Fortuna-Krawalle in Frankfurt

Polizei nimmt vier Personen fest

SID
Sonntag, 23.03.2014 | 18:09 Uhr
Die Fans der Düsseldorfer Fortuna sind schon öfter negativ aufgefallen
© getty
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Die Frankfurter Polizei hat während der Krawalle im Fanblock von Fortuna Düsseldorf im Spiel beim FSV Frankfurt (0:0) vier Personen wegen Körperverletzungsdelikten vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Das bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt/Main am Sonntag dem "SID". Nach gut einer halben Stunde der sportlich schwachen Partie war es zu Auseinandersetzungen unter den Anhängern des Zweitligisten aus Düsseldorf gekommen.

"Möglicherweise ging es um ein Plakat oder ein Banner, das die einen wollten und die anderen nicht", sagte der Sprecher: "Da mussten wir eingreifen."

Während der Massenschlägerei zwischen beiden Gruppen waren "Nazis raus!"-Rufe zu hören, die Polizei schritt massiv ein. Laut Auskunft der Stadionwache wurden zudem die Personalien einiger Randalierer festgestellt. Der Gästeblock des Stadions am Bornheimer Hang war mit rund 3000 mitgereisten Fans aus dem Rheinland gefüllt.

Erst unmittelbar vor Spielbeginn erreichte die Fortuna-Fanklubs offenbar die Information, dass "erneut die Fahne der faschistischen Ultra- und Hooligangruppe 'Frente Atletico' (Atletico Madrid) von Mitgliedern der 'Bushwhackers' Düsseldorf aufgehangen wurde", hieß es in einer Erklärung mehrerer Fanklubs.

Gemeinsame Stellungnahme

"Wir haben immer versucht, zu verhindern, was heute passiert ist. Von Hooligans verschiedener Couleur körperliche Gewalt zu erfahren, gehört nicht zu unserer Vorstellung von Fankultur und einem erfolgreichen Spieltag", teilten die Fanklubs in einer Stellungnahme mit.

Beleidigungen und Drohungen, "die bis zu Mord und Vergewaltigung reichen, gibt es seit Wochen und Monaten in beängstigender Regelmäßigkeit", teilten die Fanklubs mit: "Dennoch - oder gerade deshalb - haben wir immer gehofft, ohne körperlichen Schaden Lösungen und Fortschritte herbeiführen zu können."

Der Verein reagierte am Samstagabend und teilte mit, es gebe "in der eigenen Fangemeinde keine organisierten rechtsradikalen Gruppierungen oder Gruppierungen, die von Rechtsradikalen unterwandert sind". Die Aufarbeitung des Vorfalls laufe noch.

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