Gaziantepspor: Cenk Tosun startet durch

So beliebt wie der türkische Otto Waalkes

Von Fatih Demireli
Freitag, 25.02.2011 | 08:55 Uhr
Cenk Tosun spielt aktuell für die deutsche U-21-Nationalmannschaft
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Cenk Tosun wechselte still und leise in der Winterpause von Eintracht Frankfurt zu Gaziantepspor in die Türkei. Der junge Stürmer ist nur wenige Wochen nach seinem Wechsel einer der begehrtesten Spieler der Süper Lig. Tosuns Höhenflug ist nicht unbegründet. Sein größter Fan ist Guus Hiddink.

Saban hat ein trostloses Leben. Der notorische Tollpatsch ist Hausdiener der Familie Telliogullari. Weil er eigentlich ein lieber Kerl ist, haben die Telliogullaris nie daran gedacht, den faulen Saban vor die Tür zu setzen. Zumal die Familie andere Sorgen hat: Seit Jahrzehnten wollen sie "Yesil Vadi", das grüne Tal, erwerben und kämpfen dabei gegen ihre Erzfeinde: Familie Seferogullari.

Um sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen, hat Lütfü Telliogullari, der größte Sohn der Familie, eine blendende Idee: Saban ist ab sofort Tosun Pascha, der gefürchtete und blutrünstige Pascha aus Kairo, von dem sich alle fürchten. Saban, ein Typ wie hierzulande Otto Waalkes, vemasselt natürlich alles und ist am Ende wie immer der Buhmann.

"Tosun Pascha" ist der Lieblingsfilm der Türken. Hunderte Wiederholungen wurden seit 1976 ausgestrahlt, jedes Mal registrieren die TV-Sender riesige Einschaltquoten.

Von der Randfigur zum Hoffnungsträger

Seit Anfang dieses Jahres haben die Türken einen neuen Tosun Pascha. Und dieser ist nicht einmal ein Fake. "Tosun Pascha ist wieder da", titeln die türkischen Gazzetten. Gemeint ist nicht etwa Saban, sondern Cenk Tosun. Der 19 Jahre alte Stürmer wechselte in der Winterpause für 550.000 Euro von Eintracht Frankfurt zu Gaziantepspor.

War Tosun anfangs im Schatten der Wintertransfers von Besiktas, das mit Simao, Almeida und Fernandes drei Portugiesen holte, eher eine Randfigur, ist der Youngster drei Wochen später schon der neuen Hoffnungsträger des türkischen Fußballs. Vier Tore erzielte er in vier Pflichtspielen für seinen neuen Klub.

"Seine Auftritte überraschen mich nicht. Vielmehr überraschte mich, dass der Junge bei Eintracht Frankfurt keine Chance bekommen hat", sagt Erdal Keser gegenüber SPOX. Der Leiter des Europa-Büros der türkischen Fußballverbandes verfolgt den Tosuns Werdegang schon seit Jahren. Was Keser aktuell sieht, ist beeindruckend.

Keine Perspektive in Frankfurt

Tosun, der als Vorbild Zlatan Ibrahimovic angibt, ähnelt seinem Idol in der Spielweise durchaus: Technisch stark, aber auch physisch sehr präsent und als zentraler Fixpunkt in der Sturmspitze immer zur Stelle.

In Frankfurt galt er jahrelang als der kommende Mann, doch Michael Skibbe konnte ihm bei namhafter Konkurrenz wie Theofanis Gekas, Ioannis Amanatidis, Martin Fenin und Halil Altintop keine Perspektive aufzeigen. Folglich wollte die Eintracht Tosun keine Steine in den Weg legen.

Tosuns Debüt im Trikot Gaziantepspors war ein echter Showdown: Im Hinspiel des türkischen Pokal-Achtelfinals gegen Galatasaray schoss Tosun zwei sehenswerte Tore. Pikant: Galatasaray galt lange Zeit als neuer Klub des jungen Stürmers, mit Eintracht Frankfurt war der UEFA-Pokalsieger 2000 schon einig. Die Rechnung machten sie aber ohne Tosun: "Das Angebot von Galatasaray hat mich sehr geehrt, aber ich habe abgelehnt."

Kafkas baut Deutsch-Türken auf

Die Entscheidung sorgte in der Türkei für Aufsehen: Selten lehnen Spieler Angebote aus Istanbul ab, um in der anatolischen Provinz zu spielen. Doch Tosun sah höhere Einsatzchancen in Gaziantep als bei Galatasaray. "Die Entscheidung ist beeindruckend. Der Spieler hat sich für die Perspektive entschieden", sagt Tolunay Kafkas. Auch der Trainer von Gaziantepspor spielte bei der Entscheidungsfindung eine Rolle.

Der ehemalige Nationalspieler pflegt beste Kontakte nach Deutschland und lotste in den letzten Jahren immer wieder vielversprechende Deutsch-Türken in die Süper Lig und formte sie zu Nationalspielern: Serdal Kesimal, Ömer Sismanoglu und Hasan-Ali Kaldirim, die er zu Kayserispor holte, sind Kafkas' Vorzeigemodelle.

An der Reihe ist nun Tosun, der viel von seinem Trainer hält: "Er wollte mich schon zu Kayseri holen, aber damals hat der Transfer nicht geklappt. Es war schön zu sehen, wie er sich bemüht hat."

Tosun bleibt aber weiter ein Objekt der Begierde: Nicht (nur) etwa der Großklubs der Süper Lig, die Tosun nach dessen ersten Auftritten sofort auf ihre Wunschliste gesetzt haben. Auch der türkische Verband ist längst hinter Tosun her. Seit der U 15 spielt der gebürtige Wetzlarer für den DFB, aktuell ist er bei der U 21 aktiv. Doch Tosun scheint seine Zukunft in der Türkei zu sehen. "Ich weiß, dass er sein Herz in der Türkei hat", sagt Keser.

Du & Dein Freund: Bei den Profis trainieren? Jetzt fürs DB Fußball Camp anmelden!

Zusage für die Türkei

Oguz Cetin, Assistent von Nationaltrainer Guus Hiddink, bestätigte am Sonntag bei "LigTV" sogar indirekt schon eine Zusage. "Es ist sehr positiv, dass Cenk Tosun sich für die Süper Lig entschieden hat. Das zeigt, dass er heimatverbunden ist. Es gab sehr positive Gespräche mit ihm. Wir sind zuversichtlich", so Cetin.

Am Freitag gab Tosun nach SPOX-Informationen dem türkischen Verband die Zusage, dass er künftig für die türkische A-Nationalmannschaft spielen wird.

Der Sturm ist Hiddinks größte Baustelle. Es fehlt ein Knipser. In den letzten vier Länderspielen erzielte die Türkei kein Tor.

Möglicherweise wird Hiddink sein neues Juwel für das EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich im März einladen. "Ich kann Gaziantepspor nur dazu gratulieren, dass sie jungen Spielern wie Cenk vertrauen", sagt Hiddink.

Durchgestartet in der Süper Lig, Perspektive als A-Nationalspieler - mit 19 hat Tosun schon viel erreicht. Er gibt sich damit aber nicht zufrieden. "Ich will Gaziantepspor mit meinen Toren zu Erfolgen führen. Und irgendwann will ich bei einem europäischen Spitzenklub spielen." Tosun Pascha. Er ist wieder da.

Gaziantepspor: Der Tosun-Klub im Profil

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung