Snooker: Ding Junhui gewinnt UK Championship

69 kg Pasteten für einen Chinesen

Von Alexander Mey
Montag, 14.12.2009 | 17:49 Uhr
Ding Junhui ist erst 22 Jahre alt und trotzdem schon in der Snooker-Weltspitze etabliert
© Getty
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Der Titel des UK Champions 2009 geht nach China. Ding Junhui hat im Finale der UK Championship Weltmeister John Higgins geschlagen. Als Belohnung gab es fast 70 Kilogramm Pasteten. Höhepunkt des Turniers war das Halbfinale zwischen Higgins und Ronnie O'Sullivan.

Die Frage aller Fragen nach dem Finale der UK Championship: Was soll Ding Junhui mit 69 Kilogramm Pasteten anfangen? Essen? Wohl kaum. Verschenken? Schon eher. Schließlich wird der Chinese in der Heimat genügend Verwandte und Bekannte haben, die sich über exotisches Essen aus England freuen.

Viel mehr als über den Preis von Hauptsponsor "Pukka Pies", der als Gag das Körpergewicht des Siegers in seinen Pasteten aufwog, war Ding Junhui natürlich die Tatsache, dass er in einem hart umkämpften Finale Weltmeister John Higgins 10-8 besiegt hatte. Es war sein zweiter Triumph nach 2005 beim zweitwichtigsten Weltranglisten-Turnier.

Higgins hadert mit leichtem Fehler

"Das war eine verrückte Woche. Ich kann es gar nicht glauben", freute sich der zurückhaltende Chinese. Ding hat sich durch den Erfolg auf Rang sechs der Weltrangliste verbessert.

Higgins haderte mit einer leichtfertig verschossenen braunen Kugel im 15. Frame. Beim Stande von 7-7 hatte er den Frameball, konnte diesen aber nicht nutzen. Danach fand Higgins nicht mehr zu seinem herausragenden Spiel.

Spektakuläres Halbfinale gegen O'Sullivan

Das zeigte der Weltmeister vor allem über weite Strecken des spektakulären Halbfinals gegen Ronnie O'Sullivan. In den ersten zehn Frames spielte Higgins O'Sullivan an die Wand, führte mit 8-2 und brauchte nur noch einen läppischen Frame zum Sieg im Prestige-Duell.

Doch dann kam The Rocket. O'Sullivan spielte sich unter höchstem Druck in einen Rausch und glich zum 8-8 aus - Entscheidungs-Frame.

Higgins hatte Angst vor O'Sullivan

Dort behielt Higgins dann die Nerven und rettete sich doch noch ins Finale. "Es gibt nichts Beängstigenderes, als ein Comeback von Ronnie, wenn er voll im Rhythmus ist", sagte Higgins. "Ich habe nur da gesessen und mir vorgenommen, die erste sich bietende Chance zu nutzen. Gegen jeden anderen kann man bei 8-2 vielleicht Geschenke verteilen - gegen Ronnie nicht."

Nach der UK Championship geht die World Tour in die Weihnachtspause. Am 10. Januar startet das Masters in der Wembley Arena in London.

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