Donnerstag, 03.07.2008

Nach der Einbürgerung des NBA-Stars

Jubel über Kaman-Coup beim DBB

Frankfurt/Main - Mit einem einzigen Pass sind die Olympia-Hoffnungen der deutschen Nationalmannschaft sprunghaft gestiegen. Der deutsche Ausweis für den Amerikaner Chris Kaman hat beim DBB für Jubelstimmung gesorgt.

DBB, Basketball, Kaman
© DPA

Nach wochenlangem Ringen mit Behörden und Verbänden erhielt der Center mit den deutschen Urgroßeltern in Los Angeles seinen Pass für die Bundesrepublik Deutschland.

"Das ist ein großer Schritt in Richtung Olympia", frohlockte DBB-Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt, der Kaman in dessen Heimatstadt Los Angeles ins deutsche Konsulat begleitet hatte.

Nowitzki freut sich über Verstärkung

Nach der Einbürgerung ist der Blondschopf von den Los Angeles Clippers, für die er in der abgelaufen Saison in der NBA im Schnitt auf 15,7 Punkte, 12,7 Rebounds und 2,8 Blocks kam, ab sofort als naturalisierter Ausländer für das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann spielberechtigt.

Die für die NBA-Stars obligatorische Versicherung soll in den kommenden Tagen abgeschlossen werden.

"Das ist eine gute Nachricht. Chris hat in der NBA eine tolle Entwicklung genommen und macht uns unter den Körben noch stärker", sagte Nowitzki, der durch das Mitwirken Kamans beim Olympia-Qualifikationsturnier in Athen (14. bis 20. Juli) erheblich entlastet werden dürfte.

Debüt gegen Kanada

Bis zur ersten Partie in der griechischen Hauptstadt am 15. Juli gegen die Kapverdischen Inseln bleibt allerdings nicht mehr viel Zeit, um den 26-Jährigen ins Team zu integrieren.

Kaman, für dessen Einbürgerung sich auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble eingesetzt hatte, wird voraussichtlich bei den Spielen gegen Kanada in Hamburg oder Mannheim sein Debüt im DBB-Team feiern.

"Wir werden jetzt in der Kürze der Zeit versuchen, ihn möglichst gut ins Team zu integrieren", sagte Bauermann. Dass der NBA-Star nun endlich mitwirken kann, erleichtert dem 50-Jährigen die Vorbereitung.

Bauermann und das Luxusproblem

Allerdings bringt das Mitwirken des 2,13-Meter-Riesen auch eine schwere Entscheidung mit sich. Für den beidhändig gleich stark werfenden US-Boy muss ein anderer Spieler aus dem Kader gestrichen werden, der in den beiden bisherigen Testspielen gegen Polen bereits überzeugte.

Vor allem die überraschend starken Debütanten machen Bauermann die Entscheidung schwer. "Das ist ein Luxusproblem, das aber jede Menge Spaß macht", sagte der Bundestrainer.

Jungen Wilden unter der Lupe

Beim Supercup in Bamberg will der Oberhausener die jungen Wilden um Tim Ohlbrecht, Konrad Wysocki, Philip Zwiener und Rouven Roessler noch einmal gründlich unter die Lupe nehmen.

"Ich bin gespannt, wie sie sich gegen stärkere Gegner präsentieren", meinte Bauermann. Mit Auftaktgegner Puerto Rico und Griechenland sowie Slowenien nehmen beim traditionsreichen Vier-Nationen-Turnier nur Teams teil, die in einer Woche auch in Athen um ihre Olympia-Chance kämpfen.

Doch die Debütanten haben ihre Sache bislang so gut gemacht, dass selbst der bevorstehende Ausfall von Ademola Okulaja zu kompensieren scheint. Der ehemalige Spanien-Legionär, wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Silbernen Generation, klagt weiter über Rückenbeschwerden, sein Einsatz in Bamberg ist fraglich.


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