Rückrundenvorschau: Werder Bremen

Wo bleibt die Konstanz?

Von Stefan Rommel
Mittwoch, 18.01.2012 | 16:44 Uhr
Auf Claudio Pizarro (2.v.r.) und Naldo (r.) fokussiert sich bei Werder Bremen vieles
© Imago
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Sa18:00
Die Highlights vom Samstag mit BVB, SVW, VfB & HSV
2. Liga
Sa15:30
Die Highlights der Samstagsspiele
Championship
Live
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Live
Swansea -
Man United
CSL
Live
Shanghai Shenhua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Die Bundesligisten bereiten sich auf die Rückrunde vor. In den Tagen vor dem Start in die zweite Saisonhälfte beleuchtet SPOX alle 18 Klubs. Dieses Mal: Werder Bremen.

So lief die Hinrunde

Werder hat nach der schlechten vorigen Saison den Anschluss nach oben wiederhergestellt. Im Sommer hatte Geschäftsführer Klaus Allofs eine Zweiklassengesellschaft in der Bundesliga prophezeit, entweder spiele man oben mit oder gegen den Abstieg. Bremen hat sich für die entspannte Variante entschieden und ist oben dabei.

Trainer Thomas Schaaf hat seiner Mannschaft einen neuen, alten Kurs verordnet, ist wieder zur Raute im Mittelfeld zurückgekehrt und liegt damit bisher auch richtig. Werder hat bei lediglich acht Heimspielen schon 21 Punkte geholt und ist damit im Schnitt die beste Heimmannschaft der Liga. Dem steht allerdings eine gruselige Auswärtsbilanz von nur acht Punkten aus neun Spielen und 22 Gegentoren gegenüber.

Die Mannschaft lieferte einige sehr ansehnliche Spiele ab, um dann nur eine Woche später völlig aus dem Ruder zu laufen. Fast scheint es, als wäre das Team zu schnell satt, gebe sich mit einem guten Spiel bereits zufrieden.

Ebenfalls ungewöhnlich: Mit Wiese, Arnautovic, Hunt (alle glatt Rot), sowie Sokratis (Gelb-Rot) flogen bereits vier Spieler vom Platz.

Trainer Schaaf: "Im optimalen Fall hätte mehr rausspringen können. Wir dürfen aber nicht vergessen, wie die letzte Saison verlaufen ist. Da ist viel Selbstverständnis in unserem Spiel verloren gegangen. Dass wir jetzt wieder auf einem erfolgreichen Weg sind, ist die wichtigste Erkenntnis."

Allerdings: Im Testspiel gegen Zweitligist Hansa Rostock setzte es eine 0:3-Niederlage, die vor allem bei Geschäftsführer Klaus Allofs für richtig schlechte Laune sorgte.

Das war gut

Die Grüppchenbildung innerhalb der Mannschaft wurde eingedämmt. Die Abläufe zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen funktionieren wieder besser, wenngleich auch nicht immer reibungslos.

Wichtige Spieler wie Clemens Fritz oder mit Abstrichen Aaron Hunt haben aus ihrem Leistungsloch gefunden, Marko Arnautovic zeigt mittlerweile zumindest in einigen Spielen sein großes Potenzial. Über allen spielerischen oder mannschaftstaktischen Verbesserungen stehen aber die Personalien Naldo und Claudio Pizarro.

Naldo ist Bremens überragender Abwehrspieler, an seiner Seite richten sich teilweise fahrige Kollegen wie Andreas Wolf oder Sebastian Prödl auf. Die starken Leistungen des Brasilianers nach langer Verletzungspause übertünchten so manche Defensivschwäche.

Pizarro ist mit zwölf Treffern und 17 Scorerpunkten die Allzweckwaffe im Sturm und auch im fortgeschrittenen Alter der wichtigste Einzelspieler im Kollektiv. Einen längeren Ausfall des Peruaners könnte die Mannschaft wohl nur schwer verkraften.

Trainer Schaaf versucht immer wieder, jungen Spielern aus der eigenen U 23 Einsatzzeiten zu geben - was in den letzten Jahren nur bedingt so war. Die Problemstellen hinten links und rechts konnten mit guten Transfers (Sokratis, Schmitz, Ignjovski) geschlossen werden.

Das muss besser werden

Die Auswärtsschwäche ist frappierend, dazu kommt, dass Werder gegen die Großen der Liga regelmäßig böse unter die Räder kommt. In diesen Spielen klaffen Anspruch (zumindest einiger Spieler) und Realität doch enorm weit auseinander.

Kaum zu erklären ist, dass sich die Mannschaft in den Auswärtsspielen wie schon seit gefühlten Ewigkeiten immer wieder nach demselben Muster auskontern lässt und bisweilen amateurhafte Fehler macht. Der Mannschaft fehlt es dann an Standfestigkeit, die Aufgabenverteilung innerhalb des Teams passt nicht mehr. Stattdessen lässt sie sich zu leicht vorführen und letztlich auch abschießen.

Hinter Pizarro kommt zu wenig, Rosenberg (fünf Tore) und Hunt (drei) sind dabei noch Bremens torgefährlichsten Spieler. Ein zweiter Stürmer neben dem Peruaner hat sich immer noch nicht etabliert. Ein Problem stellt oft auch die Kreativzentrale dar. Marko Marin ist nicht der Spieler fürs Zentrum hinter den Spitzen, Zugang Mehmet Ekici blieb bisher weit hinter den Erwartungen zurück.

Die Disziplinlosigkeiten sollten schnell abgestellt werden, die damit verbundenen langen Sperren haben der Mannschaft und dem jeweiligen Spieler in seiner Entwicklung (Arnautovic, Hunt) ziemlich geschadet.

Spieler im Fokus

Mehmet Ekici ist bisher nicht in Bremen angekommen. Der Regisseur war erst verletzt, fand dann nicht zu seiner Form. Für die relativ teure Ablöse hatten sich die Verantwortlichen mehr versprochen.

Immerhin ist der Spieler selbstkritisch genug, seine bisherigen Leistungen auch richtig einzuordnen. "Es war vieles neu für mich. Kollegen, Spielsystem, Laufwege. Dazu kam eine Verletzung in einer wichtigen Phase der Vorbereitung. Aber darauf will ich jetzt nichts mehr schieben. Ich bin lange genug bei Werder, um jetzt voll anzugreifen", sagte er vor einigen Wochen.

Ekici hat die Vorbereitung ohne größere Probleme absolviert und soll jetzt die bestimmende Figur in der Offensivzentrale werden.

Prognose

Werder liegt derzeit auf Rang fünf - sollte das bis zum Saisonende so bleiben, wären die Verantwortlichen recht zufrieden. Dafür muss die Mannschaft aber schnell ihre Inkonstanz ablegen und von langwierigen Verletzungen wichtiger Spieler verschont bleiben.

Der Druck von hinten (Leverkusen, Hannover, Stuttgart) ist nicht besonders groß, den Konkurrenten, die derzeit hinter Werder liegen, fehlt es ebenfalls an Konstanz. Nach oben dürfte allerdings nur bei einem wirklich optimalen Saisonverlauf noch etwas gehen.

Dafür sind die Champions-League-Plätze ein gutes Stück entfernt und vor allen Dingen die Mannschaften davor bisher zu ausgeglichen, als dass eine längere Schwächephase zu erwarten wäre.

Werder Bremen: Der Kader

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung