"Ismaik zum Überleben gebraucht"

Dienstag, 01.03.2016 | 14:15 Uhr
Seit dem 5. November 2015 ist Oliver Kreuzer Sportchef des TSV 1860 München
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
UEFA Champions League
Ajax -
Graz
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
Copa Sudamericana
Sao Paulo -
Colon Santa Fe
Club Friendlies
West Ham -
Angers
Club Friendlies
Brighton -
Sporting
Championship
Reading -
Derby County

Abstiegskampf in der 2. Bundesliga, ein twitternder Investor und eine offene Stadionfrage: Der TSV 1860 München hat im Moment mehrere Baustellen. Diese zu moderieren ist seit fast vier Monaten Aufgabe von Sportchef Oliver Kreuzer. Im Interview spricht er über all das und versichert: "Hier herrscht nicht das große Chaos."

SPOX: Herr Kreuzer, seit November 2015 sind Sie Sportdirektor beim TSV 1860 München. Provokante Frage zu Beginn: Warum haben Sie sich das angetan?

Oliver Kreuzer: Mein letzter Verein war der HSV, auch dort ging es oft sehr turbulent zu. Wenn man ein Jahr lang nicht mehr in diesem Job gearbeitet hat, dann will man irgendwann wieder etwas tun. Dafür war 1860 nicht die schlechteste Adresse. Natürlich habe ich mitbekommen, was in und um den Verein in der Vergangenheit passiert ist. Mein erster Eindruck war, das gebe ich zu: 1860 ist etwas verrückt.

SPOX: Heißt konkret?

Kreuzer: Man muss das richtig einordnen, ich kenne ja auch die Medienlandschaft in München. Da wird vieles aufgebauscht und hochstilisiert, was gar nicht so dramatisch ist. Das war für mich alles aber kein Grund zu sagen: 'Um Gottes Willen, das tue ich mir auf keinen Fall an.' Es ist eine sehr spannende Aufgabe, diesen Verein sukzessive wieder nach oben zu führen.

SPOX: Das Wort verrückt muss ja auch nicht unbedingt nur negativ konnotiert sein.

Kreuzer: Eben. Der Verein hat Ismaik damals gebraucht, um überhaupt zu überleben. Daher ist der Einfluss von außen bei uns vielleicht etwas größer als sonst wo, sodass die Dinge manchmal verrückter wirken als bei anderen Vereinen. Wenn man einen Investor mit im Boot hat, ist das etwas anderes als komplett eigenständig zu sein. Der Verein ist positiv verrückt, aber hier herrscht nicht das große Chaos. Wir wissen alle: ein solcher Verein steht und fällt mit dem sportlichen Erfolg.

SPOX: Dieser blieb seit dem Abstieg aber weitestgehend aus. Woran liegt das?

Kreuzer: Da gibt es keine pauschale Antwort. Es ist ein Prozess, wenn ein Verein über Jahre nicht auf die Beine kommt. Ein Abstieg ist immer schwer. Man will im ersten Jahr wieder aufsteigen, unternimmt große finanzielle Anstrengungen und dann schafft man es dennoch nicht. Daraufhin probiert man es ein zweites und drittes Mal, hält nebenbei im Prinzip das Erstliga-Level und stellt irgendwann fest: 'Wir sind ja gar kein Erstligaverein mehr.' Das muss man als Verein und im Umfeld auch erstmal akzeptieren können. Es wurde offensichtlich die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen und deshalb sind wir heute nach zwölf Jahren ein Zweitligaverein.

SPOX: Blickt man auf die Tabelle, so fragt man sich, wie lange noch. Die Löwen stehen im Moment auf dem drittletzten Platz. Glauben Sie noch an Rang 15?

Kreuzer: Ich glaube sogar an Platz 14. Das ist machbar. Speziell am Ende einer Saison gibt es oft Kuriositäten. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass wir den Relegationsplatz erreichen. Wir sind noch lange nicht abgestiegen.

SPOX: Was hätte ein möglicher Abstieg für Konsequenzen für den Verein?

Kreuzer: Die zweite Mannschaft müsste auf jeden Fall in die Bayern-Liga absteigen, denn das ist so reglementiert. Es gäbe natürlich auch finanzielle Einschnitte, da das TV-Geld von der DFL wegbrechen würde. Im Moment bekommen wir sechs Millionen Euro, in der 3. Liga wären es 900.000 Euro. Wir würden dann umso mehr auf den Nachwuchs setzen. Unser Nachwuchsleistungszentrum hat die beste Auszeichnung in Deutschland bekommen. Das würden wir auch bei einem Abstieg gerne aufrechterhalten.

SPOX: Wie sähe in einem solchen Szenario Ihre persönliche Zukunft aus?

Kreuzer: Ich habe einen gültigen Vertrag für die 3. Liga.

Seite 1: Erstliga-Illusionen, Zweitliga-Realitäten und Drittliga-Konsequenzen

Seite 2: Hasan Ismaik, der große Zauberer und Kreuzers Manager-Alltag

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung