Leichtathletik

Digel plädiert für ISTAF-Erhalt

SID
Helmut Digel spricht sich für den Erhalt des ISTAF aus
© Getty

In der Debatte über die Zukunft des ISTAF in Berlin hat sich Helmut Digel für dessen Erhalt ausgesprochen. "Das ISTAF ist ein schützenswertes Gut", so der ehemalige DLV-Präsident.

Der ehemalige DLV-Präsident Helmut Digel hat sich für den Erhalt des ISTAF in Berlin als bedeutendstes deutsches Leichtathletik-Meeting ausgesprochen. Zugleich bot sich das Mitglied des Councils des Weltverbandes IAAF als Moderator in der Diskussion um die ISTAF-Zukunft an.

"Das ISTAF ist das traditionsreichste Meeting der Welt und ein schützenswertes Gut", sagte der Tübinger Soziologie-Professor am Samstag in Berlin. "Wir sollten nochmal darüber nachdenken, wie wir mit dem aktuellen Ärger umgehen. Ich helfe gern, wenn ich gefragt werde."

"Kraft in die WM in Berlin investieren"

Digel kritisierte, dass die Debatte ums DKB-ISTAF und seine Perspektive in der zum Jahr 2010 eingeführten Diamond League zur Unzeit komme. "Wir sollten jetzt alle Kraft in die WM in Berlin investieren und danach über das ISTAF sprechen." Obwohl die Veranstalter eigentlich bis Ende Juni für die neue Diamond League mit 13 bis 15 Meetings melden müssen, ließe die IAAF in diesem Punkt sicher mit sich reden.

"Präsident Lamine Diack bemüht sich persönlich darum, dass Berlin in der Diamond League dabei ist. Er wäre gesprächsbereit", meinte Digel.

Zukunft des ISTAF in Diamond League nicht sicher

Nachdem der jetzige ISTAF-Chef Gerhard Janetzky und Hauptgesellschafter Werner Gegenbauer zuletzt klar gemacht hatten, dass eine Zukunft des Sportfestes in der Diamond League nicht sicher ist, war unter der Woche Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), vorgeprescht.

Für den Fall der Verkleinerung des ISTAF und einem Rückzug aus dem Olympiastadion in den Jahn-Sportpark will der Verband ein eigenes Diamond-League-Meeting auf die Beine stellen.

Entscheidend für die Zukunft der deutschen Leichtathletik und des ISTAF ist der Erfolg im Fernsehen. Die Verhandlung über neue Fernsehverträge stehen erst im Herbst an.

DLV-Vorstoß nicht gegen ISTAF gerichtet

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