Die Schalke-Stars der Zukunft?

Terminator und der doppelte Max

Von Haruka Gruber
Mittwoch, 06.06.2012 | 16:07 Uhr
Sead Kolasinac (r.) steht beim FC Schalke 04 vor dem Sprung in den Profikader
© Imago
Advertisement
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit BVB, VfB und Leipzig
1. HNL
Live
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Live
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Live
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Live
Metz -
Dijon
Ligue 1
Live
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Live
Rennes -
Lille
Premier League
Live
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Live
Barcelona -
Malaga
Serie A
Live
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

Sechs Jahre nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch Schalkes A-Jugend um Mesut Özil, Benedikt Höwedes, Ralf Fährmann und Sebastian Boenisch sorgt die neue S04-Generation für ähnliches Aufsehen. Nach dem Gewinn der Bundesliga West steht nun das Halbfinal-Hinspiel in Wolfsburg an. Mit Oliver Ruhnert, Sportlicher Leiter der Nachwuchsabteilung, stellt SPOX die sechs größten Nachwuchshoffnungen vor.

Sead Kolasinac

Alter: 18

Position: Defensives Mittelfeld/Innenverteidigung

DFB: U-19 Nationalspieler

Erinnert nicht nur wegen der Ähnlichkeit im Gesicht und in der Physiognomie an den zwei Jahre älteren Papadopoulos. Beide spielen mit der selben Robustheit und mit dem Verständnis eines nicht zu stoppenden Terminators. "Sead lebt von seiner überragenden Physis", sagt Ruhnert.

Der Schalke-Nachwuchsboss betont zugleich, dass Kolasinac nicht zu vergleichen sei mit vielen Talenten vor ihm, die nur aufgrund körperlicher Vorteile im Nachwuchsbereich dominierten und bei den Profis, im Wettstreit echter Männer, nichts auszurichten wussten und scheiterten. Ruhnert: "Sead ist nicht so stark, weil er einen Kopf größer ist als andere, sondern weil er sehr gut mit seinem Körper umzugehen versteht. Das ist ein großer Unterschied."

Auffällig außerdem: Kolasinac wird wohl nie ein Vertreter gehobener Fußball-Kunst, doch das Verständnis ist so ausgeprägt, dass er mühelos zwischen den Positionen switchen kann. Ob nun als Sechser oder als Innenverteidiger, seine Leistungen sind beständig gut. In dieser A-Jugend-Saison wurde er sogar erfolgreich im Angriff aufgestellt (6 Toren, 7 Vorlagen) - und sorgt für Verwirrung.

"Den Sturm schließe ich eigentlich aus. Aber wir haben intern oft diskutiert und sind uns noch nicht einig, auf welcher Position Sead am Ende landet", sagt Ruhnert. "Er ist eben extrem flexibel."

Zur Flexibiltät kam eine Reife hinzu, die aus dem früher schwierig zu führenden Kolasinac ein Muster an Verlässlichkeit machte. "Es gab Vorfälle bei seinen vorherigen Klubs. Wir haben ihm unmissverständlich klar gemacht, was wir von ihm erwarten", erinnert sich Ruhnert an die Verpflichtung Anfang 2011. Nach Karlsruhe, Hoffenheim und Stuttgart bedeutete Schalke die vierte Station in seiner jungen Karriere, hinzukamen mehrere Beraterwechsel.

Allerdings: "Den Sead von damals würde man heute gar nicht mehr erkennen. Er hat sich absolut positiv entwickelt", sagt Ruhnert, der in Kolasinac, Kapitän der U 19, das Sinnbild der neuen Generation sieht: "Die Mannschaft um Özil war geprägt von herausragenden Solisten, die aktuellle Mannschaft lebt vom bedingungslosen Teamgeist."

Der Lohn: Kolasinac unterschrieb letzte Woche einen Profivertrag über drei Jahre. Cheftrainer Huub Stevens ist ein großer Befürworter, weswegen er ihn in der abgelaufenen Saison bei der Bundesliga-Mannschaft mittrainieren ließ. Ruhnert: "Sead wird irgendwann in der Bundesliga spielen, das ist Fakt."

 

Max Meyer

Alter: 16

Position: Offensives Mittelfeld

DFB: U-17-Nationalspieler

Eine Ode, eigens vom Schalke-Nachwuchsboss verfasst. "Jedem, der Fußball liebt, geht das Herz auf", sagt Ruhnert, wenn er Meyer, das "Next big thing" des deutschen Fußballs, beschreiben soll. Der 16-Jährige erwies sich seinen Altersgenossen als derart überlegen, dass er im Winter 2011/12 aus der U 17 in die U 19 hochzogen wurde - wo er weiter brilliert.

Nach elf Toren und zehn Vorlagen in 17 B-Jugend-Bundesliga-Spielen gelangen ihm acht Scorer-Punkte (4+4) in acht A-Jugend-Bundesliga-Spielen. Zwischenzeitlich nahm er mit der deutschen U 17 an der EM teil, wurde Torschützenkönig (drei Treffer) und erreichte mit dem Team das Finale.

Er profitiert besonders vom Umdenken im deutschen Fußball: Früher wurde sklavisch nach Körpergröße gescoutet, mittlerweile entscheidet mehr die fußballerische Klasse, ob ein Talent gefördert wird. Ruhnert: "Ich weiß, dass nicht alle im Verein glücklich waren, als wir ihn als 13-Jährigen geholt haben. Einige waren skeptisch und dachten, er wäre zu klein."

Mittlerweile weiß Meyer den gesamten Verein hinter sich - und das nicht nur, weil er in den letzten Monaten um vier Zentimeter auf 1,69 Meter wuchs.

Schalkes Max Meyer im Interview: "Der Messi-Vergleich ist mir unangenehm"

 

Philipp Max

Alter: 18

Position: Linksaußen/Sturm

DFB: -

Es hatte lange den Anschein, als ob Philipp Max so gar nicht den Weg seines Vaters folgen würde. Während Martin Max als zweimaliger Bundesliga-Torschützenkönig (2000, 2002) zu den besten Stürmern der Neuzeit gehört, versuchte sich der Sohn in der Jugend des FC Bayern vor allem als Linksverteidiger. Mit vielversprechenden Ansätzen, doch ohne den durchschlagenden Erfolg.

Als sich die Familie Max im Sommer 2010 dazu entschloss, aus dem Süden wieder in den Ruhrpott zu ziehen, bot sich die Möglichkeit eines Neubeginns. Philipp Max wechselte zu Schalke - und wurde vom Mitläufer zum Leistungsträger. Und das auf ungewohnter Position.

Bei den Bayern wurde er gelegentlich links offensiv eingesetzt, auf Schalke schob man ihn noch weiter nach vorne: ins Sturmzentrum. Angesichts der Beförderung von Philipp Hofmann zur U 23 entstand eine Vakanz, die der früher schmächtige Max dank neuer Muskeln exzellent ausfüllte (15 Tore, 5 Vorlagen). Ruhnert: "Dass er torgefährlich sein kann, ahnten wir schon. Trotzdem ist es überraschend, auf welchem Niveau er sich bewegt."

Perspektivisch ist aber Max' Rückkehr auf die linke Seite angedacht, "ob vorne oder hinten, müssen wir noch sehen", sagt Ruhnert. Eine defensivere Ausrichtung würde insofern Sinn machen, dass sich in der B-Jugend mit Maximilian Dittgen ein weiterer starker Linksaußen anbietet. Ruhnert über Dittgen, mit Meyer U-17-Vizeeuropameister geworden: "Ein brutal guter Linksfuß."

Teil II: Ein Sturmtank, ein Allrounder und ein Abtrünniger

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung