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All-Star Game: East - West 173:196

Rekordnacht bei Kobes letztem Akt

Montag, 15.02.2016 | 05:46 Uhr
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Die Western Conference hat das All-Star Game in Toronto mit 196:173 (BOXSCORE) gegen die Eastern Conference gewonnen und damit einen neuen Rekord in erzielten Punkten aufgestellt. Das Spiel stand dabei ganz im Zeichen von Kobe Bryant, der mit Standing Ovations verabschiedet wurde.

Fast wäre die 200-Punkte-Marke gefallen. Beide Teams lieferten - wie in einem All-Star Game üblich - ein Offensivfeuerwerk ab und ließen so einige Rekordmarken purzeln. Paul George stellte mit 9 Dreiern eine neue Bestmarke auf und verpasste mit 41 Punkten die All-Time-Bestmarke von Wilt Chamberlain nur um einen Zähler.

Russell Westbrook (31 Punkte) wurde von den Fans zum MVP gewählt und verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr. Kobe Bryant (10 Punkte, 7 Rebounds, 6 Assists) stand in seinem 18. und letztem All-Star Game knapp 26 Minuten auf dem Feld und genoss sichtlich den Abend.

Insgesamt erzielten fünf West-All-Stars mehr als 20 Punkte, Chris Paul kam mit 14 Punkten und 16 Assists (ebenfalls Rekord) auf ein Double-Double. Superstar LeBron James stand 20 Minuten auf dem Court und zog mit seinen 13 Punkten an Bryant in der All-Time-Scoring-List des All-Star Games vorbei. Kein Spieler erzielte mehr Punkte beim jährlichen Event der besten NBA-Spieler.

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Die Reaktionen:

Kobe Bryant (West): "Es war ein Spaß. Ich hatte einen Wahnsinnsspaß mit den Jungs. Wir haben gelacht und auf der Bank Spaß gemacht."

Gregg Popovich (Coach West): "Das zu sehen, ist als wenn eine Generation geht. Er war für so lange Zeit eine prägende Figur und er gibt das jetzt an die Jungs weiter, die wir heute da draußen gesehen haben."

Dwyane Wade (East): "Wir sind alle irgendwann in unserem Leben an dem Punkt, an dem Kobe jetzt ist. Wir haben gesehen, wie er in der Liga groß geworden ist und wir wollten ihm heute Respekt zollen."

LeBron James (East): "Ich weiß, dass er dieses Jahr damit überflutet wird, aber unsere auf der ganzen Welt, in den USA und auch hier in Kanada haben ihm so viel Respekt gezollt. Das ist alles total verdient."

DeMar DeRozan (East): "Ich glaube, jetzt hat jeder ein Gefühl für die Energie, die jeder Raptors-Spieler verspürt, wenn er spielt. Die Jungs wissen jetzt, wie sehr die Stadt Toronto und Kanada auf Basketball stehen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Starter standen lange fest. Der Osten spielt mit Lowry, Wade, George, James und Anthony. Im Westen starten Curry, Westbrook, Bryant, Leonard und Durant. Kobe darf auch gleich mal beim Sprungball gegen LeBron ran und gewinnt ihn - ganz überraschend.

5.: Was für eine wilde Fahrt! Die Stars prügeln zu Beginn einen Dunking nach dem anderen durch den Ring! Defense gibt es keine und so steht es nach knapp 5 Minuten 22:13 für den Osten.

7.: Westbrook und Durant sorgen für die Highlights im Westen! Russ bedient Kumpel KD übers Brett und der schließt krachend mit dem gefühlt 57. Dunk des ersten Viertels ab. Der Westen ist wieder dran. 23:25!

9.: DeRozan verlängert den Dunk Contest mit einem 360-Dunk über die Baseline. Nachdem die Coaches das erste Mal durchgewechselt haben, ist es nicht mehr ganz so wild. Der Osten führt weiter mit 34:31.

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12.: Paul hat einen Jordan-Ersatz gefunden! Davis verwertet zwei Alley-oop-Anspiele des Point Guards in bester DeAndre3000-Manier und macht den Deckel aufs erste Viertel. 43:40 für den Osten.

18.: Jetzt schmeißen sich die Jungs, die Dreier um die Ohren. Cousins, Kobe, LeBron, Curry, Lowry... jeder darf mal. 69:65 für die Eastern Conference.

24.: Oh, Defense! Westbrook will sich den letzten Wurf nehmen, geht ins Duell gegen Lowry, aber der Raptors-Guard hat die Hand am Dreier. Airball! Mit 92:90 für den Westen geht es in die Halbzeit.

28.: Jetzt wird es deutlich! Dunk von Curry und zwei Dreier von Westbrook - richtig, nicht umgekehrt - und die Western Conference führt mit 118.:102.

34.: Auch das gibt es! DeRozan zieht das Foul gegen Thompson und trifft trotzdem. Dann legt Thomas noch einen Dreier nach. Der Osten ist wieder dran. 132:131 für den Westen.

41.: Curry nimmt in seiner unnachahmlichen Art den Step-back-Dreier und trifft. DeRozan kontert auf der Gegenseite, aber der Osten muss jetzt was machen. 168:145.

48.: Der Westen gewinnt mit einem neuen Punkte-Rekord 196:173 und schnuppert an der 200-Punkte-Marke.

East vs. West: Hier geht's zum BOXSCORE

MVP: Russell Westbrook. Viele Fans hatten sicher damit gerechnet, dass Kobe die Trophäe erhalten wird, aber die Fans stimmten bei der exklusiven Abstimmung via Twitter für den Guard der Oklahoma City Thunder. Und das war sicher nicht unverdient. Westbrook hatte am Ende 31 Punkte, 8 Rebounds, 5 Assists und 5 Steals auf dem Konto und ist nun der einzige Spieler neben Bob Pettit, der den MVP-Titel verteidigen kann.

Das fiel auf:

  • Bevor Basketball gespielt wurde, bot der Cirque de Soleil den Zuschauern in der Arena eine atemberaubende Artistenshow. Anschließend begrüßte Steve Nash die Fans und erinnerte noch mal an den Erfinder der Sportart, den Kanadier Dr. James Naismith. Nachdem in angemessener Ausführlichkeit die Protagonisten des Abends vorgestellt wurden, sang RnB-Star Ne-Yo die amerikanische Nationalhymne. Für die kanadische Hymne war Nelly Furtado zuständig.
  • Für Kobe Bryant ist es mittlerweile schon zur Gewohnheit geworden, aber auch beim All-Star Game wurde der Superstar abgefeiert. Er wurde als letzter Spieler vorgestellt und bekam vor dem Tip-Off sogar ein Tribut-Video auf dem Video-Würfel eingespielt. Dann richtete Lakers-Legende Magic Johnson warme Worte an den Bryant. Der zeigte sich sichtlich gerührt und bedankte sich mit einer kurzen Ansprache bei den Fans und den Kollegen.
  • Selbst für All-Star-Game-Verhältnisse startete die Partie richtig wild. Die Starter verweigerten sich der Defense einfach mal komplett. Im Grunde gab es in jedem Angriff versuchte No-Look-Anspiele und Dunks. Erst als die Coaches Popovich und Lue das erste Mal durchrotierten, "beruhigte" sich die Partie ein wenig. Sobald Kobe, LeBron und Co. wieder auf dem Feld standen, ging die wilde Fahrt sofort wieder los. James berichtete im Courtside-Interview gar von einer "brennenden Lunge".
  • Beim All-Star Game in New York im Vorjahr fiel der Punkterekord. 163:158 ging es damals aus. Nur ein Jahr später wackelte der Rekord bereits zur Halbzeit bedenklich. Es fehlte nicht viel und es wäre bereits dreistellig ins dritte Viertel gegangen. Mit 92:90 verabschiedeten sich beide Teams in die Kabine und dabei purzelten schon einige Rekorde. Nie zuvor erzielten die Teams zusammengenommen mehr Punkte (182) und ein Team mehr Punkte (92), Field Goals (41) und Assists (28). Dazu sorgte der Westen für die meisten Punkte (52) in einem Viertel. Am Ende fiel natürlich auch der Punkterekord für das gesamte Spiel.
  • Kobe stand insgesamt 26 Minuten auf dem Feld, drängte sich aber nicht in den Vordergrund. Im Schlussviertel lieferte er sich dann über mehrere Minuten ein Privatduell mit seinem Spezi Pau Gasol. Der Superstar genoss sichtlich seine letzten Minuten auf einem All-Star-Game-Parkett. 1:06 Minute vor dem Ende verließ Kobe unter Standing Ovations das Parkett. Vorher umarmte er noch jeden Spieler auf dem Feld. Durch das Air Canada Centre hallten "Kobe"-Rufe.
  • Paul George war der auffälligste Spieler im Team des Ostens und brach dabei einen Rekord seines Mitspielers Carmelo Anthony aus dem Vorjahr. Der Pacers-Forward nagelte 9 Dreier durch den Ring und stand Minuten vor dem Ende bei 41 Zählern (Highlights im Video). Zum All-Star-Game-Rekord von Wilt Chamberlain fehlte ihm ein Punkt, aber den wollte der Westen ihm nicht gönnen. Green und Durant doppelten George sogar in der letzten Minute und Curry ließ die letzten Sekunden mit einem schelmischen Lachen im Gesicht runterlaufen. Das sind dann wohl Späße unter Superstar-Kollegen.
  • Coach Popovich machte sich einen Spaß daraus und ließ bei jeder Auszeit einen anderen Spieler einen Spielzug ansagen und aufmalen. Dabei bescheinigte Pop überraschenderweise Boogie Cousins das größte Coaching-Talent.

Der Spielplan im Überblick

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