Freitag, 16.01.2015

HBL und DHB werben

Migrationshintergrund gesucht

Der deutsche Handball will künftig von den Erfahrungen im Fußball profitieren und sucht verstärkt nach Sportlern mit Migrationshintergrund. "Wenn wir Volkssport bleiben wollen, müssen wir was ändern", sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Frank Bohmann ist Geschäftsführer der HBL
© getty
Frank Bohmann ist Geschäftsführer der HBL

"Wir müssen diese Menschen für Handball begeistern, denn wenn sie sich für unseren Sport entscheiden, entscheiden sie sich für die populärste Ballsportart hinter Fußball."

Der Deutsche Handballbund (DHB) hatte zuletzt die Kampagne "Integration gelingt spielend!" angestoßen. "Wir schicken mittlerweile Trainer in Schulen, die in Vierteln mit hohem Ausländeranteil liegen", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning, räumte allerdings ein, dass "solche Maßnahmen bis dato wenig durchdacht waren".

Die Initiativen der Liga und des DHB kommen nach Focus-Informationen auch deshalb in Gang, weil Wissenschaftler den Verantwortlichen vorwerfen, ein gezieltes Anwerben von Sportlern in multikulturellen Stadtvierteln versäumt zu haben.

"Das haben Vereine und der DHB schlicht verschlafen", sagte der ehemalige Bundesligaspieler Klaus Cachay, heute Migrationsforscher und Sportwissenschaftler an der Universität Bielefeld.

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