Blitzlichter aus Europa

Napoli kritisieren? "Am Arsch!"

Von SPOX
Montag, 13.02.2012 | 13:19 Uhr
Aurelio De Laurentiis (l.) ist kein Mann, den man besonders gerne erzürnen würde - wirklich nicht
© Getty
Advertisement
Bundesliga
FrJetzt
S04-M05: Jetzt die Highlights anschauen!
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe

In Neapel gab es von Präsident Aurelio De Laurentiis eine Medien-Schelte der ganz besonderen Sorte - feinste Wortwahl, lyrisch akkurat positioniert. In Manchester pinkelt ein United-Fan den City-Scheichs ans Bein, in Spanien heißt es: Party-Alarm im Pyjama.

Serie A

von Oliver Birkner

Zynismus mit V. Rossi: Die 23. Folge der diesjährigen Inter Horror Picture Show hatte mal wieder einiges auf Lager. Die Mailänder brachten es tatsächlich fertig, daheim gegen den Tabellenletzten mit der schlechtesten Defensive zu verlieren - Aufsteiger Novara hatte auswärts zuvor zwei Pünktchen ergattert. Abgesehen von Wesley Sneijder, der kurz vor Schluss die Latte traf, besaßen Inters apathische Bemühungen nicht einmal das Tempo einer Tipp-Kick-Partie. Das ermöglichte einem Rudel Tauben Nahe der Eckfahne über eine Stunde lang eine ungestörte Saatschlemmerei, bis auch sie gelangweilt davonflogen. Inter-Edelfan Valentino Rossi twitterte vor dem TV: "Ahhh, jetzt habe ich verstanden: Die Weißen sind gar nicht Novara, sondern Real Madrid." Etwas später: "Der Tausch Forlan für Eto'o war ein ähnlicher Geniestreich wie einst Pistone - Roberto Carlos!" Mitte der 90er bevorzugte Coach Roy Hodgson den mittelprächtigen Alessandro Pistone und disqualifizierte Roberto Carlos als "taktisch undiszipliniert" - Inter verscherbelte den Brasilianer schließlich für 3,5 Millionen Euro zu Real. Am Ende resümierte Rossi: "Heute Abend möchte ich nicht der Aschenbecher von Moratti sein!" Der Inter-Patron wird zweifelsohne einige Schachteln seiner geliebten Marlboro durchgezogen haben. Jüngst zürnte Moratti, er werde zukünftig genau studieren, wer es am Saisonende wert sei, bei Inter zu verbleiben. Damit dürften die Gehaltkosten rapide gesenkt werden. Gleichzeitig könnte allerdings Hauptsponsor Pirelli seine Zuschüsse beschneiden. Denn ein erboster Tifoso kündigte Konsequenzen an: "Lieber Sponsor, nach dem Auftritt von heute wirst du die Produktion von Winterreifen drosseln müssen: Mein Freundeskreis und ich steigen auf Yokohama um."

Medien-Kritik auf Neapolitanisch: Neben Moratti ging auch einem anderen Klubbesitzer kürzlich die Sicherung durch. Napolis Aurelio De Laurentiis erhitzte sich über die herbe Medien-Kritik an den mäßigen Liga-Auftritten und stellte sie folgendermaßen ins Achtung: "Eine Saison, die man im Klo runterspülen kann? Ihr Idioten. Was zur Hölle habt ihr in Neapel denn gewonnen? Zwei Scudetti, einen Pokal, einen UEFA-Cup? Es gibt Leute, die haben davon das Zigfache in der Vitrine! Seit 20 Jahren passierte hier nichts. Und wenn ihr mir weiter auf den Sack geht, haue ich eben ab. Falls ich aber bleibe, müssen hier alle an einem Strang ziehen - überhaupt gilt meine Arbeit nicht euch, sondern ausschließlich den Fans, meinen Hauptauftraggebern. Bleibt mal alle hübsch mit den Füßen auf dem Boden, denn in Neapel funktioniert verdammt noch mal rein gar nichts. Niemand sagt: Weißt du, in Neapel läuft alles perfekt, und nebenbei gibt es auch noch den Fußball. Am Arsch! In Neapel gibt es NUR den Fußball! Zeigt also mehr Dankbarkeit!" Das saß.

De Laurentiis im Porträt: Der Revoluzzer aus dem Show-Business

Ein Mafiosi sieht Rot: Dass der Fußball im Nebenjob auch bei Polizeifahndungen auszuhelfen vermag, bewies eine Episode aus Kalabrien. Dort saß der gesuchte Mafiaboss des Aquino-Clans vor den Berichten über den Amateurfußball im Lokal-Fernsehen und kommentierte die Platzverweise für seine beiden Söhne per fluchender SMS als horrende Fehlentscheidungen. Zunächst anonym, bei ausbleibender Reaktion im Studio dann unterzeichnet. Eine leichtfertige Aktion, denn so ortete man Aquino, der kurz darauf festgenommen wurde. Den Ärger über die Roten Karten hätte er besser mit einem Grappa runtergespült.

Premier League

von Raphael Honigstein

Cat-Fever: Die Katze von Anfield, Redknapps Freispruch, Capellos Abschied, Luis Suarez' Handschlag-Skandal und eine Liverpooler-Welle der Entschuldigungen: was war das für eine Woche. Fangen wir von vorne an, bei der streunenden Katze, die am Montagabend das 0:0-Match zwischen Liverpool und Tottenham unterbrach. Die Briten wären nicht die Briten, wenn sie den vierbeinigen Eindringling nicht sofort zum Popstar gemacht hätten. Tausende schrieben sich als Follower beim Twitter-Account @AnfieldCat ein, Buchmacher führen die Tigerkatze sogar als Kandidat für das Amt des Nationaltrainers - wenn auch mit der zugegegen großzügigen Quote von 5000 zu 1. Ab sofort kann man auch wetten, welches Tier als nächstes unerlaubt auf dem Rasen auftaucht. Zur Wahl stehen: Maus (2 zu 1), Katze (4 zu 1), Eichhörnchen (5 zu 1), Hamster (6-1), Reptil (33-1). 66 zu 1 gäbe es für einen Affen. Man muss in diesem speziellen Fall regelrecht hoffen, dass sich die kroatische Wett-Mafia der Sache annimmt.

Irren und Wirren mit der FA: Zweibeiner Redknapp wird wohl die Engländer zum nächsten Viertelfinal-Aus coachen, zuvor darf U-21-Trainer Stuart "Psycho" Pearce ran. Diese Personalie folgt einer interessanten Logik. Capello musste gehen, weil er John Terry nach seiner Rassismus-Anklage nicht degradieren wollte. Der Italiener, argumentierte der Verband, erkenne nicht den Ernst der Lage. Also wurde Pearce befördert. Jener Pearce, der sich 1994 nach einem Match zwischen Nottingham Forest und Manchester United für eine rassistische Beleidigung von Paul Ince entschuldigen musste. Nun, die Sache ist, man muss es fairerweise sagen, schon länger her. Außerdem hätte es auch viel schlimmer kommen können: Stuarts älterer Bruder Dennis kandidierte einst für die British National Party.

Ans Bein pinkeln auf Manchester-Art: Nach den Entschuldigungen von Suarez, Liverpool-Geschäftsführer Ian Ayre und Kenny Dalglish wollen auch die Blitzlichter einen Schlussstrich unter die Affäre ziehen. Es gibt ja schon wieder neue, ebenfalls interessante Geschichten, wie zum Beispiel diese: ein Manchester-United-Fan versucht gerade, den Bau des 120-Millionen-Euro-Trainingkomplexes von Manchester City vor dem Etihad-Stadion zu verhindern. Grundstücksbesitzer Shaun O'Brien will 5,4 Millionen Euro Entschädigung haben, City hat nur 114 000 Euro geboten. Um einer Zwangsenteignung zuvorzukommen, hat er begonnen, die 32 Hektar Bauland in 18 000 Parzellen zum Preis von 300 Euro zu verkaufen. O'Brien will bereits eine "signifikante" Anzahl der Grundstücke an den Mann gebracht haben. Wer hier investiert, dürfte klar sein: es sind United-Fans, die den hellblauen Nachbarn die Expansion so schwer wie möglich machen wollen.

Primera Division

von Paula Villamarin Temperan

Der Feind in meinem Stadion: Irgendwo ist Reals Standpunkt ja nachvollziehbar. Wenn sich schon der Erzfeind lüstern über die Ex hermacht, dann bitte nicht im eigenen Schlafzimmer. Insofern ist klar, dass der enttrohnte Pokal-Titelverteidiger Madrid das Copa-Finale nicht unbedingt im eigenen Bernabeu stattfinden lassen will. Aus nationalen Gesichtspunkten sind Barca und Bilbao auch nicht gerade artige Gäste, wurde die spanische Hymne doch beim letzten Pokalfinale zwischen beiden Teams 2009 in Valencia gnadenlos nieder gepfiffen. Das Problem: Beide wollen unbedingt nach Madrid, weil man dort am meisten Zuschauer unterbringen könnte. Bei einem Finale in Valencia beispielsweise könnte beiden Mannschaften nur ein Kontingent von knapp 18.700 Tickets zur Verfügung gestellt werden. Also doch das Bernabeu? Jose Mourinho hat seinen eigenen Standpunkt dazu: "Mir ist es egal, wo sie spielen - ob hier bei uns oder in China." Gute Idee, Jose. Ins Nationalstadion in Peking gehen ja immerhin 91.000 Fans rein.

Pyjama-Party: Apropos Mourinho - Gerüchte, der Spezielle Eine (the Special One) werde Real nach dieser Saison verlassen, halten sich weiter hartnäckig wie ein Tripper rund um die Umkleidekabine der Galaktischen. Zehn Punkte Vorsprung in der Liga scheinen die Mou-Kritiker nicht daran zu hindern, fröhlich das "Wer-könnte-denn-der-nächste-sein"-Spielchen über den Äther gehen zu lassen. Angeblich stünde ja Espanyol-Coach Mauricio Pochettino schon Gewehr bei Fuß. Dumm nur, dass der am Wochenende meinte: "Alles was ich darüber sagen kann, ist, dass meine Kinder alle in Espanyol-Schlafanzügen ins Bett gehen." Nuff said.

Last-Minute-Heuler: Fans von Real Betis haben es mittlerweile raus: 80 Minuten lang kann man sich getrost mit was anderem beschäftigen, erst in den letzten zehn Minuten wird's naturgemäß richtig heiß. Die Grün-Weißen hatten nämlich vor dem Wochenende bereits 10 ihrer 23 Saisontreffer erst kurz vor Abpfiff erzielt. Da passte es ins Drehbuch, dass Betis gegen Bilbao nun schon der vierte Siegtreffer diese Saion innerhalb der letzten drei Minuten gelang. Und weil der Fußballgott gerade eh auf Hollywood gepolt war, ließ er gleich auch noch Nelson das Tor erzielen: Der Portugiese war erst vor der Saison aus Osasuna mit den Nachwehen eines Knöchelbruchs zurückgekehrt, stand nun erstmals seit Juni 2010 wieder für Betis auf den Platz und erzielte quasi mit dem Schlusspfiff überhaupt erst sein erstes Tor im 58. Spiel für die Grün-Weißen. "Ich habe oft geweint und emotional sehr unter der Situation gelitten", ließ Nelson später verlauten. "Aber nun sehe ich endlich Licht am Ende des Tunnels." Steven Spielberg, übernehmen Sie!

Alle Daten und Fakten zum internationalen Fußball

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung