Kuranyi: "Ich habe es geschafft zu entkommen"

Von Interview: Florian Regelmann
Mittwoch, 28.07.2010 | 15:00 Uhr
Kevin Kuranyis neuer Verein Dynamo Moskau liegt in Russland aktuell auf Rang neun
© Imago
Advertisement
NFL
Sa21.01.
US-Kommentar gesucht? DAZN lässt dir die Wahl!
Indian Super League
Mumbai City -
Bengaluru
Copa del Rey
Leganes -
Real Madrid
Primeira Liga
Setubal -
Sporting
Ligue 1
Caen -
Marseille
Championship
Derby County -
Bristol City
Primera División
Getafe -
Bilbao
Primeira Liga
FC Porto -
Tondela
Primera División
Espanyol -
FC Sevilla
Premier League
Brighton -
Chelsea
Championship
Aston Villa -
Barnsley
Primera División
Atletico Madrid -
Girona
Ligue 1
Nantes -
Bordeaux
Premier League
Man City -
Newcastle
Primera División
Villarreal -
Levante
Championship
Sheffield Wed -
Cardiff
Ligue 1
Amiens -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Toulouse
Ligue 1
Rennes -
Angers
Ligue 1
Straßburg -
Dijon
Ligue 1
Troyes -
Lille
Premier League
Arsenal -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Las Palmas -
Valencia
Premier League
West Ham -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Man United (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Watford (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Bromwich (DELAYED)
A-League
Melbourne City -
Adelaide Utd
Primera División
Alaves -
Leganes
Serie A
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)

Kevin Kuranyi lebte in einer der ärmsten Gegenden der Welt und verdient jetzt astronomische Summen bei Dynamo Moskau in Russland. Der 28-Jährige erzählt im SPOX-Interview seine Geschichte. Außerdem: seine Zukunft in der Nationalmannschaft.

SPOX: Hallo, Herr Kuranyi. Nein, falsch: привет (priwjät), Herr Kuranyi! Wie geht es Ihnen in Russland? Ihr Debüt soll kurz bevorstehen...

Kevin Kuranyi: Danke, mir geht's prima. Ja, das stimmt. Wenn alles klappt, mache ich am 1. August gegen Samara mein erstes Spiel. Darauf freue ich mich sehr. Ich habe harte Trainingseinheiten hinter mir und bin heiß darauf, endlich eingreifen zu können. Auch das Zusammenspiel mit Andrei Woronin klappt schon gut im Training. Es kann losgehen.

SPOX: Viele haben Ihren Wechsel nach Moskau kritisch gesehen. Man hätte meinen können, Sie seien auf den Mond gewechselt, haben Sie gesagt. Also: Wie lebt es sich denn so auf dem Mond?

Kuranyi: (lacht) Sehr gut lebt es sich auf dem Mond. Ich habe natürlich mitbekommen, dass mein Wechsel teilweise sehr kritisch gesehen wurde. Aber hier lässt es sich sehr gut leben und der Verein wird absolut professionell geführt. Was bei Dynamo fehlt, ist einzig und allein der Erfolg der Mannschaft - und das wollen wir ändern. Hier soll eine große Mannschaft aufgebaut werden.

SPOX: Was hat Sie denn bislang am meisten überrascht in Moskau?

Kuranyi: Am meisten hat mich das Trainingszentrum von Dynamo beeindruckt. Mit einem Wort: gigantisch. Es gibt denke ich nur wenige Vereine in ganz Europa, die da mithalten können. In Schalke gibt es schon ein Top-Trainingszentrum mit super-modernen Geräten und perfekten Bedingungen, aber das bei Dynamo toppt das noch.

SPOX: Dass Dynamo ein ehemaliger Polizeiverein ist, durften Sie auch schon erleben.

Kuranyi: Das stimmt. An meinem ersten Tag hat unser Boss die komplette Mannschaft zu einem Schusstraining eingeladen. Wir waren auf dem Gelände, auf dem die russischen Spezialeinheiten trainieren. Ich glaube, ich habe alle Waffen gesehen, die es auf der Welt gibt. Und schießen durften wir auch.

SPOX: Und? Haben Sie auch was getroffen?

Kuranyi: Beim ersten Mal habe ich sofort mitten ins Schwarze getroffen. Ich war für alle sofort der Scharfschütze.

SPOX: Kommen wir noch mal zu Ihrem Wechsel zurück. Es hat sicher eine Weile gedauert, bis Ihr Entschluss, nach Russland zu gehen, gereift ist. Wie lief der Entscheidungsprozess ab?

Kuranyi: Es war ein Prozess, bei dem ich auf viele Dinge gewartet habe. Ich habe auf Angebote gewartet - und ich habe auch zunächst gewartet, was mein Verein Schalke 04 macht. Für Schalke war es eine schwierige Situation, in der sie mir wohl kein Angebot machen konnten. Ich hatte tolle Jahre auf Schalke, aber ich musste dann erkennen, dass meine Zukunft woanders liegt.

SPOX: Und dann kam das Angebot aus Russland?

Kuranyi: Es gab verschiedene Offerten - aus Italien, England, der Türkei und dann ist zum Schluss das sehr gut dotierte Angebot von Dynamo gekommen. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass es auch ums Geld ging. Natürlich ging es ums Geld, weil es wichtig für meine Zukunft ist. Aber dann musste ich auch schauen, was der Verein sonst anzubieten hat. Als ich dann das Trainingsgelände gesehen und mir auch überlegt habe, welche Erfolge der russische Fußball in den letzten Jahren international mit ZSKA Moskau oder St. Petersburg gefeiert hat, wusste ich: Hier stimmt das Gesamtpaket. Die russische Liga entwickelt sich immer weiter, dazu habe ich einen Verein, der ambitioniert ist und ganz nach oben will. Es hat alles für mich gepasst.

SPOX: Aber Dynamo liegt aktuell nur im Mittelfeld in Russland und Champions League werden Sie so schnell nicht spielen können.

Kuranyi: Das ist genau die Sache, um die es geht. Natürlich hat der Verein im Moment seine Schwierigkeiten, aber das Ziel heißt ganz klar Champions League. Meine Aufgabe und Herausforderung ist es, zu helfen, den Klub dorthin zu führen. Dynamo setzt große Hoffnungen in mich. Diese will ich nicht enttäuschen, sondern ihnen gerecht werden. Dafür werde ich hart arbeiten.

SPOX: Verfolgen Sie noch intensiv, was in der Bundesliga passiert?

Kuranyi: Klar. Ich schaue jeden Tag im Internet, was es Neues gibt. Dazu versuche ich, so viele deutsche TV-Programme wie nur technisch eben möglich ins Haus zu bekommen. Im Moment sind es leider nur zwei. (lacht) Und ich brauche neben Sport vor allem Kinderprogramme, damit ich mit meinen Kindern Comics schauen kann.

SPOX: Wenn Sie die Bundesliga verfolgen, haben Sie sicher auch mitbekommen, dass Schalke Raul verpflichtet hat. Was sagen Sie dazu?

Kuranyi: Ich finde das toll. Dass so ein Weltstar zu Schalke kommt, ist etwas ganz Besonderes für den Verein. Wenn sich Schalke noch weiter gut verstärkt, bin ich überzeugt davon, dass sie ganz oben angreifen können in dieser Saison. Natürlich haben die Bayern eine Top-Mannschaft und sind immer der Top-Favorit, aber Schalke ist nicht zu unterschätzen. Das Team ist sehr, sehr gut.

SPOX: 111 Tore in 261 Bundesliga-Spielen. Ihre Quote ist top. Was sind für Sie Ihre schönsten Tore Ihrer bisherigen Karriere?

Kuranyi: Da fallen mir sofort zwei Tore ein. Zum einen mein Treffer für den VfB in der Champions League gegen Manchester United. Das war für mich und den Verein sehr speziell. Und dann mein Seitfallzieher für Schalke im Revier-Derby gegen den BVB. Das werde ich nie vergessen - ein wunderschöner Moment.

SPOX: Es gab aber auch weniger schöne Momente. Im Internet gibt es sogar ein Video mit dem Titel "Germany's Next Toppfeife" (hier geht's zum youtube-Video), auf dem die besten Chancen zu sehen sind, die Sie schon alle versemmelt haben.

Kuranyi: (lacht) Das Video kenne ich gut. Ich habe überhaupt kein Problem damit. Auch nicht, wenn die Fans sich über mich lustig machen nach solch vergebenen Chancen. Ich kann sehr gut über mich selbst lachen.

Teil 2: Kuranyi über seine andere Seite und seine Zukunft im DFB-Team

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung