Mittwoch, 18.12.2013

Dortmunds CFO Thomas Treß im Interview

"Ich bin der Innenminister des BVB"

Thomas Treß ist bei Borussia Dortmund seit 2006 als Chief Financial Officer (CFO) verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Organisation. Im Interview spricht Treß über einen Wettbewerb mit dem FC Bayern München, die BVB-Aktie als Fanartikel und den Wert von Tradition.

Thomas Treß kommt aus Schwaben, wohnt in Köln und arbeitet in Dortmund
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Thomas Treß kommt aus Schwaben, wohnt in Köln und arbeitet in Dortmund

SPOX: Herr Treß, können Sie sich noch an den Moment erinnern, als Jochen Rölfs, der damalige Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "RölfsPartner", die die Sanierung des BVB begleitete, Sie damit beauftragte, das Finanzierungskonzept der Dortmunder Geschäftsführung zu bewerten?

Thomas Treß: Ich weiß noch sehr genau, wie er mich damals zu sich ins Büro bat. Er meinte, er hätte eine neue Aufgabe für mich. Das traf sich ziemlich gut, da ich kurz zuvor ein großes Fusionsprojekt hinter mich gebracht hatte. Rölfs meinte, es handle sich um Borussia Dortmund. Ich antwortete ihm: 'Können Sie da nicht jemand anderen nehmen? Ich habe von Fußball keine Ahnung.' Er meinte, ich müsse das leider machen, da es sich um einen sehr komplizierten Fall handelte.

SPOX: Von da an ging es Schlag auf Schlag.

Treß: Am 14. Dezember 2004 saß ich dann mit dem Präsidenten Dr. Gerd Niebaum zusammen. Er teilte uns mit, dass wir bitte bis Weihnachten ein Sanierungskonzept erarbeiten sollen. Das hat uns einige schlaflose Nächte gekostet. Am 23. Dezember hatte ich abends um 20 Uhr in meinem damaligen Büro in Düsseldorf einen Termin mit einer großen westdeutschen Bank. Dabei erklärte ich, dass das uns vorgelegte Konzept nicht trägt. Ich weiß das deshalb so detailliert, weil ich in der Nacht noch in den Schwarzwald zu meinen Eltern gefahren bin, um Weihnachten zu feiern.

SPOX-Redakteur Jochen Tittmar mit Thomas Treß in dessen Büro in der BVB-Geschäftsstelle
SPOX-Redakteur Jochen Tittmar mit Thomas Treß in dessen Büro in der BVB-Geschäftsstelle
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SPOX: Sie hatten bis dato mit Fußball nichts am Hut.

Treß: Genau. Wir sind zu Hause zwar fünf Kinder, aber Fußball hat bei uns einfach nicht stattgefunden. Mein Vater und meine Brüder waren nicht begeistert von diesem Sport.

SPOX: Wie war es denn für Sie beim ersten Mal im Stadion?

Treß: Mein erstes Spiel war ein 1:0-Sieg gegen Werder Bremen in der Saison 2004/2005. Dabei wurde ein Spieler der Bremer vom Rasen getragen und einige Dortmunder Fans haben gejubelt. Ich fand es seltsam, sich darüber zu freuen, dass sich jemand verletzt hatte. Ich hatte gar keine Ahnung, wie so eine Partie genau abläuft.

SPOX: Das wird sich aber zügig gebessert haben, oder?

Treß: Als ich in die Geschäftsführung eintrat, habe ich mir dann genauer erklären lassen, wie das Spiel und die Regeln funktionieren. Der BVB war für mich infektiös, auch der Kopfmensch Treß konnte sich letztlich der Begeisterung des Publikums nicht entziehen. Ich muss allerdings auch sagen, dass ich mich in meiner Funktion nicht in die emotionale Achterbahn des Fußballs setzen kann.

SPOX: Wie konsumieren Sie diesen Sport mittlerweile?

Treß: Ich schaue jetzt auch Spiele ohne schwarzgelbe Beteiligung und gucke mir die Konkurrenten an, wenn ich am Wochenende genügend Zeit habe. Dann liege ich auf der Couch und sehe fern, wie jeder andere auch - zur Verwunderung meiner Familie. Damit versuche ich, mir einen gewissen Dilettanten-Status zu erarbeiten, um nicht ganz blind durch die Gegend zu laufen (lacht).

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SPOX: Seit Januar 2006 sind Sie als Chief Financial Officer (CFO) verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Organisation. Die breite Öffentlichkeit kennt aber nur Hans-Joachim Watzke, der mit Ihnen die Geschäftsführung bildet. Sie halten sich eher im Hintergrund auf.

Treß: Ich bin quasi der Innenminister des BVB, wenn man so will. Herr Watzke repräsentiert den Verein nach außen. Das ist ganz normal, denn die Menschen lieben Borussia Dortmund wegen des Fußballs und nicht wegen des CFO, der sich um Finanzen und Organisation kümmert. Das ist für die Leute nur dann ein Thema, wenn es ein Problem darstellt. Man sollte in meiner Funktion nicht nach außen drängen. Das käme bei den Menschen auch komisch an. Die meisten Menschen kennen den Finanzvorstand von Bayern München auch nicht.

SPOX: Wie froh sind Sie darüber?

Treß: Mir kommt es gelegen, dass ich mich zurücknehmen kann. Ich habe 13 Jahre lang als Wirtschaftsprüfer gearbeitet und hatte bei allen möglichen Projekten immer eine Funktion im Hintergrund inne. Ich selbst habe nicht das Bedürfnis, mich in den Zeitungen abgebildet zu sehen. Ich genieße es, mein Privatleben privat leben zu dürfen.

SPOX: Borussia Dortmund handelt seit einigen Jahren nach der Richtlinie, den sportlichen Erfolg maximieren zu wollen, ohne neue Schulden aufzunehmen und dazu die Altlasten sukzessive zu tilgen. Wie ist dieses Credo entstanden?

Treß: Anfang 2005, als Herr Watzke Geschäftsführer wurde und ich noch als Berater tätig war, lagen uns mit fast 200 Millionen Euro Schulden desaströse Finanzverhältnisse vor. Der Umsatz lag damals bei 75 Millionen Euro. Wir hatten ökonomisch keine Chance, mit den sechs oder sieben Bundesligisten in Nordrhein-Westfalen oder Klubs wie Bayern und Wolfsburg zu konkurrieren. Deshalb beschlossen wir, in die Infrastruktur der Nachwuchsförderung und Trainingsfacilitäten sowie in die Professionalisierung des Scoutingbereichs zu investieren - und dabei nicht mehr auszugeben als das, was wir einnehmen. Dazu mussten wir die Altlasten bedienen, wir konnten ja keine weiteren Schulden mehr draufsatteln. Wir haben jahrelang von dem Rest gelebt, den uns die Altlasten übrig gelassen haben.

SPOX: Wie sehr ist diese Maxime auch für die kommenden Jahre in Stein gemeißelt?

Treß: Es macht einfach keinen Sinn, sportlichen Erfolg durch Finanzverschuldung zu finanzieren. Das wären Pyrrhussiege, weil man immer einen Scheck für die Zukunft ziehen würde, der irgendwann einzulösen wäre. Das funktioniert in Teilen der Bundesliga nur dann, wenn man ständig massive Steigerungen auf der Erlösseite verzeichnen kann. Man braucht das Geld, das man jedes Jahr verdient, aber auch, um das aktuell laufende Jahr vernünftig zu finanzieren. Das haben wir getan, indem wir die Altlasten eben immer weiter abbezahlt und keine Neulasten aufgebaut haben. Ein Wettbewerb mit Bayern München, beispielsweise auf der Gehaltsseite, wäre fatal, weil man dann wieder Schecks für die Zukunft ziehen müsste. Wer zu sehr zockt, treibt die Risiken in nicht vertretbare Höhen.

Es gibt Menschen, die unsere Aktie wie eine Sportwette betrachten und auch so mit ihr umgehen.

Dortmunds CFO Thomas Treß

SPOX: Den BVB belasten mit Stand zum 30. Juni noch 45,3 Millionen Finanzverbindlichkeiten. Bis wann werden diese getilgt sein?

Treß: Die Laufzeiten sind in unseren Geschäftsberichten für alle transparent einzusehen. Aus den bestehenden Kreditfazilitäten ist der letzte Euro 2026 zu zahlen. Das wird auch so lange dauern. Wir hätten zwar ab 2016 die rechtliche Möglichkeit, innerhalb von drei Monaten alles abzubezahlen - wenn wir wollen und können. Schnelles Schuldentilgen macht aber keinen Sinn, wenn man deshalb den sportlichen Bereich vernachlässigt.

SPOX: Borussia Dortmund ist immer noch der einzige Fußballverein Deutschlands, der an der Börse notiert ist. Die Leistungsbilanz der Aktie liest sich allerdings kläglich. Weil der Kapitalmarkt nicht auf den Schuldenabbau und die Umsatzsprünge reagiert hat?

Treß: Das muss man anders betrachten. Der Ausgabekurs im Oktober 2000 lag bei elf Euro, derzeit stehen wir bei 3,80 Euro. Wenn man bedenkt, dass man 2004 und 2006 vor und im Rahmen der Restrukturierung für 2 bis 2,50 Euro substanzielle Kapitalerhöhungen vorgenommen hat, liegt der durchschnittliche Ausgabekurs bei 4,98 Euro. Zu unserer Anfangszeit lag er bei 1,80 Euro. Im Verhältnis zu heute haben die Leute, die sich damals engagiert haben, Geld verdient.

Dortmund vs. Bayern: Die besten Duelle
"Wer hat's geschossen?" "Die Nummer 19." "Ach, du Scheisse!" Mario Götze erzielte in seinem ersten Spiel gegen den BVB den ersten Treffer
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"Wer hat's geschossen?" "Die Nummer 19." "Ach, du Scheisse!" Mario Götze erzielte in seinem ersten Spiel gegen den BVB den ersten Treffer
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Die Antwort kam im Rückspiel der Saison 2013/2014: Marco Reus und Co. drehten das Hinspielergebnis. 3:0 stand's am Ende
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Die Antwort kam im Rückspiel der Saison 2013/2014: Marco Reus und Co. drehten das Hinspielergebnis. 3:0 stand's am Ende
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Die Bayern antworteten im DFB-Pokal-Finale 2014: Mats Hummels' Treffer wurde nicht gegeben - zu Unrecht
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Die Bayern antworteten im DFB-Pokal-Finale 2014: Mats Hummels' Treffer wurde nicht gegeben - zu Unrecht
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In der darauffolgelgenden Saison sicherte sich der BVB den Supercup. Dann ging's allerdings bergab...
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In der darauffolgelgenden Saison sicherte sich der BVB den Supercup. Dann ging's allerdings bergab...
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Per Foulelfmeter besorgte Arjen Robben den Sieg im Hinspiel der Bundesliga-Saison 2014/2015
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Per Foulelfmeter besorgte Arjen Robben den Sieg im Hinspiel der Bundesliga-Saison 2014/2015
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Im Rückspiel erzielte Robert Lewandowski den einzigen Treffer - ausgerechnet!
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Im Rückspiel erzielte Robert Lewandowski den einzigen Treffer - ausgerechnet!
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Am 25. Mai 2013 standen sich der FC Bayern und Borussia Dortmund im Champions-League-Finale gegenüber. Der FCB siegte 2:1
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Am 25. Mai 2013 standen sich der FC Bayern und Borussia Dortmund im Champions-League-Finale gegenüber. Der FCB siegte 2:1
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In der Champions League standen sich beide Teams 1998 im Viertelfinale gegenüber. Der BVB kam weiter, auch weil Carsten Jancker hier versemmelt
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In der Champions League standen sich beide Teams 1998 im Viertelfinale gegenüber. Der BVB kam weiter, auch weil Carsten Jancker hier versemmelt
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Vier Siege in Folge feierten die Dortmunder zwischen 2010 und 2012: Der BVB gewann im Hinspiel der Meistersaison 2010/2011 mit 2:0. Nuri Sahin traf per Freistoß
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Vier Siege in Folge feierten die Dortmunder zwischen 2010 und 2012: Der BVB gewann im Hinspiel der Meistersaison 2010/2011 mit 2:0. Nuri Sahin traf per Freistoß
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Im Rückspiel gewann der BVB erstmals nach 19 Jahren wieder in München. Sahin traf erneut - zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Borussia (Endstand 3:1)
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Im Rückspiel gewann der BVB erstmals nach 19 Jahren wieder in München. Sahin traf erneut - zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Borussia (Endstand 3:1)
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Der dritte Streich: Mario Götze (verdeckt) netzt im Hinspiel 2011/12 zum 1:0-Siegtor ein. Neuer kann nur hinterherschauen
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Der dritte Streich: Mario Götze (verdeckt) netzt im Hinspiel 2011/12 zum 1:0-Siegtor ein. Neuer kann nur hinterherschauen
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Und Nummer vier am 11. April 2012: Robert Lewandowski trifft per Hacke zum 1:0 für den BVB. Arjen Robben verschießt noch einen Elfmeter
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Und Nummer vier am 11. April 2012: Robert Lewandowski trifft per Hacke zum 1:0 für den BVB. Arjen Robben verschießt noch einen Elfmeter
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Die Dortmunder Dominanz gipfelte beim DFB-Pokalfinale 2012 in Berlin. Der BVB schoss die Münchner mit 5:2 aus dem Stadion
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Die Dortmunder Dominanz gipfelte beim DFB-Pokalfinale 2012 in Berlin. Der BVB schoss die Münchner mit 5:2 aus dem Stadion
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Nach fünf Niederlagen in Folge holte der FC Bayern mit veränderter Mannschaft im Supercup den ersten Sieg nach langer Zeit gegen den BVB
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Nach fünf Niederlagen in Folge holte der FC Bayern mit veränderter Mannschaft im Supercup den ersten Sieg nach langer Zeit gegen den BVB
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Auch in der Liga sah es im Hinspiel lange Zeit gut aus für Torschütze Kroos und seine Bayern. Götze egalisierte den Treffer aber, Endstand 1:1
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Auch in der Liga sah es im Hinspiel lange Zeit gut aus für Torschütze Kroos und seine Bayern. Götze egalisierte den Treffer aber, Endstand 1:1
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Das Rückspiel der Saison 2012/13 wurde eine hitzige Angelegenheit, als Bayerns Rafinha vom Platz flog. Auch Sammer und Klopp zofften sich
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Das Rückspiel der Saison 2012/13 wurde eine hitzige Angelegenheit, als Bayerns Rafinha vom Platz flog. Auch Sammer und Klopp zofften sich
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Angeheizt wurde die Partie durch den anstehenden Transfer von Mario Götze im Sommer 2013 zum FC Bayern. Dass Götze wegen einer Muskelverletzung nicht spielen konnte, war den Fans egal
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Angeheizt wurde die Partie durch den anstehenden Transfer von Mario Götze im Sommer 2013 zum FC Bayern. Dass Götze wegen einer Muskelverletzung nicht spielen konnte, war den Fans egal
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Die Generalprobe für das Champions-League-Finale in London endete 1:1, auch weil Robert Lewandowski mit einem Elfmeter an Manuel Neuer scheiterte
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Die Generalprobe für das Champions-League-Finale in London endete 1:1, auch weil Robert Lewandowski mit einem Elfmeter an Manuel Neuer scheiterte
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Zwischen den beiden Bundesligaspielen trafen sich Bayern und Dortmund auch noch im Pokal-Viertelfinale. Der FCB siegte dank eines Treffers von Arjen Robben 1:0
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Zwischen den beiden Bundesligaspielen trafen sich Bayern und Dortmund auch noch im Pokal-Viertelfinale. Der FCB siegte dank eines Treffers von Arjen Robben 1:0
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In der Hinrunde der Saison 2009/10 brachte der Ex-Bayer Mats Hummels den BVB früh in Führung
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In der Hinrunde der Saison 2009/10 brachte der Ex-Bayer Mats Hummels den BVB früh in Führung
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Aber in der zweiten Halbzeit drehten die Bayern auf und gewannen 5:1. Franck Ribery traf per Freistoß und sprang dann in die Arme seines Trainers
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Aber in der zweiten Halbzeit drehten die Bayern auf und gewannen 5:1. Franck Ribery traf per Freistoß und sprang dann in die Arme seines Trainers
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Im Rückspiel hatte der BVB zwischenzeitlich viel Spaß. Zumindest Mohamed Zidan mit der Kamera
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Im Rückspiel hatte der BVB zwischenzeitlich viel Spaß. Zumindest Mohamed Zidan mit der Kamera
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Der Spaß verging dem BVB aber noch. Unter anderem Mario Gomez machte den 3:1-Sieg der Münchner klar
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Der Spaß verging dem BVB aber noch. Unter anderem Mario Gomez machte den 3:1-Sieg der Münchner klar
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Pokalfinale 2008: In der Verlängerung markiert Luca Toni seinen zweiten Treffer und schießt den FCB zum Pokalsieg
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Pokalfinale 2008: In der Verlängerung markiert Luca Toni seinen zweiten Treffer und schießt den FCB zum Pokalsieg
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Unvergessen ist natürlich auch das 11:1 der Bayern an der Grünwalder Straße. Allein Gerd Müller traf vier Mal
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Unvergessen ist natürlich auch das 11:1 der Bayern an der Grünwalder Straße. Allein Gerd Müller traf vier Mal
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Und hier netzt der Bomber schon wieder ein, diesmal im Olympiastadion. BVB-Keeper Horst Bertram kann nichts machen
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Und hier netzt der Bomber schon wieder ein, diesmal im Olympiastadion. BVB-Keeper Horst Bertram kann nichts machen
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Auch in den 80er Jahren lieferten sich beide Teams heiße Duelle. Bayerns Raimond Aumann und BVB-Spieler Thomas Kroth
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Auch in den 80er Jahren lieferten sich beide Teams heiße Duelle. Bayerns Raimond Aumann und BVB-Spieler Thomas Kroth
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Lothar Matthäus wirft sich im eng besetzten Westfalenstadion in einen Freistoß
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Lothar Matthäus wirft sich im eng besetzten Westfalenstadion in einen Freistoß
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Frank Mill erzielte insgesamt 123 Bundesliga-Tore. Berühmt wurde er allerdings wegen dieser Szene. Der BVB-Stürmer umspielt Pfaff, schießt den Ball aber nur an den Pfosten
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Frank Mill erzielte insgesamt 123 Bundesliga-Tore. Berühmt wurde er allerdings wegen dieser Szene. Der BVB-Stürmer umspielt Pfaff, schießt den Ball aber nur an den Pfosten
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Noch mal an Brisanz gewann das Duell in 90er Jahren. Hier klärt Ruggiiro Rizzitelli für seinen Keeper, der von Jürgen Kohler attackiert wird
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Noch mal an Brisanz gewann das Duell in 90er Jahren. Hier klärt Ruggiiro Rizzitelli für seinen Keeper, der von Jürgen Kohler attackiert wird
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Ebenfalls eine unvergessliche Szene. Matthäus macht die Heulsuse Möller, der wischt ihm die Tränen aus dem Gesicht
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Ebenfalls eine unvergessliche Szene. Matthäus macht die Heulsuse Möller, der wischt ihm die Tränen aus dem Gesicht
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Möller hatte es ohnehin nicht leicht. Hier greift Kahn beherzt zu
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Möller hatte es ohnehin nicht leicht. Hier greift Kahn beherzt zu
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Ebenfalls ein Klassiker des Klassikers: Kahns Kungu-Fu-Aktion gegen Stephane Chapuisat
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Ebenfalls ein Klassiker des Klassikers: Kahns Kungu-Fu-Aktion gegen Stephane Chapuisat
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Und weiter geht's mit Kahn: Im gleichen Spiel die Biss-Attacke gegen Heiko Herrlich
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Und weiter geht's mit Kahn: Im gleichen Spiel die Biss-Attacke gegen Heiko Herrlich
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Das legendäre 1:1 vom 7. April 2001. Schiedsrichter Hartmut Strampe zeigt zwei Mal Rot, ein Mal Gelb-Rot und zwölf Mal Gelb.
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Das legendäre 1:1 vom 7. April 2001. Schiedsrichter Hartmut Strampe zeigt zwei Mal Rot, ein Mal Gelb-Rot und zwölf Mal Gelb.
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Kurz vor Schluss setzt Tomas Rosicky einen Freistoß an den Innenpfosten, was Oliver Kahn gebührend feiert
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Kurz vor Schluss setzt Tomas Rosicky einen Freistoß an den Innenpfosten, was Oliver Kahn gebührend feiert
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2005 sah Dortmund lange wie der sichere Sieger aus. Die Bayern kommen in den letzten Minuten zurück und Roy Makaay köpft das 2:2 in der 90. Minute
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2005 sah Dortmund lange wie der sichere Sieger aus. Die Bayern kommen in den letzten Minuten zurück und Roy Makaay köpft das 2:2 in der 90. Minute
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Das Duell Bayern gegen Dortmund war lange Zeit auch das Duell der Rivalen Oliver Kahn und Jens Lehmann
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Das Duell Bayern gegen Dortmund war lange Zeit auch das Duell der Rivalen Oliver Kahn und Jens Lehmann
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Der BVB-Keeper wurde von den Bayern nicht geschont. Giovane Elber rauscht Lehmann hinein...
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Der BVB-Keeper wurde von den Bayern nicht geschont. Giovane Elber rauscht Lehmann hinein...
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...was Jan Koller gar nicht toll findet. Lehmann kann weiterspielen...
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...was Jan Koller gar nicht toll findet. Lehmann kann weiterspielen...
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...flog aber später vom Platz. Jan Koller schlüpfte ins Torwart-Trikot...
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...flog aber später vom Platz. Jan Koller schlüpfte ins Torwart-Trikot...
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...und nahm es sogleich mit dem Schiedsrichter auf.
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Elber und Lehmann kamen sich aber auch zuvor schon ziemlich nach
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Elber und Lehmann kamen sich aber auch zuvor schon ziemlich nach
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Rudelbildung gehört zu einem richtigen Spiel Bayern gegen Dortmund eigentlich dazu. Das weiß auch Fredi Bobic
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Rudelbildung gehört zu einem richtigen Spiel Bayern gegen Dortmund eigentlich dazu. Das weiß auch Fredi Bobic
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Die Duelle wurden immer sehr intensiv geführt. Da wird ein Pressschlag auch mal mit dem Kopf gemacht. Schädelbrummen inklusive
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Die Duelle wurden immer sehr intensiv geführt. Da wird ein Pressschlag auch mal mit dem Kopf gemacht. Schädelbrummen inklusive
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Auch das sieht sehr gefährlich aus. Aber Salihamidzic' Kopf blieb dran
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Auch das sieht sehr gefährlich aus. Aber Salihamidzic' Kopf blieb dran
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Aber nicht immer gab es nur böses Blut. Die Brasilianer Elber und Dede beim launigen Schwätzchen
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Aber nicht immer gab es nur böses Blut. Die Brasilianer Elber und Dede beim launigen Schwätzchen
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Natürlich gab es in den Duellen auch Tore satt. Hier netzt Mehmet Scholl ein
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Natürlich gab es in den Duellen auch Tore satt. Hier netzt Mehmet Scholl ein
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Auch Air Riedlie ließ sich nicht bitten und traf per Kopf. Kahn segelt dagegen an der Flanke vorbei
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Auch Air Riedlie ließ sich nicht bitten und traf per Kopf. Kahn segelt dagegen an der Flanke vorbei
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Auch eine Reihe Platzverweise gehören zur Geschichte dieses Klassikers. Hier erwischt es Sammy Kuffour
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Auch eine Reihe Platzverweise gehören zur Geschichte dieses Klassikers. Hier erwischt es Sammy Kuffour
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SPOX: Da die meisten Aktionäre unter den genannten 4,98 Euro und auch unterhalb des Ausgabekurses gezeichnet haben?

Treß: So ist es. Wir haben gezeigt, dass wir den BVB durch Professionalisierung des Geschäftes sportlich und ökonomisch nach vorne gebracht und somit Wert geschaffen haben. In den ersten Jahren hat die Börse das nicht goutiert, da wurde unsere Strategie belächelt. Auch als wir 2011 Meister wurden, fragte man uns auf Kapitalmarktkonferenzen unterschwellig, wann wir die Hütte wieder anzünden und Schulden machen würden. Seit rund zwei Jahren sind Vertrauen und Interesse allerdings stark gestiegen. Uns erreichen viele Anfragen und es gibt mehr interessierte Zuhörer, auch Fonds, die bei uns investiert sind.

Seite 1: Treß über sein Desinteresse am Fußball und Dortmunds Schulden

Seite 2: Treß über die BVB-Aktie und den "idealen" Fußballklub

Jochen Tittmar

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Jochen Tittmar(Redakteur)

Jochen Tittmar, Jahrgang 1982, arbeitet seit 2008 in der Fußball-Redaktion für SPOX.com. Aufgewachsen in der Nähe von Stuttgart, ging es für ihn nach dem Studium der französischen sowie englischen Literatur und Sprache an der Universität Konstanz mit einem Praktikum beim Kicker weiter. Bei SPOX verantwortet er u.a. die Berichterstattung über Dortmund und Schalke. Zudem koordiniert er redaktionelle Projekte.

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