Donnerstag, 20.02.2014

Keine Umsiedlungen, kürzere Wege

Almaty wirbt für Winterspiele 2022

Keine Umsiedlungen von Bürgern, echtes Winterflair und noch kürzere Wege: Die kasachische Millionenstadt Almaty will im Falle einer erfolgreichen Bewerbung um die Spiele 2022 den aktuellen Gastgeber Sotschi noch übertrumpfen.

Almaty will den Zuschlag für die Winterspiele 2022 erhalten
© getty
Almaty will den Zuschlag für die Winterspiele 2022 erhalten

"Wir haben ein völlig anderes Konzept als Sotschi. Was hier errichtet wurde, kann man nicht wiederholen. Und wir werden niemanden umsiedeln", sagte Andrej Krjukow vom Nationalen Olympischen Komitee der einstigen sowjetischen Teilrepublik.

So seien 90 Prozent aller erforderlichen Sportstätten bereits vorhanden, nur zwei Venues müssten noch errichtet werden, so Krjukow weiter. Sämtliche Austragungsort lägen in einem Radius von 35 Kilometern, die Skigebiete in den Bergen seien vom Stadtzentrum binnen einer halben Stunde zu erreichen.

Sprungschanzen mitten in der Stadt

Eine besondere Attraktion seien die beiden Sprungschanzen mitten in der Stadt. Die berühmte Hochgeschwindigkeitsbahn von Medeo, 16 Kilometer südlich der früher Alma Ata genannten Wintermetropole, wird schon für die Winter-Universiade 2017 ein Dach erhalten.

Von demokratischen Verhältnissen ist man in Kasachstan allerdings weit entfernt. Seit 1991 wird der neuntgrößte Flächenstaat der Erde von dem mittlerweile 73 Jahre alten Präsidenten Nursultan Nasarbajew autokratisch regiert. Die bisherigen Wahlen wurden als nicht frei eingestuft.

Nach öffentlichen Protesten gegen eine Abwertung der Landeswährung Tenge gegenüber dem US-Dollar kam es vor wenigen Tagen zu mehreren Verhaftungen. Krjukow spielte den Widerstand der Bevölkerung herunter: "Die Menschen regen sich immer auf, wenn sie weniger Geld in der Tasche haben."

Der Olympia-Liveticker


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