Formel 1

Vettel zu Ferrari? "Sag niemals nie"

Von Jan-Hendrik Böhmer
Holt Michael Schumacher (r.) Sebastian Vettel zu Ferrari?
© xpb

Ferrari kann sich offenbar tatsächlich eine Verpflichtung von Sebastian Vettel vorstellen. Das ließ Teamchef Stefano Domenicali gegenüber "Autobild Motorsport" durchblicken.

Demnach antwortete Domenicali auf die Frage des Magazins, ob er Vettel eines Tages gerne in einem der roten Boliden sehen würde, lediglich mit: "Sag niemals nie." Das ist zwar noch lange kein klares Angebot, doch ein Dementi der zuletzt aufgeflammten Gerüchte um einen möglichen Wechsel des Deutschen zur Scuderia hört sich anders an.

Besonders da der Italiener anschließend nicht mit Lob an Vettel sparte. "Ich mag ihn sehr, weil er einen sehr positiven Charakter hat und sehr unabhängig ist. Für sein Alter ist er sowohl in technischer als auch mentaler Hinsicht extrem weit", so Domenicali.

Und selbst bei Ferrari-Berater Michael Schumacher hat das Team offenbar bereits ein Statement zu Vettels Qualitäten eingeholt. "Ich weiß, dass Michael sehr viel von ihm hält. Er hat keine Zweifel, wie gut Sebastian ist", erklärt der Ferrari-Teamchef.

Zuletzt hatte die spanische Sportzeitung "AS" berichtet, dass Vettel ab 2011 zur Scuderia stoßen könnte. Dann laufen die Verträge mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen aus.

Weitere Wechselgerüchte aus der Formel 1 im Überblick:

Red Bull will Webber halten - aber nicht um jeden Preis: Mark Webber soll auch 2010 an der Seite von Sebastian Vettel an den Start gehen. Das verriet Teamchef Christian Horner dem britischen Fachmagazin "Autosport". "Wir werden in Kürze mit ihm über einen neuen Vertrag sprechen", so Horner. "Er ist sehr wichtig für unser Team."

Wichtig ja, doch nicht unersetzbar. Gerüchten zufolge will der Australier einen längerfristigen Vertrag, Red Bull ihn aber nur kurzfristig binden. Sebastien Buemi steht als potentieller Nachfolger bereits in den Startlöchern. Außerdem muss Red Bull offenbar seine Kosten reduzieren - und daher an der Gehaltsschraube drehen.

Trotzdem: Ein neuer Vertrag ist äußerst wahrscheinlich.

Christian Klien als Heidfeld-Ersatz? Glaubt man den Berichten diverser österreichischer Medien, so besitzt der 26-Jährige bereits einen Vertrag, der ihm für 2010 einen Platz als Stammfahrer garantiert. Aktuell ist Klien BMW-Testfahrer und könnte in der kommenden Saison Nick Heidfeld ersetzen. Der Österreicher selbst will dazu noch keine Stellung nehmen. "Über den Transfermarkt zu reden ist noch viel zu früh", wird er zitiert.

Robert Kubica zu Brawn GP? Vielleicht will BMW Klien aber auch als Ersatz für Robert Kubica. Denn wie "Crash.net" berichtet, wird Kubica in der französischen Presse (wie Nico Rosberg) als Nachfolger von Rubens Barrichello bei Brawn GP gehandelt. Dass er aktuell bei BMW-Sauber unzufrieden ist, ließ er bereits mehrfach durchblicken. "Ich will mich immer verbessern. Immer besser werden. Und im Moment gelingt uns der große Schritt einfach nicht", so Kubica auf der offiziellen Formel-1-Website. "Und so hilfreich es auch ist, auch diese Erfahrung einmal zu machen, lange möchte ich das nicht mehr tun müssen."

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