Dienstag, 12.01.2016

Statue beschmutzt

Ronaldo-Schwester eskaliert

Wenige Stunden nach der verlorenen Wahl zum Weltfußballer des Jahres hat Superstar Cristiano Ronaldo auch noch die Schadenfreude von Anhängern seines siegreichen Rivalen Lionel Messi über sich ergehen lassen müssen. Das fand besonders dessen Schwester nicht so witzig und setzte an zum Twitter-Rant.

Katia Aveiro (r.) ätzte gegen die Beschmutzer der Statue ihres Bruders Ronaldo
© getty
Katia Aveiro (r.) ätzte gegen die Beschmutzer der Statue ihres Bruders Ronaldo

In der Nacht zu Dienstag wurde die über drei Meter hohe Bronzestatue Ronaldos auf seiner Heimatinsel Madeira mit einem "Messi"-Schriftzug sowie dessen Trikotnummer "10" beschmiert. Das berichteten lokale Medien. Das in rot gehaltene Graffiti auf Ronaldos Ende 2014 enthülltem Abbild sei inzwischen aber wieder entfernt worden.

Ronaldos Schwester, Katia Aveiro, zeigte sich indes äußerst angesäuert von der Aktion und schrieb auf Twitter: "Dank Cristiano Ronaldo haben viele Bürger von Madeira Jobs und es gibt Zukunftsinvestitionen dank ihm auf dieser Insel, die unglücklicherweise immer noch von wilden, frustrierten Leuten bewohnt ist, die es verdienen, in Syrien zu leben. Das sind Leute, die keinen Respekt haben und nicht wissen, wie man in einer Gesellschaft lebt."

Anschließend versuchte sie, das Gesagte noch etwas zu relativieren: "Ich entschuldige mich bei denen, die als Folge des Kriegs leiden, aber ich denke, dass diese Leute noch immer schlecht verteilt sind."

Eine stolze Schwester

Einmal in Schwung, pries sie dann aber ihren Bruder noch mehr: "Jeder weiß, dass ich die Schwester dieses Mannes bin, jeder weiß wie stolz ich auf diese Tatsache bin und ich bin am meisten stolz darauf, dass ich das Privileg besitze, diese wundervolle Person und Kämpfer, der er ist, zu kennen."

Abschließend ließ sie wissen: "Ich könnte Stunden damit zubringen, jede gute Tat und jede großartige Eigenschaft von ihm aufzuzeigen."

Messi war am Montag zum fünften Mal zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden. Der 28-Jährige setzte sich bei der Wahl des Weltverbands FIFA gegen Vorjahressieger Ronaldo (30/Real Madrid) und seinen Teamkollegen vom FC Barcelona, Neymar (23/Brasilien), durch.

Cristiano Ronaldo im Steckbrief

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