France Football: Vetternwirtschaft bei WM-Vergabe?

Katar hat Platinis Stimme für WM 2022 gekauft

Von Stefan Petri
Donnerstag, 31.01.2013 | 10:50 Uhr
Hat sich UEFA-Präsident Michel Platini bei der WM-Vergabe 2022 erkaufen lassen?
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Bayer: Die Highlights des Eröffnungsspiels
J1 League
Gamba Osaka -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Brom (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
West Ham (Delayed)
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Die französische Zeitschrift "France Football" hat mit einem Bericht über die Vergabe der WM 2022 an das arabische Emirat Katar für Aufsehen gesorgt. Demnach soll sich der Wüstenstaat unter anderem die Stimme von UEFA-Präsident Michel Platini durch milliardenschwere Investitionen erkauft haben.

Der hat mittlerweile dementiert. Auch an den zukünftigen Bayern-Trainer Josep Guardiola sollen Millionen geflossen sein.

Auf 16 Seiten berichtet "France Football" über Korruption, Vetternwirtschaft und geflossenen Millionen bei "Qatargate". So soll sich Prinz Tamim bin Hamid al-Thani von Katar zehn Tage vor der WM-Vergabe am 2. Dezember 2010 mit Platini und dem damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy getroffen haben. Dieser habe Platini dazu gebracht, "aus geopolitischen Gründen" für Katar zu stimmen.

Platini wehrt sich

Im Gegenzug habe das Emirat insgesamt zehn Milliarden in französische Projekte und Immobilien investiert haben. Dazu gehört auch die Übernahme des Ligue-1-Klubs Paris Saint Germain und die Gründung des Fernsehsenders "beIN-Sport", der eine dreistellige Millionensumme für die Fernsehrechte der ersten französischen Liga zahlt.

Der 57-jährige UEFA-Präsident hat den Bericht mittlerweile dementiert und die Vorwürfe von sich gewiesen. "Zu glauben, dass meine Wahl für Katar 2022 aufgrund von Arrangements zwischen dem französischen Staat und Katar getroffen wurde, ist nichts als reine Spekulation", heißt es in einer Pressemitteilung Platinis. Das Abendessen mit Sarkozy habe es zwar gegeben, er habe jedoch unabhängig abgestimmt, um "die WM in diesen Teil der Welt zu bringen".

Millionen für Guardiola und Zidane

Auch für die Werbung von WM-Botschaftern wie Gabriel Batistuta und Zinedine Zidane sollen viele Millionen Euro geflossen sein. "Man musste natürlich großzügige Botschafter für ein Land zahlen, das nie einen bekannten Fußballer hervorgebracht hat", so France Football. Auch Josep Guardiola, der im Sommer das Traineramt von Bayern München übernehmen wird und von 2003 bis 2005 in Katar gespielt hatte, gehörte zu den Werbeträgern für die WM. "Die Schätzungen reichen von 11 bis 25 Millionen Euro für die wichtigen Köpfe Zidane und Guardiola" heißt es in dem Bericht.

Laut "Bild" ist die an Guardiola gezahlte Summe niedriger anzusetzen. Der frühere Trainer vom FC Barcelona - die "Qatar Foundation" ist mittlerweile Trikotsponsor der Katalanen - wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

Bereits im Mai 2011 war eine E-Mail von FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke aufgetaucht, in der es hieß: "Sie haben die WM 2022 gekauft". Valcke dementierte umgehend: Die E-Mail sei unglücklich formuliert gewesen.

Michel Platini im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung