Blick auf die WM 2012

Keine längere Vorbereitungszeit für Krupp

SID
Mittwoch, 10.11.2010 | 13:04 Uhr
Muss sich auf eine kürzere Vorbereitung für die WM 2012 einstellen: Uwe Krupp
© Getty
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Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp bekommt nicht wie gewünscht mehr Vorbereitungszeit für die WM 2012. Die DEL will stattdessen die Spieltage unter der Woche weiter reduzieren.

Der Wunsch von Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp nach mehr Vorbereitungszeit mit seiner Mannschaft wird sich nicht erfüllen. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) wird stattdessen in der Saison 2011/2012 die Chance nutzen, die unprofitablen Wochenspieltage auf ein Minimum zu reduzieren. Eine Verlängerung der Vorbereitungszeit für das DEB-Team auf die WM 2012 in Finnland und Schweden ist nicht vorgesehen.

Krupp hatte zuletzt immer wieder für eine Verkürzung der DEL-Saison plädiert. "Es kann doch nicht sein, dass wir auf ein frühes Ausscheiden einer Mannschaft wie Berlin oder Mannheim hoffen müssen, nur damit ich meine Stammspieler rechtzeitig zusammenhabe", sagte Krupp der "Sport-Bild".

DEL schaut auf sich selbst

Die DEL schaut aber in erster Linie auf sich selbst. "Das Problem aller europäischen Topligen ist, dass jedes Jahr eine WM stattfindet. Das führt zu Einnahmeverlusten. Es ist vertraglich vereinbart, dass die Saison zehn Tage vor WM-Beginn endet. Daran halten wir uns und planen die Spielzeit rückwärts", sagte Jörg von Ameln, bei der DEL zuständig für den Spielbetrieb.

Die Reduzierung der Liga gibt der DEL ein bisschen Luft, die in erster Linie genutzt wird, um sich von den verlustreichen Spieltagen am Dienstag und Mittwoch zu verabschieden. Bis zu 30 Prozent weniger Zuschauer kommen unter der Woche in die Arenen. Das führt zu Millionenverlusten.

Krupp spricht Klartext

"Wir kommen dem DEB ja schon entgegen und verzichten darauf, die Play-offs komplett in Best-of-seven'-Serien zu spielen. Zudem erlaubt der neue Spielplan mehr Maßnahmen der Nationalmannschaft während der Saison", sagte von Ameln.

Glücklich wird das den Bundestrainer nicht machen. Der stellte noch einmal klar: "In der DEL sollte inzwischen auch den Letzten klar geworden sein, wie wichtig eine erfolgreiche Nationalmannschaft für das deutsche Eishockey ist. Wenn Hannover DEL-Meister wird, ist das toll, aber in Bad Tölz kratzt das niemanden. Nur über die Nationalmannschaft erzielen wir bundesweite Aufmerksamkeit."

DEG trennt sich von Fenton

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