Fussball

Beckenbauer glaubt nicht an den Titel

SID
Franz Beckenbauer glaubt nicht an den Titelgewinn bei der WM in Brasilien
© getty

Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer (68) traut der Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bei der Weltmeisterschaft in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) nicht den Titel zu. Dem HSV rät er derweil zu Veränderungen.

"Ich hoffe, dass man eine gute Weltmeisterschaft spielt, dass man Werbung für den deutschen Fußball macht, und ich hoffe, dass Deutschland ins Halbfinale kommt", sagte Beckenbauer am Rande der Verleihung des deutschen Stifterpreises an seinen Freund und Sportmäzen Dietmar Hopp.

Für den Triumph im Finale von Rio de Janeiro seien allerdings derzeit zu viele Leistungsträger verletzt oder außer Form, glaubt Beckenbauer, der 1974 als Spieler und 1990 als Teammanager die WM gewonnen hat.

Den verletzungsbedingten Ausfall von Lars Bender (Muskel-Sehnen-Verletzung im rechten Oberschenkel) sieht Beckenbauer nicht dramatisch. "Für ihn ist es ein großes Unglück, aber es ist kein großes Unglück für die Gemeinschaft", sagte Beckenbauer: "Jeder ist zu ersetzen, der Kader ist stark genug, diesen Verlust aufzufangen."

Veränderungen bei HSV nötig

Beckenbauer riet dem Bundesliga-Dino zum Umsetzen der Reforminitiative HSVPlus. "Veränderungen müssen kommen. Man muss das Heft des Handelns in die Hand nehmen und investieren", sagte die Bayern-Legende: "Mit dieser Mannschaft ist man nicht überlebensfähig. Es kann nicht sein, dass der HSV gegen den Abstieg kämpft."

Eine Woche, nachdem die Hanseaten in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth knapp die Klasse gehalten haben, entscheiden die HSV-Mitglieder an diesem Sonntag über die Ausgliederung ihrer Fußball-Abteilung in eine AG nach dem Vorbild des FC Bayern. Damit würde sich der finanziell angeschlagene Klub für Investoren öffnen und könnte neue Einnahmequellen erschließen. Voraussetzung für die Umsetzung ist eine Dreiviertelmehrheit.

Die WM im Überblick

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