Die Gnadenlosen jagen den Glücksritter

Von Alexander Mey
Montag, 30.05.2011 | 09:38 Uhr
Sebastian Vettel hat in Monaco seine fünfte Pole und seinen fünften Sieg 2011 gefeiert
© Getty
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Sebastian Vettels erster Sieg in Monaco war das Ergebnis eines Fehlers. Zu seinen großartigen Leistungen kommt nun auch noch Glück dazu. Der WM-Titel ist statistisch sicher, die Gegner werden gnadenloser.

Mission Vettel stoppen. Ausgerechnet Red-Bull-Kollege Mark Webber hatte sie nach Lewis Hamiltons Sieg in China ausgerufen. Alle Kollegen müssten alles daran setzen, den Lauf von Sebastian Vettel zu stoppen, sagte der Australier. Im Interesse der Spannung in der WM.

Das Ergebnis seiner Ansage: Vettel steht nach dem Monaco-GP bei fünf Siegen und einem zweiten Platz in sechs Rennen. Er hat 143 von 150 möglichen Punkten geholt und 58 Zähler Vorsprung auf den Zweiten Hamilton.

Noch nie in der Geschichte der Formel 1 ist ein Fahrer, der fünf der ersten sechs Rennen gewonnen hat, nicht Weltmeister geworden. Jenson Button (2009), Michael Schumacher (1994, 2002, 2004), Nigel Mansell (1992), Jackie Stewart (1969) und Jim Clark (1965) ließen sich allesamt nach einem derartigen Lauf den Titel nicht mehr nehmen.

Vettel: "Es ist eine unheimliche Ehre"

Jetzt wird Vettel in einem Atemzug mit derartigen Größen genannt. Sogar mit Ayrton Senna und Graham Hill. Denn nach seinem ersten Sieg im Fürstentum wurde er direkt darauf angesprochen, ob er die Rekorde von Senna (6 Siege), Hill und Schumacher (beide 5 Siege) in Monaco brechen möchte.

Er antwortete ganz bescheiden: "Es ist eine unheimliche Ehre, sich unter Namen wie Ayrton Senna und Graham Hill einzureihen und Teil des Ganzen zu werden."

Red Bull gibt Vettel die falschen Reifen

Dass er das geschafft hat, hat er einem Fehler seines Teams und einer mutigen Entscheidung zu verdanken. Es begann mit seinem ersten Boxenstopp in Runde 16. Der sollte nämlich keineswegs sein einziger bleiben.

Red Bull wollte ihm eigentlich auch für den zweiten Stint die superweichen Reifen aufziehen, doch das Team vertat sich, weil der Funk zwischen Kommandostand und Box nicht funktionierte. So kam es zu Verwirrung und Vettel erhielt die härtere Mischung anstatt der weicheren. Das gleiche Funkproblem zerstörte danach Webbers Rennen, weil die Mechaniker nicht auf sein Kommen vorbereitet waren.

Auf den falschen Reifen verlor Vettel gegenüber Jenson Button rasant an Boden. Als der McLaren-Pilot schon seinen zweiten Stopp hinter sich hatte und Vettel noch nicht lange genug auf den härteren Reifen unterwegs war, brachte die erste Safety-Car-Phase alles durcheinander.

Vettel hört nicht auf sein Team

Vettel kam nicht an die Box und hatte danach Button und Fernando Alonso mit wesentlich frischeren Reifen im Nacken. Wäre er nun, wie vom Team gefordert, zum geplanten zweiten Stopp rein gekommen, hätte er die beiden ziehen lassen müssen und wäre Dritter geworden.

Aber Vettel wollte unbedingt seinen ersten Monaco-Sieg und ist gegen den Willen seiner Ingenieure draußen geblieben. "Wir haben einiges riskiert, wurden am Ende aber dafür belohnt", sagte Vettel.

Alonso hätte Crash in Kauf genommen

Belohnt insofern, dass das Rennen wegen eines Massenunfalls sechs Runden vor Schluss unterbrochen wurde. Vettel durfte während der Zwangspause auf der Start- und Zielgeraden neue Reifen aufziehen und ersparte sich so knappe 20 Kilometer Angriffe von Alonso und Button.

Und die wären sehr gnadenlos ausgefallen, zumindest was Alonso betrifft. Der wetzte nach dem Rennen verbal die Messer, als er klarmachte: "Ich habe nichts zu verlieren, weil ich die WM nicht anführe. Ich hätte versucht, das Rennen zu gewinnen. Und wenn es gekracht hätte, hätte es eben gekracht."

Hamilton rastet vor Kameras aus

Die Töne der Vettel-Verfolger werden schärfer. Allen voran die von Hamilton, der nach dem "schlimmsten Wochenende meiner Karriere", wie er es nannte, im "BBC"-Interview seinem unendlichen Frust freien Lauf ließ.

Hamilton bleibt zwar der erste Verfolger von Vettel in der Fahrerwertung, aber er hat sich mit seinen Aktionen in Monaco keine Freunde gemacht. Zum Beispiel ist kaum anzunehmen, dass Felipe Massa in einem Zweikampf der beiden irgendwann einmal zurückstecken wird.

Vettel "hat das Glück des Tüchtigen"

Während weit hinter ihm die Fetzen fliegen, hat Vettel die Gelassenheit eines Weltmeisters. Sie ist es, die ihn zusammen mit der Zuverlässigkeit seines Autos und dem Quäntchen Glück, das er in den beiden Jahren davor nicht hatte, im Moment fast unschlagbar macht.

"Er hat das Glück des Tüchtigen", sagte sein Kumpel Michael Schumacher. Und der kennt sich mit Vettels Situation bestens aus. 2004 hat er 12 der ersten 13 Rennen gewonnen. 2002 krönte er sich sechs Rennen vor Saisonende zum Weltmeister.

So weit ist Vettel noch nicht. Aber bleiben ihm Können, Gelassenheit und Glück auch weiterhin nur halbwegs treu, darf er sich schon einmal mit dem Gedanken anfreunden, bald Doppel-Weltmeister zu sein.

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

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