Wegen mangelnden Schutzes des Gegners bei Kassenrollen-Wurf

Teilsperre der Stehplatzränge für St. Pauli

SID
Montag, 27.02.2012 | 17:07 Uhr
5800 Fans müssen beim Heimspiel des FC St. Pauli gegen den KSC draußen bleiben
© Getty
Advertisement
Scottish Premiership
Sa13:00
Rangers - Celtic: Das 409. Old Firm steht an!
Copa Libertadores
Live
River Plate -
Jorge Wilstermann
Copa Libertadores
Live
Lanus -
San Lorenzo
CSL
Guoan -
Shanghai SIPG
Ligue 1
Nizza -
Angers
Ligue 1
Lille -
Monaco
Primeira Liga
Porto -
Portimonense
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
CSL
Tianjin Teda -
Tianjin Quanjian
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Primeira Liga
Benfica -
Ferreira
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avaí
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
Saint-Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Club Brugge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru

Der Kassenrollenwurf eines Fans auf den Frankfurter Profi Pirmin Schwegler kommt den Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli teuer zu stehen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter Vorsitz von Richter Hans E. Lorenz verurteilte den Hamburger Klub am Montag in mündlicher Verhandlung wegen "mangelndes Schutzes des Gegners" zu einer Teilsperrung der Stehplätze.

5800 Zuschauer müssen im nächsten Heimspiel gegen den Karlsruher SC am 12. März draußen bleiben. Das entspricht einem Einnahmeverlust von 63.000 Euro. Zudem muss St. Pauli die Kosten des Verfahrens tragen. Schwegler war in der 48. Minute des Spiels am 19. Dezember (2:0) am Kopf getroffen worden.

Der DFB-Kontrollausschussvorsitzende Anton Nachreiner hatte gegen den aktuellen Tabellendritten, der als Wiederholungstäter in Sachen Fan-Fehlverhalten gilt, einen Ausschluss sämtlicher 13.000 Stehplatzbesucher beantragt. Der Klub hielt "eine Geldstrafe in überschaubarem Rahmen" für angemessen, weil es sich eben nicht um einen Wurf mit der Absicht gehandelt habe, Schaden anzurichten.

Selbst Nachreiner sprach von einem "dummen Zufall", sah die Basis des Fehlverhaltens aber in der Fan-Kultur des Hamburger Vereins liegen. Es sei der dritte Vorfall binnen weniger Monate.

Laut Beschluss müssen die Blöcke A, B, C, G und H leer bleiben. Das Sportgericht sei wegen des "vorbildlichen Nachgangverhaltens" von Täter und Klub "deutlich" hinter dem beantragten Strafmaß geblieben. Dennoch seien der Wurf als "Fahrlässigkeit" und St. Pauli als Wiederholungstäter zu werten. "Es kann nicht bei einer Geldstrafe bleiben", sagte Lorenz.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Wie St. Paulis Vizepräsident Gernot Stenger erklärte, überlege der Klub, das Urteil anzufechten. Der Klub hat eine Woche Zeit, in Berufung zu gehen. "Wir hatten auf eine Geldstrafe gehofft, die ein Riesenstück darunter liegt." Lobende Worte fand Stenger aber für die Tatsache, dass das Gericht das Geständnis und die Einsicht des Täters "zum Anlass genommen hat, von der hohen Forderung abzuweichen."

Der 20 Jahre alte Rollenwerfer, der wie Schwegler und Schiedsrichter Felix Zwayer selbst als Zeuge in Frankfurt auftrat, entschuldigte sich mit tränenerstickter Stimme bei dem Profi, beim Klub, beim DFB und bei den Fans für seinen fatalen Wurf. Die Papierrolle hatte sich nicht aufgewickelt und traf Schwegler am Kopf. Eintracht-Kapitän Schwegler zog sich laut eigener Aussage "eine kleine Beule" zu.

Der 20 Jahre alte Abiturient hatte sich zwei Tage nach seiner Tat auf der Geschäftsstelle des Klubs selbst gestellt. Der angehende Lehramtsstudent bat danach bei Schwegler per E-Mail und persönlich beim Verein für sein Fehlverhalten um Entschuldigung.

Dass der Täter bei der mündlichen Verhandlung selbst als Zeuge auftrat, wertete Richter Lorenz als "positives Signal" und Novum. Mit brüchiger Stimme schilderte der junge Mann den Zwischenfall und äußerte tiefe Reue über "die Scheiße, die ich gemacht habe".

Täter vom schlechten Gewissen geplagt

Der derzeitige Aushilfsjobber berichtete, dass er das von einem Nebenmann erhaltene Corpus Delicti "in den Himmel" werfen wollte, auf dass es sich aufrolle. Als er sah, dass sich die Rolle eben nicht zur Schlange entwickelte und stattdessen "als kleines Geschoss" übers Fangnetz flog und den Spieler Schwegler traf, habe er "die Hände vors Gesicht" geschlagen.

Die folgenden zwei Nächte habe er kaum geschlafen: "Man fühlt sich schuldig, wenn man so einen Scheiß macht." Über den Fanbeauftragten habe er sich dann am Mittwoch nach dem Montagabendspiel beim Klub gemeldet.

Der FC St. Pauli ist ein guter Bekannter beim Sportgericht. Erst war der Kaiserslauterer Kapitän Christian Tiffert am Millerntor von einem Schneeball getroffen worden.

Wegen eines Bierbecherwurfs musste der Erstliga-Absteiger das erste Heimspiel auf neutralem Platz in Lübeck austragen. Weil in dieser Saison im Spiel gegen Aue ein leerer Bierbecher den Schiedsrichter traf, wurden die Hamburger mit 8.000 Euro zur Kasse gebeten.

Der FC St. Pauli im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung