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NBA

NBA Spielbericht: Dallas Mavericks gewinnen Thriller gegen die Pelicans

Von Philipp Jakob
Luka Doncic beweist in der Crunchtime seine Nervenstärke und führt die Dallas Mavericks zum Sieg.

Die Dallas Mavericks haben ein bis zuletzt packendes Spiel mit 122:119 (BOXSCORE) gegen die New Orleans Pelicans gewonnen. Vor allem dank der überragenden Auftritte von J.J. Barea und Luka Doncic können die Mavs ihre Niederlagenserie beenden.

Nach zuletzt sechs Pleiten in Serie nahm Mavs-Coach Rick Carlisle eine kleine Anpassung in seiner Starting Five vor. Maxi Kleber durfte zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an ran, dafür rückte Jalen Brunson auf die Bank. Dennis Smith Jr. stand den Mavs erneut nicht zur Verfügung (Handgelenk).

Dadurch übernahm Luka Doncic die meiste Zeit den Ballvortrag, für das erste Ausrufezeichen sorgte aber DeAndre Jordan. Der Big Man bekam wenige Minuten nach dem Tip-Off den Ball am Perimeter. Keiner der Pels-Verteidiger hielt es für nötig, DJ zu verteidigen und so nahm Jordan kurz Anlauf, um die Arena mit einem krachenden Dunk zum Kochen zu bringen.

Absetzen konnte sich in dieser frühen Phase der Partie allerdings kein Team, zumindest nicht bis Mitte des zweiten Viertels. Anthony Davis war für Dallas in dieser Phase nur schwer zu stoppen und so führte der Big Man sein Team zu einem zwischenzeitlichen 9-Punkte-Vorsprung.

Dallas hatte aber schnell die passende Antwort parat, der mal wieder stark aufspielende Doncic sowie mehrere Dreier von Maxi Kleber brachten die Mavs wieder zurück. Zur Halbzeitpause hatte Dallas das Spiel gedreht (67:64 Mavs).

Irres Finish bringt den Dallas Mavericks den Sieg

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine ausgeglichene Partie, die Pelicans hatten aber fast das komplette dritte Viertel über die Führung in der Hand. Das änderte sich erst im Schlussabschnitt. Devin Harris schenkte den Pels zwischenzeitlich 8 Zähler in Folge ein, anschließend versenkte Barea zwei Dreier innerhalb von 37 Sekunden - und Dallas ging dank der Reservisten mit 111:109 in Front!

42 Sekunden vor dem Ende war die Partie allerdings wieder ausgeglichen, Doncic sorgte nun von der Freiwurflinie aber für das 121:119 aus Mavs-Sicht - und auf der Gegenseite scheiterte Anthony Davis von Downtown! Doncic sicherte sich den Rebound, bekam ein Foul zugesprochen und erhöhte 12 Sekunden vor der Sirene auf 122:119.

Der zweite Freiwurf landete allerdings nur am Ring, die Pelicans bekamen eine letzte Chance, die Overtime zu erzwingen. Wieder drückte Davis von der Dreierline ab, doch erneut scheiterte der ansonsten bärenstarke Big Man am Ring. Sieg für die Mavs!

Luka Doncic schrammt nur knapp am Triple-Double vorbei

Davis beendete die Partie mit 32 Punkten (14/26 FG, 1/5 Dreier) und 18 Rebounds. Es war das sechste Spiel in Folge, in dem die Braue mindestens 25 und 10 auflegte. Unterstützung kam vor allem von Jrue Holiday (25, 6 Assists) und Julius Randle (23), doch das Dreiergespann konnte die fünfte Niederlage in Folge nicht verhindern.

Bei den Mavs war Doncic mit 21 Zählern bester Scorer, der Slowene schrammte zudem nur denkbar knapp an einem Triple-Double vorbei (9 Rebounds, 10 Assists). Jordan kam auf 20 Punkte sowie 12 Rebounds, Kleber erzielte 10 Zähler und stellte mit 6 Blocks einen neuen Karrierebestwert auf.

Überragend war aber wieder einmal die Bank der Mavs, Barea kam auf 18 Punkte (dazu 7 Rebounds), Harris steuerte 16 Zähler bei und auch Dirk Nowitzki (7 Punkte, 1 Rebounds, 1 Assist, 2 Blocks in 12 Minuten) zeigte eine starke Leistung. Nach zuletzt sechs Pleiten in Folge gelang den Mavs damit endlich wieder ein Sieg. In der Nacht von Freitag auf Samstag kommt es erneut zum Duell mit den Pels.

Die wichtigsten Statistiken

Dallas Mavericks (16-17) vs. New Orleans Pelicans (15-20) 122:119 (BOXSCORE)

  • Nach der Niederlagenserie zuletzt mit 4 Pleiten in Folge forderte Pels-Coach Alvin Gentry mehr Ball-Movement von seinem Team. Nach der ersten Halbzeit dürfte er angesichts der 15 Assists bei 21 erfolgreichen Field Goals durchaus zufrieden gewesen sein. Aber auch auf der Gegenseite ließen die Mavs den Ball sehr gut durch die eigenen Reihen laufen (insgesamt 25:23 für NOP). Allerdings verfielen die Pels vor allem in der Crunch-Time doch wieder häufig in Einzelaktionen - die dank AD dennoch häufig erfolgreich waren.
  • Wie schon so oft in dieser Saison lieferte die Bank von Dallas eine ganz starke Leistung ab. Angeführt vom überragenden J.J. Barea, dank der Unterstützung von Harris und mit dem ein oder anderen Splash von Nowitzki erzielten die Mavs-Reservisten starke 47 Zähler (Pelicans-Bank: 24).
  • Vor allem in der ersten Halbzeit verbrachten beide Teams enorm viel Zeit an der Freiwurflinie. Die Pelicans bekamen 21 Freebies zugesprochen, bei Dallas waren es 20. Das lag einerseits an einer recht kleinlichen Linie der Referees, andererseits attackierten beide Teams recht häufig die Zone und erarbeiteten sich so die zahlreichen Trips an die Linie. Die Mavs bewiesen dort mit einer Quote von 84,2 Prozent (32/38 FT) Nervenstärke, die Pels versenkten 23 ihrer insgesamt 30 Freiwürfe.
  • Wenige Minuten vor dem Ende des erstens Viertels wurde Dirk Nowitzki erstmals an diesem Abend eingewechselt. Damit stand der Deutsche zum 1.477. Mal für Dallas auf dem Parkett und zog in der ewigen Rangliste mit den meisten NBA-Spielen aller Zeiten an Karl Malone vorbei auf Platz 4. Barea absolvierte gleichzeitig übrigens sein 600. Spiel im Mavs-Trikot.

Dallas Mavericks vs. New Orleans Pelicans: Die Stimmen

Rick Carlisle (Mavs-Coach) über die gute Leistung von Nowitzki: "Dirk kämpft sich durch eine Menge durch, um auf dem Court zu sein. Ich habe jeden Tag mehr Respekt vor ihm. Er hat uns heute Abend sehr geholfen."

Anthony Davis (Pelicans): "Wieder die selbe Geschichte: Wir können ein Spiel nicht zu Ende bringen. Ich hatte das Gefühl, dass wir auswärts gut gekämpft haben. Die Dinge sind einfach nicht so gelaufen, wie wir es wollten."

Der Star des Spiels

J.J. Barea. Der quirlige Guard sorgte mit einem spektakulären vierten Viertel dafür, dass sich die Pels trotz kleinerer Läufe nicht absetzen konnten. Und viel mehr noch. Er war es auch, der mit eiskaltem Scoring und guten Dimes für die Führung der Mavs sorgte. Mit 18 Punkten (4/6 Dreier), 7 Assists und 5 Rebounds lieferte Barea eine ganz starke Partie ab.

Der Flop des Spiels

E'Twaun Moore. Der 29-Jährige hat in dieser Spielzeit schon einige gute Partien für New Orleans abgeliefert, an diesem Abend war von dem Shooting Guard allerdings nicht viel zu sehen. Eigentlich soll er als potenter Scorer von der Bank aus Feuer entfachen, doch gegen die Mavs kam Moore in 27 Minuten nur auf 2 Punkte bei 1 von 5 aus dem Feld.

Coaching Move des Spiels

Mit Kleber an der Seite von Jordan in der Starting Five wollte Mavs-Coach Rick Carlisle dem gefährlichen Front Court der Pelicans Größe entgegenstellen - und das Konzept ging auf. Zwar hatten die beiden Big Man der Mavs im ersten Viertel mit Foulproblemem zu kämpfen, doch im Laufe der Partie war ihr Einfluss in der Defense klar zu erkennen. Bester Beweis waren die 13 Blocks von Dallas (Season-High) - allein 6 davon kamen von Kleber (Career-High)!

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