Samstag, 27.02.2016

Pressestimmen zur FIFA-Wahl

"FIFAntino" bis "geringstes Übel"

In vielen Ländern haben Zeitungen die Wahl des Schweizers Gianni Infantino zum neuen FIFA-Präsidenten mit der Hoffnung auf einen nachhaltigen Wandel beim Weltverband verknüpft. Allerdings lassen nicht wenige Gazetten aufgrund von Infantinos Werdegang Skepsis gegenüber dem propagierten Neuanfang erkennen.

Gianni Infantino wurde im zweiten Wahlgang mit 115 Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt
© getty
Gianni Infantino wurde im zweiten Wahlgang mit 115 Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt

Die internationalen Pressestimmen zum neuen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino im Überblick:

SCHWEIZ

Blick: "FIFAntino. Hand aufs Herz: Diese Wahl ist gut für den Fußball und gut für die Schweiz."

Aargauer Zeitung: "Unser nächster Fußballkönig. Der Thron bleibt in der Schweiz. Gianni Infantino folgt auf Sepp Blatter."

Neue Zürcher Zeitung: "Notkandidat wird FIFA-Präsident. Gianni Infantino will viel Geld verteilen. Auf Joseph Blatter folgt ein weiterer Walliser an der Spitze des Weltfußballverbandes."

Tages-Anzeiger: "Zum Glück Infantino. Die FIFA beschließt die dringend nötigen Reformen - und setzt auf Gianni Infantino als neuen Präsidenten und Baumeister einer besseren Zukunft."

Neue Luzerner Zeitung: "Infantino will eine neue Ära. Der neue FIFA-Präsident heißt Gianni Infantino. Gott sei Dank."

Basler Zeitung: "Der nächste Walliser. Gianni Infantino löst Sepp Blatter an der Spitze des Weltfußballverbandes ab."

ENGLAND

Daily Mirror: "Gianni Infantinos Präsidentschaft könnte die Tür für eine WM 2030 in England öffnen."

Daily Mail: "Selbst der Einschlag eines Meteoren würde das Gesicht der FIFA kaum verändern. Die beiden Lebensformen, die in einer post-apokalyptischen Landschaft am wahrscheinlichsten überleben würden, sind Kakerlaken und FIFA-Funktionäre, die alle Atemschutzgeräte gehortet und in einem geheimen Bunker angehäuft hätten, um dann mit den mutierten, radioaktiven Insekten ein Abkommen mit dem Versprechen zu treffen, die nächste Fußball-WM ausrichten zu dürfen. Gianni Infantino war unter den gegebenen Umständen das geringste Übel."

Guardian: "Der Sieg des früheren Generalsekretärs der UEFA weckt die Hoffnung auf eine hellere Zukunft für die Fußball-Weltverband - hauptsächlich, weil es bedeutet, dass Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa nicht in Sepp Blatters Fußstapfen tritt."

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FRANKREICH

L'Equipe: "Infantino hat sich den Mond vom Himmel geholt. Der Schattenmann steht jetzt im gleißenden Scheinwerferlicht. Infantino bietet der FIFA eine Form von Sicherheit, weil er als Mitglied der Reformkommission alle Akten kennt."

Liberation: "Infantino hat eine sehr gute Einführungsrede gehalten, in der er nach und nach alle Bedenken, er sei zu europäisch, zerstreute, besonders, indem er den Verbänden und Konföderationen mehr Geld versprach. Was einer Führungshärte, die er schon bei der UEFA gezeigt hat, nicht widerspricht."

Le Parisien: "Während die FIFA seit Jahrzehnten durch die Kultur der Korruption und Vetternwirtschaft unterminiert wird, muss Infantino jetzt an der Spitze von tiefen Reformen stehen, die ihm gelingen müssen. Wahrscheinlich wird der Sohn italienischer Eltern jetzt im August in das Internationale Olympische Komitee gewählt, was Rom bei der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 gegen Paris helfen könnte."

Le Figaro: "Infantino erwarten enorme Baustellen. Und seine Gegner lauern schon darauf, ob er alle seine Zusagen - vor allem die finanziellen - auch wirklich einhält."

Ouest France: "Gianni Infantino am Bett eines Schwerkranken. Die Herausforderung der Erneuerung ist enorm. Eine Herkules-Aufgabe. Aber er ist aus dem Schatten von Michel Platini herausgetreten."

Schweiz, England und Frankreich

Italien, Spanien

Österreich, Dänemark, USA


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