Wintersport

DESG: Bundestrainer stellt sich hinter Beckert

SID
Nach dem Zwist zwischen Pechstein und Beckert bezieht Bundestrainer Markus Eicher Stellung
© getty

Eisschnelllauf-Bundestrainer Markus Eicher hat vor dem Start der Einzelstrecken-WM im Streit zwischen Claudia Pechstein und Stephanie Beckert Stellung bezogen und sich skeptisch über die Zukunft der fünfmaligen Olympiasiegerin Pechstein geäußert.

"Wir unterstützen Stephanie Beckert. Die Angriffe von Claudia Pechstein haben sie sehr getroffen", sagte Eicher am Donnerstag.

Man kenne solche Attacken von Pechstein, das habe sie vor elf Jahren auch schon gemacht. "In Salt Lake City hat Anni Friesinger sehr darunter gelitten. Es hat sie wahrscheinlich Gold über 1000 m und 3000 m gekostet", sagte Eicher: "Claudia braucht das, um sich für einen Wettkampf in Form zu bringen. Doch Kritik darf sie so nicht in der Öffentlichkeit über Facebook ausüben."

Eklat in Heerenveen

Beim Weltcup-Finale in Heerenveen war es zum Eklat zwischen der 41-jährigen Pechstein und der 17 Jahre jüngeren Beckert gekommen, nachdem Pechstein ihrer Mannschaftskollegin nach deren Auftritt im Teamlauf via Facebook "Arbeitsverweigerung" vorgeworfen hatte. Es folgten eine öffentliche Schlammschlacht und der WM-Rückzug Beckerts aus dem Teamrennen. "Stephanie ist im Augenblick nicht in der Lage in der Teamverfolgung zu starten", sagte Eicher.

Gleichzeitig stellte der Inzeller die Zukunft Pechsteins im deutschen Team erstmals öffentlich infrage. "Wir haben Stephanie gesagt, dass sie unsere Zukunft ist. Claudia haben wir gesagt, dass sie mit 41 Jahren für uns nicht mehr die Zukunft ist. Nach der Weltmeisterschaft werden wir uns noch einmal zusammensetzen", sagte Eicher. Die öffentliche DESG-Finanzierung basiere im Augenblick im wesentlichen auf den drei Medaillen, die Beckert 2010 in Vancouver gewonnen habe.

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