Mainz' Torhüter Loris Karius im Interview

"Manchester war eine super Zeit"

Von Für SPOX in Bremen: Stefan Rommel
Dienstag, 26.11.2013 | 14:27 Uhr
Loris Karius wechselte schon im Alter von nur 16 Jahren vom VfB Stuttgart zu Manchester City
© getty
Advertisement
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheff Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
Torino -
Atalanta
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Vor drei Wochen spielte Loris Karius noch in der Regionalliga Südwest vor 400 Zuschauern gegen Pfullendorf - am vergangenen Sonntag absolvierte er sein drittes Bundesligaspiel vor knapp 40.000 Fans in Bremen. Mainz' Nachwuchshoffnung über den speziellen Druck der Torhüter, die Unterschiede zwischen England und Deutschland und Mario Balotelli als netten Typen.

SPOX: Herr Karius, Ihr Trainer Thomas Tuchel meinte auf der Pressekonferenz nach dem Bremen-Spiel, dass Sie "auf jeden Fall" auch am Samstag gegen Dortmund im Tor stehen werden. Können Sie die Trainingswoche mit dieser beruhigenden Gewissheit denn nun anders gestalten?

Loris Karius: Das ist für mich sicherlich eine schöne Sache - aber nein. Die Woche ist kurz, wir haben einen Tag weniger zur Vorbereitung auf die Partie gegen so einen starken Gegner. Ich werde mein Training jetzt nicht ändern oder gelassener angehen. Ich nehme mir eine ganz normale Arbeitswoche vor.

SPOX: Sie standen jetzt zweimal von Beginn an im Tor, zweimal hat Mainz gewonnen. Nun dürfen Sie auch gegen den Champions-League-Finalisten ran. Leiten Sie aus den letzten Wochen andere Ansprüche ab?

Karius: Garantiert nicht. Vor ein paar Wochen stand ich noch in der Regionalliga zwischen den Pfosten, jetzt in der Bundesliga. Das ist eine schöne Entwicklung, mehr nicht. Ansprüche stelle ich deshalb keine. Aber wenn ich spiele, freue ich mich natürlich. Der Trainer wird schon wissen, was er macht.

SPOX: Sie sind noch jung und relativ unerfahren im Profibereich. Verspüren Sie keinen Druck?

Karius: Es ist eher Vorfreude, Nervosität spüre ich eigentlich nicht. Ich denke, es gibt nichts Schöneres: Ich bin 20 Jahre alt und mache jetzt mein drittes Spiel - das muss man einfach genießen. Ich habe gar keinen Grund, nervös zu sein.

SPOX: Hat die Maßnahme Ihres Trainers, Sie vorübergehend zu den Amateuren zu schicken, denn im Nachhinein gefruchtet? Er sagt, Sie seien eher der Wettkampf-, als der Trainingstyp?

Karius: Ich habe in der Vergangenheit wohl unbewusst fünf oder zehn Prozent im Training zurückgeschraubt. Das sieht man dann. Aber gerade im letzten Monat habe ich auch im Training richtig gut gearbeitet. Es wird mir jetzt auch bewusst, dass es im Spiel dann noch besser geht, wenn man im Training Vollgas gibt. Da habe ich auf jeden Fall etwas dazu gelernt.

SPOX: Mussten Sie Ihr Torhüterspiel oder Ihre Trainingsarbeit nach der Rückkehr nach Deutschland eigentlich umstellen? In England wird doch sicherlich etwas anders trainiert...

Karius: So pauschal kann man das nicht sagen. Bei ManCity hatten wir einen Italiener als Torwarttrainer. In England wird generell körperlicher gearbeitet als in Deutschland. Da geht es einfach mehr zur Sache bei solchen Dingen wie Luftkampf oder in der Strafraumbeherrschung. Zu meiner Zeit in England war ich noch sehr jung - ich denke, dass ich erst seit einem Jahr richtig körperlich zulege. Das allein reicht aber nicht, man braucht auch das Gespür, die richtige Technik. Beim Rauslaufen, bei hohen Bällen.

SPOX: Das Verhältnis zwischen Torwarttrainer und Torhütern ist ja ein ganz spezielles. Wie ist Ihr Zusammenspiel in Mainz mit Stephan Kuhnert, können Sie ihm auch mal private Dinge anvertrauen?

Karius: Er ist auf jeden Fall mein erster Ansprechpartner und unser Verhältnis ist schon sehr eng. Wir machen abseits des Platzes auch mal ein paar Witzchen, auf dem Platz wird dann aber wieder hart gearbeitet. Zum Glück hatte ich bisher noch keine so schlimmen Probleme, dass ich eingehend mit ihm darüber reden müsste. Aber wer weiß... Auf jeden Fall ist er jemand, der für seine Torhüter immer ein offenes Ohr hat.

SPOX: Wie steht es um die Chemie innerhalb der Torhütergruppe beim FSV Mainz 05?

Karius: Wir sind alle Konkurrenten, das ist ja klar. Aber wir haben keine schlechte Chemie untereinander. Auf dem Platz macht jeder sein Ding, daneben kann man auch mal miteinander lachen.

SPOX: Sie sind noch frisch im Geschäft: Wie viel lernen Sie noch mit jeder Partie dazu?

Karius: Die Automatismen mit den Vorderleuten sind schon da, bei Eckbälle, Standards und so weiter funktioniert das schon ganz gut. Man muss die Kleinigkeiten erkennen und die dann sofort mitteilen.

SPOX: Ron-Robert Zieler hat einen ähnlichen Werdergang wie Sie, ist auch in jungen Jahren nach England gewechselt und wieder zurückgekommen. Bereuen Sie Ihre Entscheidung von damals?

Karius: Überhaupt nicht. Ich habe damals dort die bessere Perspektive gesehen. Da war der Verein auch noch nicht so riesig, wie er jetzt ist. Er wurde es erst, als ich dort war. Ich habe in der A-Jugend gespielt, bin dann hoch zu den Amateuren und wurde dritter Torwart. Bis ich mir das Kahnbein gebrochen habe, war ich immer bei den Profis dabei. Ich habe jeden Tag mit Weltklassespielern trainiert, das war schon eine tolle Erfahrung. Ich könnte das jedem nur raten. Manchester war eine super Zeit.

SPOX: Bei Ihrem Abschied aus Stuttgart vor vier Jahren gab es einige Irritationen.

Karius: Ich habe einiges von der Ausbildung beim VfB mitgenommen, die ist ja für Torhüter auch exzellent. Eine gute Adresse.

SPOX: Gibt es noch Kontakte zum VfB?

Karius: Kontakte nach Stuttgart habe ich keine mehr.

SPOX: Und nach England?

Karius: Da gibt es noch einigen Kontakt. Gerade zu den Jüngeren wie Joe Hart, Jerome Boateng, Edin Dzeko oder Mario Balotelli. Die ganzen Jungs kenne ich gut, wir tauschen uns ab und zu per SMS aus.

SPOX: Balotelli gilt als etwas verrückt...

Karius: Ab und zu ist er mal verrückt, aber wenn man ihn so als Kumpel kennt, ist es anders, als alles, was man so über ihn liest. Er ist ein lieber Kerl und mit ihm kann man auch normale Sachen unternehmen.

SPOX: Ihr Schalker Kollege Timo Hildebrand hat kürzlich in einem Interview davon gesprochen, dass der Druck auf und die Kritik im Umgang mit den Torhütern seit dem Selbstmord von Robert Enke noch mehr zugenommen als abgenommen hätte. Wie stehen Sie dazu?

Karius: Ich kann dazu noch gar nicht viel sagen. Im Leistungssport lastet generell viel Druck auf dem Einzelnen. Man muss versuchen, damit irgendwie positiv umzugehen. Jeder Torwart hat auch mal einen schlechten Tag und macht Fehler. Das muss man dann schnell abhaken und vielleicht selbst für sich ein wenig runterspielen - und nicht zwei, drei Tage daran rumknabbern.

SPOX: Sie haben in Mainz noch einen Vertrag bis Sommer 2014, plus einem Jahr Option. Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, ob und wie es weitergehen soll?

Karius: Bis jetzt noch gar nicht. Wenn ich meine Leistung bringe, dann regelt sich das von selbst. Der Verein hätte dann ja die Gelegenheit, die Option zu ziehen...

Das ist Loris Karius

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung