Suche...
NBA

Playoffs, Baby!

Von Philipp Jakob
Nach einer starken Leistung von Monta Ellis stehen die Mavs in den Playoffs
© getty

Nach einem fantastischen Spiel und dem 101:98-Sieg (BOXSCORE) gegen die Phoenix Suns (47-33), stehen die Dallas Mavericks (49-32) nun sicher in den Playoffs. Angeführt von einem ganz starken Monta Ellis holen sich die Mavs trotz eines zwischenzeitlichen 13-Punkte-Rückstands und einem zu Beginn schwächelnden Dirk Nowitzki den Sieg.

Nur 2 Punkte standen nach den ersten 24 Minuten auf dem Konto des Würzburgers, der mit der intensiven Verteidigung der Suns schwer zu kämpfen hatte. Mit Nowitzki unter Kontrolle erarbeitete sich Phoenix zwischenzeitlich einen 13-Punkte-Vorsprung und profitierte dabei unter anderem von einem starken Beginn von Channing Frye.

Der Power Forward versenkte die ersten 4 seiner Feldwürfe - alle von Downtown - und kam am Ende auf 21 Punkte und 6 Rebounds. Überragender Akteur auf Seiten der Gäste war allerdings Eric Bledsoe.

Während sein Backcourt-Kollege Goran Dragic (13 Punkte, 4 Assists) sowie die Reservisten um Gerald Green (9 Punkte, 7 Rebounds) und Markieff Morris (8 Punkte, 6 Rebounds, 2/8 FG) schwächelten, überzeugte Bledsoe mit 29 Zählern bei fabelhaften Wurfquoten von 73,3 Prozent (11/15) nahezu restlos. Neben seinem Scoring bereicherte er das Spiel der Suns auch noch mit 6 Assists, 4 Rebounds und 4 Steals, leistete sich allerdings auch 7 Turnover.

In der zweiten Hälfte hatten die Suns dann auch noch mit einem deutlich verbesserten Dirk Nowitzki zu kämpfen, der am Ende doch noch 23 Punkte und 8 Rebounds beisteuerte. Bedanken darf er sich aber trotzdem bei Monta Ellis, der mit seinen 37 Punkten klar der beste Spieler auf dem Parkett war.

Folge NBA.de bei Twitter und bekomme alle News - auch Dirk Nowitzki ist dabei!

Des Weiteren machte Vince Carter 10 Punkte und hat sich damit auf Platz 25 der All-Time-Scoring-Liste vorgearbeitet. Auch Brandan Wright zeigte eine gute Leistung (12 Punkte, 11 Rebounds) und sicherte mit einem Block gegen Bledsoe in der letzten Minute den Sieg.

Der Rest der Mavericks enttäuschte dagegen weitestgehend. Jose Calderon stand nur 17 Minuten auf dem Court und erzielte keinen einzigen Punkt. Auch Devin Harris (3 Punkte, 6 Assists) hat schon einmal bessere Leistungen gezeigt.

Die Reaktionen:

Rick Carlisle (Mavs-Coach): "Der Grund, warum wir gewonnen haben, ist das wir einen der besten Spieler auf dem Planeten haben: Dirk. Und weil Monta Ellis, wenn wir ihn am dringensten gebraucht haben, Verantwortung übernommen hat und sein bestes Spiel des Jahres gemacht hat."

Dirk Nowitzki (Mavs): "Es fühlte sich so an, als ob die Playoffs dieses Jahr ein wenig früher begonnen hätten. Hier wollten wir hin, auf die große Bühne der Playoffs."

Eric Bledsoe (Suns): "Wir müssen positiv bleiben. Das war eine richtige Playoff-Atmosphäre. Ich glaube, jeder hat heute alles gegeben."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Bei den Mavericks sieht man die gleichen Gesichter in der Starting Five wie eigentlich die gesamte Saison über: Calderon, Ellis, Shawn Marion, Nowitzki und Samuel Dalembert. Für Phoenix starten Dragic und Bledsoe im Backcourt sowie P.J. Tucker, Channing Frye und Miles Plumlee.

5.: Die Suns starten extrem heiß von Downtown. 3 von 3 Dreier finden den Weg durch die Reuse - und alle kommen von Channing Frye! Ein Steal von Eric Bledsoe und der anschließende Layup sorgen für eine 13:8-Führung für die Suns.

12.: 9 Sekunden vor Schluss des ersten Viertels bringt Shane Larkin die Mavs mit einem Dreier aus der Ecke zum ersten Mal in der Partie in Führung. Mal schauen, ob Dallas das Momentum jetzt auch in den zweiten Spielabschnitt übertragen kann - 27:26 Mavericks.

16.: Nowitzki erlebt bisher einen sehr ruhigen Abend. Von dem Deutschen ist bisher noch nicht allzu viel zu sehen. Währenddessen hat Vince Carter mit einem Dreier die Top 25 der All-Time-Scoring-Liste geknackt - 33:30 Dallas.

21.: Offensiv geht für die Mavericks gerade gar nichts. Auf der anderen Seite trifft Phoenix dagegen fast nach Belieben und kann sich ein wenig absetzen. Mavs-Coach Carlise nimmt die Auszeit - 47:40 Suns.

Der LEAGUE PASS jetzt deutlich günstiger! Schaue alle Spiele - inklusive Playoffs!

28.: Nowitzki trifft endlich mal wieder! Trotz guter Verteidigung von Frye bringt der Deutsche die nächsten 2 Punkte auf sein Konto. Direkt im nächsten Angriff leistet er sich aber seinen dritten Turnover. Soweit ein Abend zum Vergessen für Nowitzki - 61:50 Phoenix.

32.: Carter verliert erst durch einen dämlichen Turnover den Ball, holt in sich aber sofort wieder zurück. Sein starker Einsatz wird von einem Dreier von Ellis am anderen Ende belohnt. Ähnliches Bild im nächsten Angriff für die Mavs: Gleiche Ecke, gleicher Spieler, gleiches Resultat. Monta Ellis bringt Dallas wieder ins Spiel - nur noch 69:64 Phoenix.

39.: Mit seinem patentierten, einbeinigen Fadeway mach Nowitzki da weiter, wo er im dritten Viertel aufgehört hat. 16 Punkte hat der Deutsche jetzt in der zweiten Hälfte erzielt. Danach ist es aber wieder einmal Ellis, der die Mavs bis auf einen Punkt heran bringt - 85:84 Suns.

42.: Nach einem starken Pass von Ellis zu Nowitzki sorgt der Deutsche mit einem weit offenen Layup für die Führung für Dallas. Mal abgesehen von Bledsoe kann bei den Suns momentan eigentlich niemand punkten - und der Ex-Clipper sitzt auf der Bank. Die Mavs liegen mit 88:87 in Front!

45.: Bei den Suns geht momentan wirklich gar nichts mehr. In den letzten 5 Minuten kommt Phoenix auf nur ganz magere 2 Punkte. Derweil rastet die Halle nach einem Dreier von Devin Harris komplett aus. Machen die Mavs heute die Playoffs perfekt? Es sieht zumindest mal gut aus - 97:89 Dallas.

47.: Nach einer kurzen Schrecksekunde für die Mavs-Fans, steht Nowitzki wieder auf dem Parkett. Zuvor war er mit dem linken Knöchel umgeknickt und musste behandelt werden. In den wichtigen Minuten ist er jetzt aber wieder dabei und wird auch noch dringend benötigt. Die Suns verkürzen nämlich wieder auf 2 Punkte, nachdem Ellis den Spalding wegschmeißt - 99:97 Dallas.

48.: Wow! Bledsoe verwirft einen Freiwurf zum möglichen Ausgleich. Auf der anderen Seite schmeißt Carter aber einen hässlichen Airball Richtung Ring, doch Phoenix kann daraus keinen Profit schlagen - vorerst. Denn im nächsten Angriff bekommt natürlich wieder Bledsoe den Spalding, zieht zum Korb, setzt zum Korbleger an... und wird von Brandan Wright geblockt! Monta Ellis verwirft anschließend schon den zweiten wichtigen Freiwurf, doch Markieff Morris setzt einen Dreier kurz vor Schluss nur an den Ring. Unglaubliches Spiel - Dallas gewinnt mit 101:98 und steht in den Playoffs!

Dallas Mavericks vs. Phoenix Suns: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Monta Ellis. Der 28-Jährige legte eine fantastische Partie hin. Besonders in der ersten Halbzeit, als Nowitzki noch eine Menge Probleme hatte, hielt er die Mavericks alleine im Spiel. Aber auch als der Deutsche im weiteren Spielverlauf aufdrehte, verlor Ellis nichts von seinem Feuer.

Seine 15 erfolgreichen Field Goals (bei 23 Versuchen) sind ein neuer Saisonbestwert. Des Weiteren verzeichnete Ellis einige extrem wichtige Plays in der Defense. So holte er sich 2 Steals und nahm ein Charge. In Verbindung mit seinen 37 Punkten war das eine ganz starke Leistung - auch wenn er es am Ende an der Freiwurflinie nicht mehr so spannend hätte machen müssen.

Der Flop des Spiels: Gerald Green. Von dem eigentlich so potenten Scorer war eigentlich den ganzen Abend nichts zu sehen. Nur 9 Zähler, kein Assist und 3 Turnover (aber immerhin 7 Rebounds), standen am Ende im Boxscore für den 28-Jährigen. Da neben Bledsoe aber kein Suns-Akteur so richtig für offensive Gefahr sorgen konnte (mit Abstrichen noch Channing Frye), wäre ein starkes Auftreten von Green immens wichtig gewesen. Aber wie gesagt, in Sachen Scoring hätten bei Phoenix auch andere noch mehr liefern müssen.

Das fiel auf:

  • In den ersten paar Minuten sorgten nicht die üblichen Verdächtigen wie Nowitzki, Ellis, Dragic oder Bledsoe für Aufsehen. Vielmehr waren es zwei Big Men: Channing Frye auf Seiten der Suns und Samuel Dalembert bei den Mavs. Dalembert stellte eine wichtige Präsenz in der Zone dar - sowohl offensiv als auch defensiv - und verhinderte mit seinen 6 frühen Punkten und einem klasse Block, dass sich die Suns zu weit absetzen konnten. Diese hatten zu Beginn nämlich einen unglaublich heißen Frye in ihren Reihen, der den Mavs in den ersten paar Minuten 4 Dreier um die Ohren ballerte.
  • Dirk Nowitzki wurde von den Suns in der ersten Hälfte komplett aus dem Spiel genommen. Sobald der Deutsche den Spalding im Post erhielt, kam ein zweiter Verteidiger, der Nowitzki das Leben extrem schwer machte. Der 35-Jährige traf nur 1 seiner 5 Feldwürfe für magere 2 Punkte und leistete sich zudem auch noch 2 Turnover.
  • In den meisten Fällen schafften es die Mavericks aber noch nicht einmal, den Ball zu Dirk in den Post zu bekommen. Die Verteidiger der Suns (meist Plumlee oder Marcus Morris) gaben sich redlich Mühe, sich vor Nowitzkli zu platzieren, um den Passweg von vornherein zuzustellen. Auch der jeweilige Guard, der den Ballführer verteidigte, ließ meistens relativ viel Abstand zu seinem Gegenspieler. So fungierte er als weiteres Hindernis im Passweg und verhinderte damit ein Anspiel in den Post.
  • Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchte Dallas kurzzeitig, die Offensive der Suns mit einer Zonenverteidigung einzuschränken. Dies gelang auch für wenige Minuten, nachdem dann aber Jose Calderon im Post von Marcus Morris herumgeschubst wurde, gab Coach Carlisle diesen Versuch auch relativ schnell wieder auf.
  • Besonders im dritten Viertel, aber auch insgesamt in der zweiten Spielhälfte, zeigte sich Nowitzki (21 Punkte in der zweiten Halbzeit) dann stark verbessert. Er wurde besser freigespielt, traf seine Würfe und vor allem das Pick & Roll mit Monta Ellis sorgte immer wieder für extrem viel Gefahr. Zu einem Zeitpunkt im Schlussabschnitt waren die beiden für 33 der letzten 39 Punkte der Mavericks verantwortlich.
  • Vince Carter darf sich jetzt auch ganz offiziell als einer der 25 besten Scorer in der NBA-Geschichte bezeichnen. Mitte des zweiten Viertels überholte der 37-Jährige den ehemaligen Small Forward Adrian Dantley. Dieser kam in seiner 16 Jahre andauernden Karriere auf 23.177 Punkte. Carter steht aktuell bei 23.181 Zählern.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung