Özil und Khedira wollen sich aufdrängen

Durchwachsenes Debüt - Ronaldo verletzt

SID
Montag, 30.08.2010 | 12:22 Uhr
Mesut Özil (r.) und Sami Khedira sind die Deutschen Nr. sieben und acht bei Real Madrid
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
Serie A
SoLive
Santos -
Recife
J1 League
So12:00
Tosu -
Urawa
CSL
So13:35
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Primera División
So21:15
Boca Juniors -
Unión Santa Fe
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta

Real Madrid hat einen erfoglreichen Start in die neue Saison verpasst - und Cristiano Ronaldo verloren. Beim 0:0 gegen Real Mallorca wurden die Deutschen Mesut Özil und Sami Khedira nur eingewechselt, Ronaldo zog sich eine Knöchelverletzung zu und fällt zwei bis drei Wochen aus.

Als sich Mesut Özil und Sami Khedira im schwarzen Mercedes auf den Weg zur Nationalmannschaft machten, hingen beide mit dem Handy am Ohr.

Wahrscheinlich berichteten sie gerade ihren Familien oder Freunden in der Heimat vom Pflichtspieldebüt für die Königlichen von Real Madrid, und ihr Lächeln dabei verriet, dass die erste Enttäuschung über die Nullnummer zum Liga-Auftakt bei Real Mallorca und die Verbannung aus der Startelf schnell purem Stolz gewichen war.

Özil: "Es hat dennoch viel Spaß gemacht"

"Ich freue mich, dass ich mein erstes Spiel für Real machen durfte. Leider haben wir unser Ziel von drei Punkten nicht erreicht, aber es hat dennoch viel Spaß gemacht, mit den Jungs zu kicken", sagte Özil.

Özil ist spätestens seit seiner Einwechslung in der 59. Minute einer von ihnen, ein Königlicher, genau wie Khedira. Der frühere Stuttgarter durfte nach 70 Minuten erstmals bei einem Pflichtspiel das berühmte weiße Trikot überstreifen und spürte bereits den Mythos Real.

"Diesen Auflauf, wenn wir irgendwo hinkommen, den habe ich noch nicht einmal mit der Nationalmannschaft erlebt", sagte der 23-Jährige.

Deutsche Neuzugänge auf der Bank

Beiden blieb notgedrungen viel Zeit, die Atmosphäre bei ihrem Einstand in der Primera Division auf der Lieblingsinsel der Deutschen aufzusaugen, denn Star-Trainer Jose Mourinho setzte beide zunächst auf die Bank. Später konnte vor allem Özil punkten, der in seiner halben Stunde Spielzeit weitaus produktiver war als der ihm vorgezogene 19-jährige Sergio Canales.

Als hängende Spitze hinter dem bulligen Argentinier Gonzalo Higuain war Özil mit seinen klugen Pässen ein belebendes Element im pomadigen Spiel der Madrilenen, und mit einem Linksschuss in der Schlussminute wäre er fast noch der Matchwinner geworden.

Vier Minuten zuvor hätten die beiden Deutschen das Spiel sogar gemeinsam entscheiden können: Nach einer schönen Flanke von Özil scheiterte Khedira aber mit einem Kopfball an Mallorcas Torwart Dudu Aouate.

Khedira: "Keine Katastrophe"

"Natürlich war ich etwas enttäuscht, aber ich respektiere die Entscheidung des Trainers", sagte der gebürtige Gelsenkirchener Özil, der rund 18 Millionen Euro Ablöse gekostet hatte, und schickte eine Kampfansage an seine Konkurrenten um die Spielmacherposition: "Ich werde im Training alles zu zeigen und versuchen, mich aufzudrängen."

Auch Khedira, dem der Franzose Lassana Diarra vor die Nase gesetzt wurde, wollte seine Reservistenrolle "nicht zu hochhängen". "Das ist keine Katastrophe", sagte der defensive Mittelfeldspieler, der unauffällig, aber größtenteils fehlerfrei agierte.

Mourinho: "Weit von Bestform entfernt"

"Beides sind Spieler mit großem Potenzial, aber man kann nicht erwarten, dass sie innerhalb weniger Tage bei Real zu Stars werden", begründete Jose Mourinho die Entscheidung, beide erst als Joker zu bringen und betonte: "Bei mir spielen nicht die Profis mit den höchsten Ablösesummen."

Den Ärger über den misslungen Start auf dem Weg zum anvisierten 32. Meistertitel ließ sich Mourinho zumindest äußerlich nicht anmerken. "Das ist keine dramatische Situation", sagte der Portugiese: "Wir waren zwar weit von unserer Bestform entfernt, hatten aber immer noch mehr Chancen als der Gegner."

Barca zeigt keine Schwäche

Das allein dürfte die kritische spanische Presse auf Dauer nicht ruhigstellen, zumal Erzrivale und Titelverteidiger FC Barcelona beim 3:0 bei Racing Santander keine Schwäche zeigte.

"Real ohne Schießpulver - Madrid versagt vor dem Tor", schrieb das Sportblatt "Marca". Die Zeitung "El Mundo Deportivo" lobte derweil die deutschen Debütanten: "Die Einwechslungen von Özil und Khedira brachten ein bisschen mehr Gefahr vor dem Tor."

Real Madrid - Der Kader im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung