Torjubel mit antisemitischer Geste

Anelka provoziert mit "Quenelle-Gruß"

SID
Samstag, 28.12.2013 | 19:28 Uhr
Nicolas Anelka bejubelte sein Tor gegen West Ham United mit dem umstrittenen Quenelle-Gruß
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
CSL
SoLive
Guangzhou -
Hebei
Serie A
So21:00
Gremio -
Corinthians
Serie A
So21:00
Ponte Preta -
Palmeiras
Primera División
So21:15
Boca Juniors -
Unión Santa Fe
Serie A
So23:30
Bahia -
Flamengo
Serie A
Mo00:00
Chapecoense -
Atlético Mineiro
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta

Aufregung um Nicolas Anelka: Beim 3:3 (2:1) von West Bromwich Albion im Ligaspiel bei West Ham United am Samstag legte der 34-Jährige nach dem ersten seiner beiden Treffer die linke Hand auf den durchgestreckten rechten Arm - eine Geste, die in Frankreich mit Antisemitismus in Verbindung gebracht wird.

Frankreichs Sportministerin Valerie Fourneyron sprach bei Twitter von einer "schockierenden Provokation". Der Europäische Jüdische Kongress (CJE) forderte die Premier League zu einer Sperre für Anelka auf.

West Bromwichs Interimstrainer Keith Downing bezeichnete nach dem Spiel Spekulationen über einen antisemitischen Hintergrund der Aktion als "Müll". Anelka, der mit seinen ersten Toren für West Bromwich Albion der erste Spieler in der Premier League ist, der für sechs Klubs traf, twitterte, der sogenannte Quenelle-Gruß sei lediglich dem französischen Komiker Dieudonne gewidmet, der die Geste bekannt gemacht hat.

"Weniger bekannter Hitler-Gruß"

CJE-Präsident Moshe Kantor bewertete Anelkas Aktion dagegen völlig anders: "Diese Geste ist nichts anderes als ein nur weniger bekannter Nazi-Gruß, und wir erwarten, dass Anelka dafür auch von der Polizei genauso bestraft wird wie für den üblichen Hitler-Gruß. Es darf für solchen Rassismus keinen Platz im Sport geben. Es ist eklig, dass ein Fußballer mit solcher Popularität vor Zehntausenden Zuschauern sich eine solch verletzende und hasserfüllte Geste erlaubt."

Frankreichs Innenminister Manuel Valls hatte Anelkas Freund Dieudonne zuletzt aufgefordert, den Gruß zu unterlassen. Der umstrittene Komiker ist in Frankreich als Holocaust-Leugner bereits mehrfach zu Geldstrafen verurteilt worden.

Nicolas Anelka im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung