Müllers Entlassung und die Folgen

Ruttens Position weiter geschwächt

Von Stefan Rommel
Donnerstag, 12.03.2009 | 12:35 Uhr
Schalke-Trainer Fred Rutten weint dem entlassenen Manager Andreas Müller nach.
© Getty
Advertisement
Copa Sudamericana
Libertad -
Independiente
Championship
Ipswich -
Sheffield Wed
Copa Libertadores
Gremio -
Lanus
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Coppa Italia
Udinese -
Perugia
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Championship
Millwall -
Sheff Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
Torino -
Atalanta
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua

Nach dem Rauswurf von Schalke-Manager Andreas Müller werden immer mehr pikante Details bekannt. Die Position von Trainer Fred Rutten wurde geschwächt und Aufsichtsratschef Clemens Tönnies dachte nach dem Pokal-Aus an Rudi Assauer.

UPDATE Fred Rutten kann sich mit seiner neuen Rolle auf Schalke, Trainer und Manager in Personalunion zu sein, nicht anfreunden. Der Niederländer weint Andreas Müller eine Träne nach. "Andi war mehr als mein Chef. Es ist sehr emotional. Aber wir müssen Profis sein", sagte Rutten.

Die Position des Trainers wurde durch Müllers Entlassung indes keineswegs gestärkt. Aufsichtsratschef Tönnies bestätigte dem "kicker", Müller nach dem Pokal-Aus in Mainz darauf hingewiesen zu haben, welche Maßnahmen dessen Vorgänger Rudi Assauer ergriffen hätte, nämlich den Trainer zu feuern. Tönnies betonte zwar, Müller diesen Schritt nicht empfohlen zu haben, doch allein der Gedanke ist ein Indiz dafür, dass Ruttens Job am seidenen Faden hängt.

Auch Bruchhagen sagt ab

Eine Niederlage am Freitag beim VfL Wolfsburg kann sich der Coach wohl nicht erlauben, wenn er seinen Job behalten will.

Bei der Manager-Suche will sich Tönnies Zeit lassen. Ebbe Sand und Olaf Thon kommen laut Tönnies nicht infrage, Oliver Kahn und Heribert Bruchhagen haben bereits abgesagt.

Das Anforderungsprofil für den Neuen bietet ein weites Spektrum. Doch im Augenblick scheint es, als müsse Müllers Nachfolger vor allem für die Fans gut vermittelbar sein - und natürlich auch bezahlbar. Namen gibt es aber weiterhin reichlich. Von hoch seriös bis extrem abwegig. Ein Überblick.

Kandidat mit Stallgeruch

Marc Wilmots: "Früher hatten wir auf Schalke auch einen starken Mann, der die Richtung vorgab - und die anderen folgten. Das war die Basis für den Erfolg", sagte Wilmots am Montag im "Kicker". Insofern nimmt er sich damit selbst aus dem Spiel. Denn der geforderte starke Mann ist der Belgier nicht und überdies noch unerfahren. Das ehemalige Senatsmitglied der belgischen Regierung ist bei den Fans allerdings noch immer hoch angesehen und bis heute das Sinnbild der Eurofighter von 1997.

Die klassischen Varianten

Rolf Rüssmann: Eine Schalker Institution. Über 300 Bundesligaspiele für Königsblau, dazu bereits zwischen Februar und August 1987 schon einmal Manager auf Schalke. Rüssmann hat schon zehn Jahre Managererfahrung auf dem Buckel (neben Schalke auch bei Borussia Mönchengladbach und beim VfB Stuttgart) und den Lokalkolorit, den sich Tönnies und Co. wohl auch wünschen. Allerdings ist Rüssmann nach seinem Rauswurf beim VfB vor sechs Jahren ohne Job im Profigeschäft.

Peter Pander: Die Allzweckwaffe. Pander war bereits beim VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach als Manager aktiv, verfügt also über genügend Erfahrung. Allerdings ist der 58-Jährige nicht die erhoffte 1A-Lösung, bringt kein Renommee mit und hat auch bei seinen vorigen Stationen keine großen Erfolge aufzuweisen.

Christian Hochstätter: Wurde erst vor einigen Wochen bei Hannover 96 entlassen und wäre damit ebenfalls sofort zu haben. Hat schon sieben Jahre Erfahrung bei Hannover und in Gladbach gesammelt. Allerdings gilt auch für Hochstätter: Kein Hochkaräter.

Jörg Schmadtke: Schied im Oktober im Unfrieden vom Zweitligisten Alemannia Aachen. Davor hatte Schmadtke sieben Jahre lang hervorragende Arbeit auf dem Tivoli geleistet und gezeigt, dass er ein klares Konzept auch vernünftig umsetzen kann. Allerdings wäre der Sprung ins Haifischbecken auf Schalke ein enorm großer Schritt und ein Wagnis zugleich. Interesse scheint Schmadtke durchaus zu haben. "Ich habe lange genug ausgesetzt", sagte der 44-Jährige. Auf die Frage nach Kontakten zu Schalke antwortete er: "Man kennt sich." Grundsätzlich sei er interessiert, "aber dazu gehören immer zwei Seiten".

Die Kandidaten in Doppelfunktion

Fred Rutten: Der Trainer und Interims-Manager bleibt in beiden Ämtern. Ein sehr unwahrscheinliches Szenario, da selbst sein Verbleib als Trainer nach der Saison momentan am seidenen Faden hängt.

Huub Stevens: Seit Stevens vor ein paar Wochen das Aus beim PSV Eindhoven ereilte, geistert sein Name in schöner Regelmäßigkeit durch Gelsenkirchen. Stevens könnte nach englischem Vorbild - wie übrigens etliche seiner holländischen Kollegen auch - Trainer und Manager in einer Person werden. Felix Magath macht beim VfL Wolfsburg derzeit vor, dass das durchaus funktionieren kann.

Louis van Gaal: Der General wäre für viele Schalker ein Traum. Van Gaal ist ein harter Hund, mit einem außerordentlichen Gespür für Talente und würde als Ex-Coach von Ajax Amsterdam und dem FC Barcelona das gewünschte Flair mit in den Ruhrpott bringen. Mit seinem derzeitigen Klub AZ Alkmaar dominiert van Gaal die Eredivisie mit elf Punkten Vorsprung und steht vor dem ersten Titelgewinn seit beinahe 30 Jahren. Van Gaals Vertrag bei AZ läuft aber noch bis Sommer 2010.

Jacobson "Co" Adriaanse: Noch ein Niederländer. Adriaanse steht für Offensivfußball, sorgte mit Alkmaar vor einigen Jahren für Aufsehen und holte danach mit dem FC Porto zwei Titel. Im Sommer 2008 beerbte er Giovanni Trapattoni in Salzburg und steht mit Red Bull kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft. Sein Vertrag in Salzburg läuft im Sommer aus.

Dick Advocaat: Eine echte Hausnummer. Advocaat ist bei UEFA-Cup-Sieger Zenit St. Petersburg der Alleinherrscher, also Trainer und Manager in einer Person. Vor ein paar Wochen wurde er mit der russischen Nationalmannschaft in Verbindung gebracht, weil deren Coach Guus Hiddink als Interimslösung beim FC Chelsea angeheuert hatte. Advocaat lehnte aber ab. Advocaats Vertrag in Russland läuft noch anderthalb Jahre - aber zwischen St. Petersburg und Schalke besteht seit dem Deal mit Hauptsponsor Gazprom ja eine ganz besondere Beziehung...

Die sehr unwahrscheinlichen Varianten

Klaus Allofs: Auch Mister Bremen war vor ein paar Monaten mal im Gespräch. Allerdings legte Werder damals schon ein klares Veto ein. Im Sommer wird Bremens Kader komplett umgekrempelt und Allofs soll der Baumeister des neuen Werder sein. Zudem wird Allofs auch immer wieder als Nachfolger des Ende des Jahres scheidenden Uli Hoeneß bei den Bayern gehandelt.

Andreas Möller: Turbo-Andi ist seit August 2008 Manager beim Drittligisten Offenbacher Kickers und macht beim OFC einen richtig guten Job. Im Sommer 2000 landete Schalke mit der beinahe sensationellen Verpflichtung Möllers von Borussia Dortmund schon einmal einen echten Kracher.

Rudi Assauer: Der Vorgänger Müllers war am Ende auch sein schärfster Kritiker. Assauer meldete sich immer wieder zu Wort, besonders in Krisenzeiten. Damit hat er sich innerhalb des Klubs viele Feinde gemacht. Allerdings ist auch Faktum: Unter Assauer hatte Schalke so viel Erfolg wie nie.

Schalke beurlaubt Manager Andreas Müller

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung