Mittwoch, 10.09.2008

Nowitzkis neuer Coach

"Wir ziehen in den Krieg"

Nach zwei erfolglosen Jahren haben Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks im Sommer die Reißleine gezogen und Trainer Avery Johnson vor die Tür gesetzt. Sein Nachfolger, Rick Carlisle, soll nun neuen Schwung in das Team bringen und erteilt Dirk Nowitzki sogleich eine Stammplatzgarantie.

Basketball, NBA, Dallas Mavericks, Rick Carlisle
© Getty

In einem Interview mit den "Dallas Morning News" nahm Carlisle vor dem Saisonstart kein Blatt vor den Mund.

"Es geht für uns nur darum, auf dem höchst möglichen Level zu spielen. Ich konzentriere mich voll auf unser Team und darauf, was wir brauchen, um die Jungs darauf vorzubereiten, in den Krieg zu ziehen", erklärt der 48-Jährige, der seine Spieler am 29. September zum Trainingsauftakt erwartet.

Hohe Ansprüche an das Team

Carlisle, der bereits die Detroit Pistons und die Indiana Pacers trainiert hat und 2002 nach einer überragenden Saison mit den Pistons zum "Coach of the year" gewählt wurde, stellt an sich selbst und sein Team ganz bewusst hohe Ansprüche.

"Ich bin nicht hierher gekommen, um die Messlatte tiefer zu legen. Ich glaube nicht, dass man in eine Stadt wie Dallas kommen und dann die Erwartungshaltung zurückschrauben sollte. Das wäre das falsche Signal", so Carlisle.

Dirk Nowitzki gesetzt

Damit es in der neuen Spielzeit wieder besser auf dem Parkett läuft, erteilt der Coach anderthalb Monate vor Saisonstart einem Trio einen Freibrief. "Unsere Stärken sind ganz klar unsere Top-Spielern mit Dirk, Jason Kidd und Josh Howard. Ich erwarte von diesen Jungs, dass sie große Spiele für uns zeigen."

"Wenn wir uns die drei anschauen, müssen wir einfach feststellen, dass sie definitiv von Anfang an spielen werden. Auf allen anderen Positionen habe ich mich noch nicht festgelegt", so Carlisle weiter.

Sieben Neue in der NBA-Hall-of-Fame
Am Freitagabend wurden sieben NBA-Größen in Springfield (Massachusetts) feierlich in die Basketball Hall of Fame aufgenommen
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Am Freitagabend wurden sieben NBA-Größen in Springfield (Massachusetts) feierlich in die Basketball Hall of Fame aufgenommen
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Sechs von ihnen posieren hier zum Gruppenfoto. Von links: Dick Vitale, Cathy Rush, Pat Riley, Hakeem Olajuwon, Patrick Ewing und Adrian Dantley. Es fehlt...
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Sechs von ihnen posieren hier zum Gruppenfoto. Von links: Dick Vitale, Cathy Rush, Pat Riley, Hakeem Olajuwon, Patrick Ewing und Adrian Dantley. Es fehlt...
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... Bill Davidson. Der 85-jährige Millardär ist seit 1974 Teambesitzer der Detroit Pistons und Vorsitzender des WNBA-Teams Detroit Shock
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... Bill Davidson. Der 85-jährige Millardär ist seit 1974 Teambesitzer der Detroit Pistons und Vorsitzender des WNBA-Teams Detroit Shock
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2004 ging Davidson als erster Teambesitzer in die Sportgeschichte ein: Sowohl die Detroit Pistons, als auch Detroit Shock wurden Meister ihrer Liga
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2004 ging Davidson als erster Teambesitzer in die Sportgeschichte ein: Sowohl die Detroit Pistons, als auch Detroit Shock wurden Meister ihrer Liga
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Die Stars des Abends waren jedoch andere. So zum Beispiel NBA-Legende Hakeem "The Dream" Olajuwon
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Die Stars des Abends waren jedoch andere. So zum Beispiel NBA-Legende Hakeem "The Dream" Olajuwon
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Olajuwons beeindruckende Bilanz in der NBA: 27.000 Punkte, 13.747 Rebounds und 3.830 Blocks. Hier Bilder aus den Anfängen seiner Karriere
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Olajuwons beeindruckende Bilanz in der NBA: 27.000 Punkte, 13.747 Rebounds und 3.830 Blocks. Hier Bilder aus den Anfängen seiner Karriere
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Der 2,13m große Center, hier in Aktion gegen Michael Jordan und Kevin Garnett, gewann mit seinen Houston Rockets zwei NBA-Titel...
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Der 2,13m große Center, hier in Aktion gegen Michael Jordan und Kevin Garnett, gewann mit seinen Houston Rockets zwei NBA-Titel...
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... und wurde 1994 zum MVP ausgezeichnet. Hier ist Olajuwon gegen den MVP des Jahres 2000, Shaquille O'Neal, zu sehen
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... und wurde 1994 zum MVP ausgezeichnet. Hier ist Olajuwon gegen den MVP des Jahres 2000, Shaquille O'Neal, zu sehen
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Und nochmal MVPs unter sich. Hier trifft "The Dream" im Jahre 1996 mit den Rockets auf die Chicago Bulls und "His Airness" Michael Jordan
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Und nochmal MVPs unter sich. Hier trifft "The Dream" im Jahre 1996 mit den Rockets auf die Chicago Bulls und "His Airness" Michael Jordan
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Ebenfalls eine feste Größe in der NBA und ab sofort Hall of Fame-Mitglied: Patrick Ewing
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Ebenfalls eine feste Größe in der NBA und ab sofort Hall of Fame-Mitglied: Patrick Ewing
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Als die Shorts noch short waren: Ewing begann seine Karriere bei den Georgetown Hoyas und führte sein College-Team 1984 zur NCAA-Meisterschaft
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Als die Shorts noch short waren: Ewing begann seine Karriere bei den Georgetown Hoyas und führte sein College-Team 1984 zur NCAA-Meisterschaft
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Einen NBA-Titel zu gewinnen, war dem gebürtigen Jamaikaner jedoch nicht vergönnt. Hier Bilder aus seiner 15-jährigen Zeit bei den New York Knicks
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Einen NBA-Titel zu gewinnen, war dem gebürtigen Jamaikaner jedoch nicht vergönnt. Hier Bilder aus seiner 15-jährigen Zeit bei den New York Knicks
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Nach seiner Zeit bei den Knicks, für die er fast 25.000 Punkte erzielte und 11.607 Rebounds holte, spielte er 2000/01 für die Supersonics aus Seattle
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Nach seiner Zeit bei den Knicks, für die er fast 25.000 Punkte erzielte und 11.607 Rebounds holte, spielte er 2000/01 für die Supersonics aus Seattle
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Seine Karriere beendete der 1984 und 1992 mit dem Dream Team bei Olympia erfolgreiche Center nach der Saison 2001/02 im Trikot der Orlando Magic
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Seine Karriere beendete der 1984 und 1992 mit dem Dream Team bei Olympia erfolgreiche Center nach der Saison 2001/02 im Trikot der Orlando Magic
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Ebenfalls neu in der Hall of Fame ist Trainerlegende Pat Riley. Hier am Tag der Ehrung eingerahmt von Patrick Ewing und Hakeem Olajuwon
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Ebenfalls neu in der Hall of Fame ist Trainerlegende Pat Riley. Hier am Tag der Ehrung eingerahmt von Patrick Ewing und Hakeem Olajuwon
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Seine erfolgreichste Zeit hatte Riley als Trainer der LA Lakers. Hier stand er von 1981 bis 1990 an der Seitenlinie
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Seine erfolgreichste Zeit hatte Riley als Trainer der LA Lakers. Hier stand er von 1981 bis 1990 an der Seitenlinie
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Der inzwischen 63-Jährige coachte anschließend die New York Knicks. Insgesamt führte er seine Teams in 20 Trainerjahren 19 Mal in die Play Offs
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Der inzwischen 63-Jährige coachte anschließend die New York Knicks. Insgesamt führte er seine Teams in 20 Trainerjahren 19 Mal in die Play Offs
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Acht Mal erreichte er das NBA-Finale, fünf mal triumphierte sein Team. Bevor er 2008 zurücktrat, coachte er die Miami Heat. Hier mit Dwyane Wade
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Acht Mal erreichte er das NBA-Finale, fünf mal triumphierte sein Team. Bevor er 2008 zurücktrat, coachte er die Miami Heat. Hier mit Dwyane Wade
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Und auch ein Sportreporter ist in die Ehrenhalle aufgenommen worden. Der legendäre Dick Vitale stahl den etablierten Sportlern auf der Bühne die Show
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Und auch ein Sportreporter ist in die Ehrenhalle aufgenommen worden. Der legendäre Dick Vitale stahl den etablierten Sportlern auf der Bühne die Show
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"Dickie V" kommentiert seit 1979 die Spiele der College-Liga NCAA für den Fernsehsender ESPN
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"Dickie V" kommentiert seit 1979 die Spiele der College-Liga NCAA für den Fernsehsender ESPN
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Der inzwischen 69-Jährige hat mittlerweile einen legendären Status als Sportreporter erreicht. Er war es auch der Olajuwon den Titel "The Dream" verlieh
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Der inzwischen 69-Jährige hat mittlerweile einen legendären Status als Sportreporter erreicht. Er war es auch der Olajuwon den Titel "The Dream" verlieh
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Auch Adrian Dantley gehört seit Freitagabend der Hall of Fame an. Der 1,97 m große Flügelspieler spielte von 1976 bis 1991 in der NBA
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Auch Adrian Dantley gehört seit Freitagabend der Hall of Fame an. Der 1,97 m große Flügelspieler spielte von 1976 bis 1991 in der NBA
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Er erzielte insgesamt 23.177 Punkte in der NBA und gewann 1976 mit dem US-Team Olympia-Gold
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Er erzielte insgesamt 23.177 Punkte in der NBA und gewann 1976 mit dem US-Team Olympia-Gold
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Die längste Zeit seiner Karriere spielte Dantley für die Utah Jazz, die seine Nr. 4 als Dank für seine Dienste zurückzogen. Einen NBA-Titel gewann er nie
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Die längste Zeit seiner Karriere spielte Dantley für die Utah Jazz, die seine Nr. 4 als Dank für seine Dienste zurückzogen. Einen NBA-Titel gewann er nie
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Auch eine Frau wurde in Springfield geehrt: Cathy Rush. Sie war für sieben Jahre Trainerin des Damen-Basketballteams am Immaculata College in Pennsylvania
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Auch eine Frau wurde in Springfield geehrt: Cathy Rush. Sie war für sieben Jahre Trainerin des Damen-Basketballteams am Immaculata College in Pennsylvania
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Zwischen 1972 und 1974 gewann Rush dreimal die nationale Meisterschaft. Dies schaffte sie ohne Trainingshalle und mit nur einem Satz Trikots
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Zwischen 1972 und 1974 gewann Rush dreimal die nationale Meisterschaft. Dies schaffte sie ohne Trainingshalle und mit nur einem Satz Trikots
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Neben seinen drei Führungsspielern setzt er auch auf die Erfahrung von Jason Terry und Jerry Stackhouse. "Die beiden sind quasi Veteranen, die schon im Krieg gekämpft haben."

"Fantastischer Zweikampf"

Genauso ist Carlisle überzeugt, auf der Center-Position vollends gerüstet zu sein. Neben Erick Dampier kehrte DaSagana Diop nach einem halben Jahr bei den New Jersey Nets wieder zurück zu den Mavs.  

"DaSagana ist ein Spieler, der in fast jedem Team von Beginn an spielen würde. Das wird ein fantastischer Zweikampf zwischen den beiden. Diese Position wird eine der Stärken unseres Teams - egal wer aufläuft", schwärmt Carlisle.

Allerdings müssen sich sowohl Diop (Saison: 2007/08: 2,9 Punkte, 5 Rebounds, 1,1 Blocks) als auch Dampier (6,1 Punkte, 7,5 Rebounds, 1,5 Blocks) steigern, wovon Carlisle auch ausgeht.

"Wenn du die Meisterschaft gewinnen willst, geht es vor allem um gute Defensivarbeit. Darum schätzen wir die beiden Jungs so sehr."

Zurück zur Killermentalität

Carlisle schloss jedoch auch nicht aus, dass sich die Mavericks vor Beginn der Saison noch einmal verstärken könnten. "Wir haben bis jetzt 14 Spieler unter Vertrag und dadurch noch einen Platz im Team frei. Vielleicht passt ja noch ein weiterer erfahrener Spieler zu uns. Oder wir versuchen es mit einem jungen. Das wird die Zeit zeigen."

Personell scheint der neue Mann zufrieden zu sein. Jetzt will Carlisle sein Team wieder zu alter Stärke führen. Dabei setzt er auf die einstige "Killermentalität" des Teams.

"Es gab eine Zeit, als die Mavericks jedes enge Spiel für sich entschieden haben. Letzte Saison war das dann nicht mehr so. Das ist der Unterschied zwischen den 67 Siegen von 2007 und den 51 Siegen von 2008." Dazu wendet er die psychologische Kriegsführung an.

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