Rückspiel. Shit happens."

... zur Auswechslung von Aubameyang: "Auba hat seit seiner Rückkehr vom Afrika-Cup einen körperlichen Rückstand. Nach dem verschossenen Elfmeter hatte ich von seiner Körpersprache her nicht mehr das Gefühl, dass er in der Lage ist zu treffen. Er ist ein Teil der Mannschaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein Problem mit meiner Entscheidung hat."

... zu den Aussichten für das Rückspiel: "Wir müssen überhaupt nicht weiterkommen. Das Ergebnis ist sehr kompliziert, aber ich bin stolz auf unseren Auftritt hier. Wir müssen im Rückspiel die gleiche Leistung bringen und vor dem Tor deutlich zulegen. Wir brauchen mehr Effektivität, um weiterzukommen."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

... zu Trainer Thomas Tuchel: "Er gibt sich sehr kämpferisch und sehr motiviert. Er hat ein klares Statement abgegeben, an wen seine Kritik am Wochenende gerichtet war. Da gibt es bei uns auch keinen Dissens. Es ist klar, was er zum Ausdruck bringen wollte."

... zur Annahme des Strafantrags: "Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Wir finden trotzdem, dass es richtig war, dem Strafantrag zuzustimmen, um nicht in Verdacht zu geraten, dass wir die Geschehnisse relativieren oder verharmlosen. Aber wohlwissend, dass es natürlich schon eine Kollektivstrafe ist, die vielleicht unverhältnismäßig ist und tausende BVB-Fans auf der Südtribüne mitbestraft, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen."

... zur sportlichen Situation: "In Darmstadt haben wir auf kompletter Linie versagt. Das ändert aber nichts an unserer Zielsetzung, die wir weiterhin haben. In Darmstadt musst du als Borussia Dortmund den Anspruch haben, zu gewinnen. Wenn ich mir die Tabelle anschaue, dann sind wir einen Punkt hinter dem dritten Platz, der zur direkten Teilnahme an der Champions League berechtigt. Welches Ziel sollen wir denn bitte haben? Sollen wir sagen, dass wir Vierter oder Fünfter werden sollen? Es ist doch ganz normal, dass das unser Saisonziel ist. Das ist der Anspruch von Borussia Dortmund und das hat sich auch nach der Niederlage in Darmstadt nicht geändert."

Andre Schürrle (Dortmund): "Wir waren die bessere Mannschaft und hatten große Tormöglichkeiten, vor allem den Elfmeter. Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Wir werden es im Rückspiel besser machen und dann weiterkommen."

Julian Weigl (Dortmund): "Wir hätten hier viel mehr mitnehmen müssen und 2:0, 3:0 oder 3:1 gewinnen können. Unsere Situation ist aber nicht aussichtslos. Das Ergebnis ist sehr schmerzhaft, aber in unserem eigenen Stadion sind wir immer für eine gute Leistung gut."

Paris Saint-Germain - FC Barcelona 4:0

Julian Draxler (Paris Saint-Germain): "Das war eine unglaubliche und nahezu perfekte Nacht für uns. Ich fühle mich sehr wohl in der Stadt und im Verein. Heute brauchten wir absolut keine extra Motivation. 4:0 ist ein super Ergebnis, aber wir sind noch nicht durch. Im Camp Nou sind schon andere Dinge passiert."

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