Supercopa - Hinspiel

"Wenn Özil den Ball berührt, ist das reine Magie"

Von Fatih Demireli / Marc-Oliver Robbers
Montag, 15.08.2011 | 15:30 Uhr
Das Rückspiel zwischen Real Madrid und Barcelona steigt am Mittwoch um 23 Uhr
© Getty
Advertisement
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
Primera División
Alaves -
Eibar
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Primera División
Real Betis -
Girona
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Primera División
Valencia -
Barcelona
Primera División
Espanyol -
Getafe
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Primera División
Malaga -
Levante
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Primera División
Leganes -
Villarreal
Primera División
Getafe -
Valencia
Primera División
Eibar -
Espanyol
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Primera División
Girona -
Alaves

Der FC Barcelona hat im Hinspiel der spanischen Supercopa bei Real Madrid ein 2:2 (2:1) ergattert und sich damit vor dem Rückspiel am Mittwoch einen Vorteil erspielt. Mesut Özil (13.) erzielte dabei das 700. Clasico-Tor überhaupt und wurde von der spanischen Presse gefeiert. Die weiteren Treffer besorgten David Villa (36.) und Lionel Messi (45.) für Barca, Xabi Alonso sorgte für den Endstand (54.). Am Rande der Partie gab Barcelona den Transfer von Cesc Fabregas bekannt.

Während der Halbzeitpause verkündete der FC Barcelona offiziell die Einigung mit dem FC Arsenal wegen Cesc Fabregas. Der Mittelfeldspieler wird am Montag den obligatorischen medizinischen Check absolvieren und im Anschluss einen Vertrag unterschreiben. Die Ablösesumme soll bei rund 40 Millionen Euro liegen.

Pressestimmen:

Marca: "Wenn Özil den Ball berührt, ist das jedes Mal reine Magie. Bei seinem Klasse-Tor blieb er ganz cool. Khedira verursachte angespannte Stimmung im Mittelfeld. In einigen Situationen übertrieb er bei der Härte."

As: "Özil war der Superstar der Partie und gab ein Solokonzert im Passpiel. Khedira hat nichts Kreatives zum Spiel beigetragen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Real ohne Neuzugang im 4-2-3-1 mit Benzema als einzige Spitze.

Bei Barca sitzen Xavi, Pique und Pedro auf der Bank. Sanchez feiert sein Pflichtspiel-Debüt in der Startelf. Alcantara ersetzt Xavi im Zentrum. Die Viererkette ist mit Alves, Mascherano, Abidal und Adriano neu formiert.

9.: Klasse Flanke von Ronaldo haargenau auf Benzema, der kommt frei zum Kopfball. Valdes mit einer ganz starken Parade. Der Keeper lenkt den Ball um den linken Pfosten.

13., 1:0, Özil: Benzema zieht am rechten Flügel gleich drei Leute auf sich und schiebt mustergültig mit dem Außenrist quer auf Özil, der vollendet souverän aus kurzer Distanz.

36., 1:1, Villa: Messi passt aus dem Mittelfeld nach links zu Villa. Der zirkelt die Kugel vom Strafraumeck perfekt ins lange Eck.

45., 1:2, Messi: Messi setzt sich vor dem Strafraum gegen Khedira, Pepe und Alonso stark durch und schiebt dann die Kugel unter Casillas durch ins Netz. Sein elfter Clasico-Treffer.

54., 2:2, Alonso: Barca schafft es nicht, Pepe im eigenen Strafraum den Ball abzunehmen. Der Innenverteidiger passt zurück an den Sechzehner. Alonso schießt ins untere rechte Eck ein.

69.: Özil lupft den Ball auf Ronaldo, der lässt Mascherano aussteigen und schießt aus 14 Metern aufs Tor. Valdes pariert den Ball!

Fazit: Real über weiter Strecken dominierend und besser, aber Villa und Messi sorgen mit ihren Geniestreichen für das gute Ergebnis aus der Sicht von Barca.

Das ganze Spiel zum Nachlesen im LIVE-TICKER

Der Star des Spiels: Cristiano Ronaldo. Den Vorwurf, dass der Portugiese den großen Spielen seinen Stempel nicht aufdrücken kann, hat Ronaldo noch nicht widerlegen können. Der erste Clasico der neuen Saison war aber ein guter Anfang. Ronaldo gab insbesondere nach der Pause den Alleinunterhalter, beackerte die linke Seite unermüdlich. Stark, wie Ronaldo immer wieder nach innen zog, um den Abschluss zu suchen.

Der Flop des Spiels: Pepe. Mourinhos Lieblingsspieler in den Clasicos. Der Portugiese soll zerstören, was Barcelona zu zelebrieren versucht. Doch diesmal war Pepe fast schon überflüssig, weil Barca nicht sein gewohntes Spiel aufzog. In den wenigen Situationen sah der Verteidiger allerdings nicht gut aus - vor allem vor dem 1:2 durch Messi. Sein hartes Einsteigen gegen Alves war unnötig.

Der Schiedsrichter: Fernando Teixeira Vitienes. Lange Zeit war es eine dankbare Aufgabe für den Arzt, weil sich beide Mannschaften fern aller Emotionen aufs Fußballspielen konzentrierten. In der zweiten Hälfte erhöhte sich jedoch die Intensität und damit auch die Anzahl der strittigen Szenen. Teixeira Vitienes ließ dabei viel durchgehen. Schwer ins Gewicht fielen dabei die nicht gegeben Elfmeter an Ronaldo (nach Foul von Valdes) und Pedro (nach Foul von Marcelo).

Analyse: Jose Mourinho folgte den Rufen, Barca mit mehr Offensive zu begegnen. Der Real-Trainer nahm den zusätzlichen Zerstörer im Mittelfeld raus und beorderte exakt die elf Spieler aufs Feld, die in der Vorsaison noch mit 0:5 in Barcelona verloren hatten. Real fand früh die richtige Balance, übernahm die Kontrolle im Zentrum und verlagerte das Spiel in die Hälfte der Gäste.

Barcelona kam mit Reals aggressivem Forechecking nicht zurecht und verlor ungewohnt viele Bälle im Vorwärtsgang. Messi, Sanchez und Villa waren in der Anfangsphase quasi nicht existent, weil Real den Verkehr vor dem Mittelfeld stoppte. Die Katalanen stellten schon nach 15 Minute auf lange Bälle um, die nur selten einen Abnehmer fanden.

Real hielt das Tempo auch nach Özils Führungstreffer hoch, erspielte sich aber zu wenig Torraumszenen. Die erste Verschnaufpause bezahlte Real dann gleich teuer: Villas Traumtor zum Ausgleich und Messis Führungstreffer kurz vor der Pause stellen den Spielverlauf auf den Kopf. Barca ging mit minimalstem Aufwand in Führung.

Nach der Pause erhöhte Real wieder die Schlagzahl und Mourinho mit der Hereinnahme von Coentrao und Callejon das Risiko.

Besonders nach Alonsos Ausgleich war das Spiel auf Ronaldo zugeschnitten, der immer wieder den Weg in den Strafraum suchte, im Abschluss aber glücklos blieb. Insgesamt tauschten beide Mannschaften über 90 Minuten die Rollen: Real spielte im Barca-Stil und umgekehrt. Das Ergebnis macht aber nur Barca Hoffnung.

Real Madrid - FC Barcelona: Fakten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung