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NBA: Russell Westbrook vor Abschied und Trade aus Oklahoma City? Die Realität erhält Einzug

Russell Westbrook hat noch bis 2023 einen gültigen Vertrag.

Russell Westbrook war über Jahre der Star, der den Oklahoma City Thunder die Treue gehalten hat. Nun sind die Thunder aber in einer Sackgasse angekommen und denken anscheinend über einen Trade des MVPs von 2017 nach. SPOX analysiert Westbrooks Situation und blickt auf die möglichen Destinationen des Point Guards.

Eine Beziehung zu führen ist nicht leicht, sei es im privaten Leben oder auf beruflicher Ebene. Mal stimmt es auf persönlicher Ebene nicht, mal gibt es unterschiedliche Vorstellungen über die gemeinsame Zukunft. Auch in der NBA existieren Beziehungen, stärkere und schwächere. LeBron James wird für immer mit Dwyane Wade verbunden sein, Stephen Curry bei einem anderem Team als den Golden State Warriors ist ebenso wenig vorstellbar.

Ähnliches galt bis zum Wochenende auch für Russell Westbrook und die Oklahoma City Thunder. Nach dem Abgang von Kevin Durant war es der Point Guard, der die letzte Brücke vom Umzug der Seattle SuperSonics nach Oklahoma schlug. Zwar trug Westbrook nie das Sonics-Jersey, doch im Draft 2008 bekam der frühere UCLA-Student die grüne Seattle-Cap aufgesetzt.

Elf Jahre ist das nun her, in dieser Zeit spielte Westbrook mit zwei weiteren MVPs (Kevin Durant, James Harden) und einem MVP-Kandidaten (Paul George), 2017 wurde Russ selbst zum wichtigsten Spieler der NBA-Saison gekürt. Wenige Monate später verlängerte Westbrook seinen Vertrag bis 2023. Die Message war klar: Für immer OKC.

Russell Westbrook hängt bei OKC in der Luft

In der modernen NBA ist dies eine Rarität, selbst Team-Ikonen wie Paul Pierce (Boston Celtics), Tony Parker (San Antonio Spurs) oder zuletzt Mike Conley und Marc Gasol bei den Memphis Grizzlies trugen noch einmal ein anderes Trikot. Westbrook ist nach Udonis Haslem (Miami Heat) im Moment der dienstälteste Spieler bei einer einzigen Franchise, die Zeichen verdichten sich aber, dass sich dies noch vor dem Saisonstart im Oktober ändern könnte.

Nach dem Trade von Paul George zu den L.A. Clippers brachen die Thunder mal wieder ihr teures Team (im Moment noch knapp 10 Millionen Dollar in der Luxury Tax) auf und bekamen das größte Pick-Paket in der Geschichte der NBA sowie Danilo Gallinari und Shai Gilgeous-Alexander als Gegenwert. Gallinaris Vertrag über 22,6 Millionen Dollar läuft nach der Saison aus, in SGA bekommen die Thunder aber einen interessanten Spieler, der die gleiche Position wie Westbrook bekleidet und in dem womöglich ein kommender All-Star schlummert.

So verwunderte es nicht, dass wenige Stunden nach dem PG-Trade die ersten Meldungen durchsickerten, dass Westbrooks Camp sich mit OKC treffen möchte, um über die Zukunft des All-Stars im Sooner State zu sprechen. Die Thunder werden in der kommenden Saison nicht um den Titel spielen, dieser Realität werden sich die Thunder bewusst und versuchen, das Team neu aufzubauen. Für Westbrook gibt es daher nur noch bedingt Verwendung.

Die Parameter des Trades für Paul George

Clippers erhalten: Paul George.

Thunder erhalten: Danilo Gallinari, Shai Gilgeous-Alexander, 3 Erstrundenpicks der Clippers (2022, 2024, 2026), 2 Erstrundenpicks der Heat (2021, 2023 geschützt 1-14), Pick-Swap-Recht 2023, 2025.

Vertrag von Westbrook erschweren einen Trade

So erscheint ein Trade fast unumgänglich, eine Lösung, mit der beide Seiten sicher leben können, auch wenn Westbrook nach all den Jahren einen fast gottgleichen Status in Oklahoma City erlangt hat. Die Menschen im Mittleren Westen sind Westbrook weiter dankbar, dass dieser im Gegensatz zu Durant dem kleinen TV-Markt im früheren Indianer-Staat die Treue hielt. Sein Legenden-Status wird bleiben, auch bei einem möglichen Trade.

Doch wer soll Westbrooks massiven Vertrag aufnehmen? Bis 2023 kassiert der Guard noch über 170 Millionen, alleine in der Saison 2022/23 werden es 47,1 Millionen sein, wenn Westbrook seine Spieler-Option zieht. Während dieser Spielzeit wird Brodie 35 Jahre alt, keine guten Vorzeichen für einen Spieler, der einen wackligen Sprungwurf besitzt und vor allem von seiner Athletik lebt.

Drei Teams wurden bislang als mögliche Abnehmer für Westbrook genannt, vielleicht sind es auch mehr. OKC ist bekannt dafür, pikante Trade-Gespräche unter der Decke zu halten, das zeigten die Trades für George (von Indiana und nun nach L.A.) oder auch der Trade für Carmelo Anthony aus New York vor zwei Jahren. Darum sollen hier nur die bisher gehandelten Teams beleuchtet werden: Detroit, Miami und Houston.

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