Kolumne: Rennbahnspion

Trabrennfahrer leben gefährlich

SID
Freitag, 11.02.2011 | 10:40 Uhr
Trabrennen sind zwar populär, aber auch sehr gefährlich für die Teilnehmer
© Getty
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Auf Außenstehende wirken Trabrennpferde - selbst in voller Aktion - oft ein wenig behäbig oder gar langsam. Vor allem im Vergleich zu den spritzigen, schlanken Vollblütern, die im Schnitt zehn Stundenkilometer schneller daherkommen.

Auch ein Grund, weshalb man im amerikanischen Geschirrsport den Pacer erfunden hat. Ein Traber mit Passanlagen legt immer noch ein paar Zehntel oben drauf - und die Amerikaner lieben das Tempo ebenso wie das Spektakel an sich, weshalb es in den USA ausschließlich kurze Meilen-Sprints gibt, die zu einem Großteil von Passgängern bestritten werden.

Langstreckenprüfungen wie sie in Frankreich und Skandinavien regelmäßig zur Austragung kommen, könnte man einem amerikanischen Sportfan kaum verkaufen.

Doch nur wer einmal selbst im Sulky saß (bestenfalls in einem Rennen), weiß, wie sich die 50 Stundekilometer anfühlen, auf die ein 600 Kilo schwerer, muskelbepackter Warmblüter mit nur kurzem Anlauf beschleunigt. Der weiß auch, dass es höchste Konzentration und viel Fingerspitzengefühl erfordert, so einen Koloss in einem dichten Pulk mit zehn oder mehr Konkurrenten unfallfrei um ein enges Sandoval zu lenken.

Erstaunlich, dass so wenig passiert

Die Gefahr geht jedoch weniger von den Pferden aus, die erstaunlich gelenkig sind und sich selbst bei hohem Tempo instinktiv ausweichen. Tückisch sind die Sulkys mit ihren freistehenden Rädern, die bei einer Kollision wie Widerhaken wirken. Umso erstaunlicher ist es, dass derart wenig passiert.

Dabei wird häufig verbissen gefightet, Gurt an Gurt sozusagen, wechseln Fahrer bei hohem Tempo in Millimeterarbeit die Spur. Oft stockt einem der Atem - und dann geht es doch wieder gut. Stürze kommen im Trabrennsport selten vor, noch seltener sind schwere Verletzungen. Fahrer, die zu Boden müssen, rollen sich zumeist routiniert ab und stehen mit ein paar schmerzhaften Prellungen schnell wieder auf. Fahrerlos gewordene Pferde lassen sich in der Regel rasch wieder einfangen.

Zwei folgenschwere Unfälle

Gar Ungewöhnliches ereignete sich unlängst beim Wintermeeting in Paris-Vincennes. In den Tagen rund um den Prix d'Amérique kam es gleich zu zwei folgenschweren Unfällen - nicht einmal im Rennen, sondern in der Aufwärm- bzw. Startphase. Am Sonntag erwischte es den Italiener Giuseppe-Pietro Maisto, der sich Frakturen im Hüft- und Beckenbereich zuzog und mehrere Stunden lang operiert werden musste.

Während der Neapolitaner mindestens ein halbes Jahr ausfällt, kann Jean-Michel Bazire vielleicht schon in zwei Monaten wieder seiner Berufung als Trabrennfahrer nachgehen. Der französische Dauer-Champion geriet am Montag derart unglücklich unter sein Pferd, dass ihm dieses mit der Hinterhand das linke Schien- und Wadenbein brach.

Bazire und Maisto fehlte im entscheidenden Moment ein Schutzengel. Es waren die berühmten Ausnahmen der Regel, doch zeigten diese beiden Zwischenfälle auch, dass man die Risiken des Sulkysports nicht hoch genug einschätzen kann. Trabrennfahrer leben eben doch gefährlich.

Deutschland wählt - und keiner erfährt es!

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