Maria Riesch erneut Zweite bei Sieg von Schild

SID
Dienstag, 04.01.2011 | 19:17 Uhr
Maria Riesch debütierte im Februar 2001 im Ski-Weltcup
© Getty
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Maria Riesch bleibt auf Erfolgskurs. Beim Slalom vor den Toren von Zagreb belegte die Doppel-Olympiasiegerin zum sechsten Mal in diesem Winter den zweiten Rang in einem Weltcup-Rennen.

Das Siegertreppchen bleibt für Maria Riesch ein vertrauter Ort: Beim Weltcup-Slalom vor den Toren von Zagreb stieg die Doppel-Olympiasiegerin bereits zum achten Mal in diesem WM-Winter auf das Stockerl, zum sechsten Mal aber war nur eine andere schneller - und erneut war es Marlies Schild.

Die Österreicherin gewann in dieser Saison bereits ihren vierten Slalom, am vernebelten Bärenberg nahe der kroatischen Hauptstadt erhielt sie dafür den Titel der "Schneekönigin". Zum dritten Mal lag Marlies Schild dabei vor Slalom-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Maria Riesch, die die ersten beiden Abfahrten des Winters gewonnen hatte.

Riesch will die Big Points

"Gewinnen macht mehr Spaß, aber ich will die Big Points. Und ein Podestplatz ist ein Big Point im Hinblick auf den Gesamt-Weltcup", sagte Riesch und ergänzte: "Marlies ist nicht unschlagbar. Ihr gelingen einfach häufiger zwei gute Läufe."

Immerhin 0,75 Sekunden trennten Riesch von der Siegerin, doch darüber wollte sich am Dienstagabend im Lager des Deutschen Skiverbandes (DSV) keiner grämen, am allerwenigsten Alpindirektor Wolfgang Maier: "Maria Riesch auf dem Podest, sieben Läuferinnen im Finale, die jungen haben sich dort alle verbessert - das kann sich sehen lassen", sagte er.

Ein kleiner Wermutstropfen: Susanne Riesch nutzte erneut ihre Chance nicht. Als Sechste nach dem ersten Lauf war sie in die Entscheidung gegangen, dort fädelte sie aber ein - zum zweiten Mal im fünften Slalom der Saison.

Wegen Nebels "höchstens drei Tore weit gesehen"

Auf Maria Riesch, die im Finale die zunächst zweitplatzierte Manuela Mölgg aus Italien auf Rang drei verwies, war dafür wieder mal Verlass. Abgesehen vom frühen Ausscheiden beim Parallel-Slalom am Münchner Olympiaberg zwei Tage zuvor hat die Partenkirchnerin nach ihrem kleinen Durchhänger kurz vor Weihnachten nun drei zweite Plätze nacheinander eingefahren - und damit ihre Führung im Gesamtweltcup weiter ausgebaut.

Weil Hauptkonkurrentin Lindsey Vonn bereits im ersten Durchgang stürzte, vergrößerte Maria Riesch ihren Vorsprung auf die Amerikanerin auf 186 Punkte. Der Nebel am Bärenberg hatte vor allem den ersten Durchgang massiv beeinflusst. Die ersten zehn Läuferinnen wie Marlies Schild oder Maria Riesch fuhren nahezu blind über die schwierige Piste.

"Ich habe höchstens drei Tore weit gesehen", berichtete Riesch nach ihrer Fahrt auf Rang drei in der Zwischenwertung. DSV-Alpindirektor Maier meinte scherzhaft: "Ich kann nicht sagen, wie sie gefahren sind, ich habe nichts gesehen."

Fünf Deutsche in den Punkten

Schild schien das egal zu sein. Die Österreicherin lag nach dem ersten Lauf trotz Blindflug 0,19 Sekunden vor Manuela Mölgg aus Italien, die mit Startnummer 21 beinahe freie Sicht hatte. "Die Marlies fährt eine derart überragende Technik, der ist es egal, ob sie etwas sieht oder nicht", sagte der ehemalige österreichische Weltklasse-Rennläufer Christian Mayer als Beobachter vor Ort.

Bei besser werdender Sicht qualifizierten sich mit hohen Startnummer auch Nina Perner, Barbara Wirth und Veronika Staber für das Finale.

Perner (Karlsruhe/17.), Staber (Samerberg/21.) und Wirth (Lenggries/24.) holten am Ende jeweils Weltcuppunkte, ebenso Katharina Dürr (Germering/16.). Christina Geiger aus Oberstdorf dagegen vergab ihre Chance auf eine weitere Spitzenplatzierung.

Beim Slalom vor Silvester in Semmering hatte sie hinter Schild und Riesch als Dritte mit ihrem besten Weltcup-Ergebnis geglänzt, diesmal schied sie als Zwölftplatzierte des ersten Laufs im Finale aus. Fanny Chmelar (Partenkirchen) war bereits im ersten Lauf gescheitert.

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