Lienen: Spieler und Angestellte kämpfen "um pure Existenz"

Unvorstellbare Bedingungen in Griechenland

SID
Donnerstag, 21.02.2013 | 18:17 Uhr
Ewald Lienen macht sich große Sorgen um den griechischen Fußball
© getty
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Die Wirtschaftskrise in Griechenland hat offenbar verheerende Auswirkungen auf den dortigen Fußball. Ewald Lienen spricht über hungernde Spieler, Existenzkampf und Gewalt.

"Wir arbeiten hier unter Bedingungen, die man sich woanders gar nicht vorstellen kann", sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer und -Profi Ewald Lienen der Frankfurter Rundschau über seine Arbeit bei AEK Athen: "Zu Beginn meiner Tätigkeit musste ich ein gemeinsames Frühstück einführen, weil einige Spieler mit knurrendem Magen zum Training kamen."

Bei dem griechischen Erstligisten, den Lienen im Oktober 2012 übernommen hatte, gehe es für die jungen Spieler und die Angestellten "um die pure Existenz", sagte Lienen: "Viele Spieler verdienen 500 bis 1000 Euro im Monat, die der Klub in der Regel nicht hat. Sie müssen darauf hoffen, dass der Verein in der Lage ist, ihre Miete zu bezahlen. Doch selbst das ist seit Monaten kaum möglich. Das ist für alle Beteiligten unglaublich belastend."

Griechischer Fußball am Ende?

Die Anhänger des Tabellenzehnten würden "ihr Leben" für den Klub lassen, sagte Lienen, was "immer wieder zu Szenen" führe, "die man sich nicht vorstellen kann". So sei ein Spieler seines Teams nach dem Rückrundenauftakt auf dem Trainingsplatz verprügelt worden, nur weil er am Tag zuvor beim Warmlaufen "eine abfällige Geste" gemacht habe. "Aus Angst wollte die Mannschaft danach nicht mehr zum Training kommen, hat ihre Meinung aber revidiert", sagte Lienen.

Wenn die Probleme "nicht gelöste werden, gehen hier die Lichter aus", meinte der ehemalige Nationalspieler. Hoffnung mache ein Investor, der aber bislang "nicht kommt, weil die Regierung auf Druck der EU und der Troika beschließen musste, dass alle Steuerschulden binnen eines Jahres beglichen werden müssen. Der Investor, der bereit ist, alle sonstigen Schulden zu übernehmen, müsste monatlich 700.000 Euro zurückzahlen", sagte Lienen: "Das kann er nicht." Mit diesem Gesetz werde den Vereinen, "aber auch den einfachen Leuten die Luft zum Atmen abgeschnürt", sagte der 59-Jährige, der in Deutschland unter anderem beim 1. FC Köln und dem MSV Duisburg an der Seitenlinie stand: "Das ist unerträglich."

Ewald Lienen im Steckbrief

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