Obasi will bei Olympia spielen

SID
Montag, 07.07.2008 | 16:55 Uhr
Obasi, Hoffenheim
© Getty
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Sinsheim - Bundesligist 1899 Hoffenheim hat im Streit um eine Olympia-Teilnahme von Stürmer Chinedu Obasi einen Rückschlag erlitten. Der 22 Jahre alte Nigerianer erklärte afrikanischen Medienberichten zufolge, er wolle unbedingt für sein Land bei den Spielen in Peking starten.

Obasi war vor einer Woche nicht zum Trainingsauftakt der Hoffenheimer erschienen und bereitet sich gegen den Willen des Vereins mit der Olympia-Auswahl Nigerias auf das Turnier in China vor.

"Wir werden Obasi auf keinen Fall die Freigabe erteilen. Für Olympia besteht keine Abstellungspflicht", sagte 1899-Trainer Ralf Rangnick.

Obasi habe bei seiner Abreise nach Afrika versprochen, auf Peking zu verzichten, erklärte Rangnick. Aber offensichtlich habe ihn der nigerianische Verband gehörig unter Druck gesetzt.

Training statt Urlaub

Sogar seine Mutter sei telefonisch kontaktiert worden. Den Coach ärgert, dass Obasi schon seit mehr als zwei Wochen in Nigeria trainiert und sogar an einer Testspielreise nach Portugal teilnahm, während er eigentlich im Urlaub Kräfte für die neue Saison sammeln sollte.

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Sollte Obasi im August in Peking auflaufen, würde er den Nordbadenern in den ersten Wochen der Saison fehlen.

Gerüchten um eine vorzeitige Trennung von Obasi widersprach Hoffenheims Manager Jan Schindelmeiser allerdings. Demnach konnte bisher sogar der vom Verein eingeschaltete Weltfußballverband FIFA den nigerianischen Verband nicht erreichen.

Beschwerde per Bote

Die Hoffenheimer Beschwerde sei deshalb durch einen Boten übermittelt worden. Der Verein hofft nun, dass Obasi in dieser Woche zurückkehrt. Im Moment liege sein Reisepass bei der chinesischen Botschaft in Nigeria.

Chinedu Obasi kam vor einem Jahr für sechs Millionen Euro Ablöse von Lyn Oslo nach Hoffenheim. Mit zwölf Saisontreffern war der Torjäger maßgeblich am Erstliga-Aufstieg des Dorfvereins aus der Nähe von Heidelberg beteiligt.

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