Diskussion um TV-Gelder

DFL-Chef Seifert kontert Rummenigge

SID
Mittwoch, 29.12.2010 | 13:27 Uhr
Pessimistisch hinsichtlich einer Erhöhung der TV-Gelder: DFL-Boss Christian Seifert
© Getty
Advertisement
Bundesliga
Fr23:00
Bayern-Wolfsburg: Die Highlights vom Freitag
Scottish Premiership
Sa13:00
Rangers-Celtic: Das Old Firm in Glasgow steht an!
Ligue 1
Live
Lille -
Monaco
Primeira Liga
Live
Porto -
Portimonense
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
CSL
Tianjin Teda -
Tianjin Quanjian
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby County -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Primeira Liga
Benfica -
Pacos Ferreira
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avai
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru

Der Pay-TV-Partner "Sky" schreibt weiter rote Zahlen und wird der Bundesliga auch bei der nächsten Ausschreibung der nationalen Medienrechte kaum mehr Geld bieten können als zuletzt. Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge fordert aber eine Verdopplung der Erlöse. DFL-Chef Christian Seifert ist da eher skeptisch.

Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge fordert trotz der Sky-Krise eine Verdopplung der TV-Erlöse, DFL-Chef Christian Seifert hält dies jedoch für illusorisch.

"Wir müssen realistisch bleiben. Die Marktbedingungen in Deutschland sind völlig andere als in England. Dort hat der Pay-TV-Partner fast zehn Millionen Kunden, macht sechs Milliarden Euro Umsatz und rund eine Milliarde Gewinn. Zum Vergleich: Unser Pay-TV-Partner Sky macht derzeit weniger als eine Milliarde Euro Umsatz. Deshalb kann momentan keiner davon ausgehen, dass Sky sein Angebot verdoppelt", sagte Seifert.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) will vor der Ausschreibung für die Bundesliga-Medienrechte ab der Saison 2013/2014 keine Luftschlösser bauen. Rummenigge hatte eine deutlich höhere Beteiligung der Spitzenklubs an den Erlösen aus der Auslandsvermarktung sowie eine Steigerung der Einnahmen aus den nationalen TV-Rechten gefordert.

"Wir müssen dahin kommen, statt unserer 400 Millionen Euro pro Jahr irgendwann 800 Millionen oder eine Milliarde Euro wie in den anderen Ligen zu bekommen", sagte Rummenigge, der die Bundesliga im Vergleich mit den anderen Topligen in Europa im Hintertreffen sieht: "In diesem Bereich ist die Bundesliga von den großen fünf Ligen mit Abstand Tabellenletzter."

Branchenkrösus Premier League

Die Bundesliga kassiert aus dem noch bis zur Saison 2012/2013 laufenden TV-Vertrag durchschnittlich 412 Millionen Euro jährlich. Dazu kommen derzeit rund 40 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung.

Die italienische Serie A und die spanische Primera Division erzielen rund 700 Millionen Euro, die französische Ligue 1 kann mit 670 Millionen Euro rechnen. Branchenkrösus bleibt die englische Premier League, die insgesamt 1,2 Milliarden Euro aus der Vermarktung ihrer Medienrechte erhält.

Während die Steigerung aus den nationalen Erlösen trotz möglicher neuer Sky-Konkurrenten wie YouTube, Yahoo, ESPN oder Apple voraussichtlich mehr als überschaubar bleiben wird, hat die Bundesliga bei der Auslandsvermarktung reichlich Wachstumspotenzial.

In der Saison 2005/2006 kam die Bundesliga nur auf zwölf Millionen Euro. Aktuell wird die 50-Millionen-Euro-Schallmauer in Angriff genommen. Die Premier League bekommt allerdings aus dem Ausland dann immer noch acht Mal so viel.

Weiterhin Vertrauen in TV-Partner Sky

"Die Erfolge der Premier League im Ausland sind schon seit Ende der 80er Jahre insbesondere durch das starke Engagement der Klubs geprägt. Auf diesem Gebiet hat die Bundesliga sicherlich lange Zeit zu wenig getan. Wenn man drei Jahre nach dem letzten Champions-League-Finale mit Bayer Leverkusen 2002 nur zwölf Millionen Euro Umsatz pro Jahr im Ausland gemacht hat, dann war das einfach nicht genug", sagte Seifert, der in den vergangenen fünf Jahren die Geschäfte der DFL auf internationaler Bühne forcierte.

Das Vertrauen in den Pay-TV-Partner Sky besteht trotz der Negativschlagzeilen im Jahr 2010 weiter. Derzeit scheint sich das Unternehmen zu erholen, bis zum Ende des Jahres sollen 45.000 weitere Kunden akquiriert werden. Ob aber auch in der nächsten Rechteperiode Sky der Pay-TV-Partner der DFL bleibt, ist offen.

Mehr Wettbewerb

"Wir vergeben die Medienrechte der bedeutendsten Sportliga in Deutschland. Dafür wird es immer Bieter geben wie zuletzt auch ESPN. Ob aber Yahoo, Apple, Google, YouTube oder andere Unternehmen bei der kommenden Ausschreibung tatsächlich mitbieten, ist derzeit noch nicht absehbar", betonte Seifert.

Offen ist auch die Zukunft der ARD-Sportschau. In Gesprächen mit dem Bundeskartellamt soll geklärt werden, ob es für oder gegen den Wettbewerb spricht, wenn die Sportschau ihre Zusammenfassung der Bundesligaspiele erst nach 20 Uhr senden darf.

Sollte die Sportschau verschoben werden, wäre ein etwaiger Pay-TV-Partner bereit, mehr Geld für die Rechte zu zahlen. Ob die Sportschau tatsächlich geopfert wird, kann Seifert noch nicht sagen: "Es ist definitiv zu früh, darüber zu spekulieren. Es ist aber sicher so, dass Wettbewerb jedem Sender gut tut - auch der ARD."

Holzhäuser auf Konfrontationskurs mit Watzke wegen TV-Geldern

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung