Chaos und Randale nach KSC-Abstieg

SID
Dienstag, 15.05.2012 | 14:06 Uhr
In Karlsruhe kam es nach dem Abstieg des KSC zu schweren Ausschreitungen
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
NFL
So17.12.
RedZone: Alle NFL-Spiele in der Konferenz
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
FC Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premiership
Hearts – Hibernian

Nach dem Abstieg des Karlsruher SC aus der Zweiten Bundesliga ließen am späten Montagabend einige Hundert Fans des Traditionsklubs ihrem Frust freien Lauf. Bei Ausschreitungen rund um das Wildparkstadion nach dem 2:2 im Relegations-Rückspiel gegen den SSV Jahn Regensburg, das den Gästen aus Bayern zum Aufstieg reichte, wurden nach Polizeiangaben 58 Personen verletzt worden, darunter 18 Beamte.

Eine Frau erlitt nach einem Sturz aus drei Metern Höhe schwere Verletzungen. 120 Randalierer sind nach Polizeiangaben vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Gegen einige Fans wurden Stadionverbote verhängt.

"Weder die Mannschaft noch Teile der Fans haben sich als zweitligatauglich erwiesen", sagte ein Polizeisprecher. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff waren Dutzende Fans auf den Platz gestürmt. Sie wurden von Ordnungskräften rasch in den Zuschauerblock zurückgedrängt.

Fans schießen mit Leuchtmunition und Böllern auf Ordner

Später belagerten mehrere Hundert enttäuschte Anhänger den Verwaltungstrakt. 150 gewaltbereite Fans drangen bis zum Eingang der Funktionsräume vor. Sicherheitspersonal verhinderte das Erstürmen der Geschäftsstelle und der Polizeiwache.

Die Randalierer schossen Leuchtmunition und Böller auf die Ordnungskräfte. Durch einen Steinwurf ging die Frontscheibe des Regensburger Mannschaftsbusses zu Bruch. Erst als einige KSC-Spieler und Manager Oliver Kreuzer das Gespräch mit den enttäuschten Fans suchten, beruhigte sich die Lage etwas.

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther, der vom Ehrengastbereich aus das gespenstische Treiben beobachtete, sagte: "Ich verstehe zwar die Depression, den Unmut und die Enttäuschung. Aber die Gewaltszenen sind völlig inakzeptabel. Dass es sowohl bei den Fans als auch bei den Beamten Verletzte gab, ist sehr bedauerlich."

Spontaner Gewaltausbruch

Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei am Adenauerring vor dem Stadion warfen die Frustrierten Flaschen und Steine auf die Beamten, die sich mit Schlagstöcken und Pfefferspray zur Wehr setzten. Laut Polizeiangaben dauerten die Ausschreitungen bis gegen 2.30 Uhr am Dienstagmorgen. Die Spieler und Offiziellen beider Mannschaften konnten deshalb erst weit nach Mitternacht das Stadion verlassen.

Die Polizei war mit 200 Beamten vor Ort. Beim Risikospiel der höchsten Sicherheitskategorie gegen Eintracht Frankfurt vor zwei Wochen waren 900 Polizisten des Landes und 500 Beamte des Bundes im Einsatz. Die vergleichsweise geringe Zahl in Karlsruhe begründete der Sprecher damit, dass "im Vorfeld nicht mit der Brisanz wie gegen Frankfurt" zu rechnen gewesen war. "Die Fans haben offensichtlich spontan ihren Frust abgebaut".

GdP fordert Härte der Justiz gegen Randalierer

Vor dem Hintergrund der neuerlichen Ausschreitungen in Karlsruhe meldete sich die Gewerkschaft der Polizei zu Wort. Es sei nach Meinung des GdP-Bundesvorsitzenden Bernhard Witthaut nicht mehr länger hinnehmbar, dass "eine Gruppe von skrupellosen Chaoten den Fußball und seine weit überwiegende Zahl friedlicher Fans mit ihren Randale-Orgien in Sippenhaft" nehme. Wer beim Fußball die Gewalt suche, der müsse die volle Härte der Justiz finden.

"Sport-Gewalttäter sind in erster Linie keine Fans des Fußballs, sondern vor allem Fans ihrer eigenen Arroganz gegenüber dem Spiel, den Spielern, den Vereinen und den friedlichen Zuschauern", sagte Witthaut. Nach Auffassung der GdP hätten sich vor allem betroffene Vereine bis heute nicht ausreichend genug von diesen Randalierern distanziert, sagte der GdP-Vorsitzende.

Die Polizei akzeptiere nicht, dass sie die Versäumnisse der Vereine auf ihre Kosten weiter ausbaden soll - mit schweren Verletzungen durch Stein- und Flaschenwürfen, mit Brandverletzungen durch Pyrotechnik oder Hörschäden durch Böllerwürfe.

Karlsruher SC: News und Informationen

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung