Ersatzbank-Analyse der Bundesliga

Die Stars von der Bank

Von Fatih Demireli
Dienstag, 07.02.2012 | 20:00 Uhr
Blaszczykowski, Draxler, Alaba und Derdiyok gehören zu den besten "Ersatzspielern" der Bundesliga
© spox
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Bayern Münchens Franck Ribery bemängelte erst kürzlich, dass der FC Bayern in der Breite nicht gut genug aufgestellt sei. Wie gut ist die Kaderbreite des FC Bayern wirklich? Wie sieht es in der Bundesliga aus? Wer hat die beste Kaderbreite? Und wer sind die besten Joker? Die Daten-Analyse klärt auf.
 

 

Gesamtkader-Analyse

Riberys These

Bayern Münchens Superstar Franck Ribery redete nicht um den heißen Brei: "Wir haben keine richtig gute Bank und keine richtig gute zweite Mannschaft. Ich glaube, es ist ein großes Problem für uns, wenn zwei oder drei Spieler verletzt sind." Eine klare Ansage des Franzosen und auch durchaus als Kritik an der Transferpolitik des FC Bayern zu verstehen. Das Bayern in der Winterpause keine neuen Spieler holte, fand Ribery "schade". Wie schwer der FC Bayern in Bredouille kommen kann, zeigte das Wochenende, als Daniel van Buyten, Breno und Rafinha nicht zur Verfügung standen und mit Anatolij Tymoschtschuk ein gelernter Mittelfeldspieler rechts in der Viererkette aushelfen musste. Der Versuch misslang völlig.

Hat Ribery also recht? Ist der Bayern-Kader nicht ausreichend? Und wie sieht es in der Bundesliga überhaupt aus? Wer hat die beste Kadertiefe?

Größte Kader: Wolfsburg | Kleinster Kader: Bayern

Jupp Heynckes verweist seit Saisonbeginn immer wieder darauf, dass sein Kader quantitativ nicht gut besetzt ist. Wechselwilligen Spielern wie Ivica Olic und Danijel Pranjic wurde im Winter so keine Freigabe erteilt. In der Tat nutzt Heynckes den kleinsten Kader der Bundesliga. Nur 20 verschiedene Spieler setzte er im laufenden Wettbewerb ein, dazu gehört auch Takashi Usami, der 21 Minuten aus dem 2. Spieltag zählt. Die mit Abstand größte Kadertiefe hat - wen überrascht's - Felix Magath in Wolfsburg, der am Wochenende den 36. Spieler einsetzte und damit einen neuen Bundesliga-Rekord aufstellte.

Eingesetzte Spieler

# Verein Spieler
1 VfL Wolfsburg 36
2 SC Freiburg 29
3 Werder Bremen 28
4 FSV Mainz 05 27
5 1. FC Kaiserslautern 27
6 FC Augsburg 27
7 1. FC Nürnberg 26
8 1899 Hoffenheim 25
9 Schalke 04 25
10 VfB Stuttgart 24
11 Hamburger SV 24
12 1. FC Köln 23
13 Bayer Leverkusen 22
14 Hertha BSC 22
15 Borussia Dortmund 22
16 Hannover 96 22
17 Borussia M'gladbach 21
18 Bayern München 20

Leverkusen hat die Bank mit der meisten Erfahrung

Wie sieht es auf den Bänken der Bundesligisten aus? Wie stark ist das Team hinter der Startelf? Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass der durchschnittliche Ersatzspieler von Bayer Leverkusen die meiste Erfahrung aufweist. Addiert nominierte Leverkusen-Coach Robin Dutt in der bisherigen Bundesliga-Saison 116 Ersatzspieler, die im Durchschnitt die Erfahrung von 109,83 Bundesliga-Spielen hatten.

Dagegen hat der durchschnittliche Bayern-Ersatzspieler "nur" 71,03 Spiele Bundesliga-Erfahrung. Die Datenbank verrät also: Ribery hat Recht! In Sachen Bundesliga-Erfahrung sind die Ersatzspieler des FC Bayern nicht einmal in der Top 5 der Bundesliga. Schlusslicht ist der FC Augsburg mit einem Wert von 40,44.

#Verein Spieler Ø Spiele
1Bayer Leverkusen 116 109,83
2Hannover 96 120 105,43
3VfL Wolfsburg 120 102,48
4Borussia Dortmund 120 87,26
5Hamburger SV 120 84,53
6Schalke 04 120 75,91
7FC Bayern 120 71,03
8VfB Stuttgart 120 65,85
9Hertha BSC 120 58,33
10Borussia M'gladbach 120 56,51
11Werder Bremen 114 53,32
12SC Freiburg 120 52,73
131. FC Köln 119 51,44
141. FC Nürnberg 120 42,36
15FSV Mainz 05 120 42,26
161. FC Kaiserslautern 120 41,98
171899 Hoffenheim 119 40,58
18FC Augsburg 120 40,44

Leverkusen: Erfahren und torgefährlich

Doch es sind nicht nur die Spiele, die Bayer Leverkusen an die Spitze führt: Der durchschnittliche Leverkusener Bankspieler in dieser Saison hat 14,66 Bundesliga-Tore erzielt. Liga-Spitzenreiter Borussia Dortmund folgt mit 11,44 - auch ein Effekt des Ersatzspieler-Daseins von Lucas Barrios. Zumindest in dieser Wertung haben es die Bayern-Ersatzspieler in die Top 5 geschafft. 8,63 Tore erzielte der durchschnittliche Bayern-Ersatzspieler in der Bundesliga. Schlusslicht ist Kaiserslautern.

#Verein Spieler Ø Tore
1Bayer Leverkusen 116 14,66
2Borussia Dortmund 120 11,44
3VfL Wolfsburg 120 10,46
4FC Bayern 120 8,63
5Hamburger SV 120 6,92
6Werder Bremen 114 6,5
7VfB Stuttgart 120 6,37
8Schalke 04 120 5,24
9Hannover 96 120 4,5
101. FC Köln 119 3,97
11Borussia M'gladbach 120 3,49
121899 Hoffenheim 119 3,19
131. FC Nürnberg 120 2,97
14Hertha BSC 120 2,58
15FSV Mainz 05 120 2,43
16SC Freiburg 120 2,42
17FC Augsburg 120 2,18
181. FC K'lautern 120 1,26

Fazit: Gemessen an der Erfahrung und an der Anzahl der erzielten Tore hat Bayer Leverkusen die beste Kaderbreite der Bundesliga, während es beim FC Bayern an erfahrenen Ersatzleuten offensichtlich mangelt. Zu bedenken ist: Spieler wie Nils Petersen oder Takashi Usami, die bisher verschwindend geringe Bundesliga-Erfahrung aufweisen, beeinflussen diese Werte, während Leverkusen den Luxus bzw. die Breite hat, erfahrene Kräfte wie Michael Ballack oder Simon Rolfes immer wieder auf der Bank zu setzen.

Spielerwechsel-Analyse

Wenn die Trainer wechseln...

Wenig überraschend, dass die meisten Spielerwechsel in der zweiten Halbzeit vorgenommen werden. Spielerwechsel beeinflussen den Ausgang der Begegnungen entscheidend und haben Auswirkung auf die Tabelle. Die Bundesliga-Tabelle der 2. Halbzeit zeigt, dass der FC Bayern nach dem Seitenwechsel die erfolgreichste Mannschaft der aktuellen Saison ist, d.h. dass der FC Bayern mit am besten von den Spielerwechseln profitiert. Den gewaltigsten Sprung macht überraschender der SC Freiburg, das in der normalen Tabelle 16. ist, in der Rangliste der 2. Spielhälfte aber Platz sieben einnimmt.

2.H. Gesamt Verein Diff. Punkte
1 2 FC Bayern (+19) 43
2 3 Schalke 04 (+21) 42
3 4 Borussia M'gladbach (+11) 41
4 1 Borussia Dortmund (+15) 38
5 5 Werder Bremen (+4) 31
6 9 1. FC Köln (-9) 28
7 16 SC Freiburg (-6) 27
8 6 Bayer Leverkusen (0) 26
9 15 Hertha BSC (-3) 24
10 12 Hamburger SV (-4) 24
11 16 1. FC Kaiserslautern (-5) 24
12 14 1. FC Nürnberg (-6) 23
13 10 VfL Wolfsburg (-6) 22
14 13 FSV Mainz 05 (-8) 22
15 11 VfB Stuttgart (-4) 21
16 8 1899 Hoffenheim (-5) 19
17 17 FC Augsburg (-6) 19
18 7 Hannover 96 (-8) 16

Jokertore: Bayern ist ganz vorne

Die Tabelle der 2. Spielhälfte ist kein Zufall, wenn man auf die Rangliste der Jokertore blickt. Ganz vorne ist der FC Bayern mit acht Toren von eingewechselten Spielern, gefolgt vom SC Freiburg, der fünf Jokertore aufweist. Joker-König der Bundesliga ist Bayerns Arjen Robben mit drei Treffern, gefolgt von mehreren Spielern mit zwei Treffern wie Freiburgs Stefan Reisinger oder Robbens Teamkollege Ivica Olic. Auch Markus Rosenberg machte sich mit zwei Jokertoren wieder wie zu früheren Bremer Zeiten als Joker nützlich.

Die Joker-Tabelle der Bundesliga

# Verein Jokertore
1 Bayern München 8
2 SC Freiburg 5
Werder Bremen 5
4 VfL Wolfsburg 4
5 VfB Stuttgart 3
1. FC Köln 3
7 1. FC Nürnberg 2
FC Augsburg 2
Hamburger SV 2
FSV Mainz 05 2
11 Bayer Leverkusen 1
1. FC Kaiserslautern 1
Borussia Dortmund 1
Schalke 04 1
Borussia M'gladbach 1
Hertha BSC 1
17 Hannover 96 0
1899 Hoffenheim 0

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