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Die Besten des Jahrzehnts: Mittelfeld

Von SPOX
Dienstag, 12.01.2010 | 19:14 Uhr
So berühmt wie seine 98er Tore: Zinedine Zidanes Matchwinner im CL-Finale 2002 gegen Leverkusen
© Imago
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SPOX sucht die besten Spieler und den besten Trainer im Weltfußball der Jahre 2000 bis 2009. Die Auswahl hat sich die Redaktion nicht leichtgemacht. In den meisten Kategorien hätten zwei oder drei Dutzend Kandidaten nominiert werden können. Zu wählen sind ein Torhüter, drei Abwehrspieler, vier Mittelfeldspieler und drei Angreifer. Gesucht sind hier die vier besten Mittelfeldspieler des Jahres.

Michael Ballack: Bei ihm gehen große Erfolge und herzzerreißende Niederlagen Hand in Hand. Mit dem FC Bayern holte er dreimal das Double, mit dem FC Chelsea gewann er zweimal den FA-Cup. Demgegenüber stehen zahlreiche verpasste Chancen mit Leverkusen, das verlorene Champions-League-Endspiel mit Chelsea und die Niederlagen im WM-Finale 2002, für das er zu allem Überfluss noch gesperrt war, und im EM-Finale 2008.

Luis Figo: Wechselte unter großem Gezeter 2000 vom FC Barcelona zu Real Madrid. Gewann mit den Königlichen zwei Meistertitel, die Champions League und den Weltpokal. Wurde 2000 Europas Fußballer des Jahres und 2001 Weltfußballer. Holte auf seine "alten Tage" mit Inter Mailand vier Mal die italienische Meisterschaft. Mit Portugals Nationalmannschaft stand er 2004 im EM-Finale und wurde 2006 WM-Vierter.

Steven Gerrard: Der Traum von der englischen Meisterschaft und einem Titel mit der Nationalmannschaft hat sich für ihn noch nicht erfüllt, dafür hat er sonst alles gewonnen, was man gewinnen kann: UEFA-Cup, Champions League und beide englische Pokalwettbewerbe. Seit 2003 ist Gerrard, der seit seinem neunten Lebensjahr für den FC Liverpool spielt, auch Kapitän der Reds.

Ryan Giggs: Auch wenn der Waliser nie an einer EM oder WM teilgenommen hat, ist er nicht nur bei Manchester United eine Legende. 2008 überholte er sogar den großen Bobby Charlton als United-Spieler mit den meisten Einsätzen. Über 800 Pflichtspiele sind es inzwischen. Seit 2000 gewann er seine Meistertitel sechs bis elf und die Champions League 2008 zum zweiten Mal.

Kaka: Vor seinem Engagement beim AC Milan (ab 2003) hatte er schon in Brasilien beim FC Sao Paulo für Furore gesorgt. 2002 wurde er Weltmeister, kam aber nur in der Vorrunde zu einem Kurzeinsatz. Mit Milan gewann er 2004 die Meisterschaft und 2007 sowohl die Champions League als auch die FIFA-Klub-WM. Am Ende des Jahres wurde er als Weltfußballer ausgezeichnet. 2009 wechselte er für eine Ablösesumme von 65 Millionen Euro von Milan zu Real.

Andrea Pirlo: Keine Frage, an den großen Erfolgen des AC Milan in den letzten zehn Jahren (Champions-League-Sieg 2003 und 2007) hatte der schüchterne Regisseur großen Anteil. Wohl noch entscheidender war aber wohl sein Zutun beim Triumph der Italiener bei der WM 2006. Nicht wenige hatten ihn als besten Spieler des Turniers auf dem Zettel. Nahezu vergessen ist wohl, dass er 2000 U-21-Europameister wurde und in Athen Olympia-Bronze gewann.

Claude Makelele: Schloss sich 2000 Real Madrid an und gewann mit den Galaktischen 2001 und 2003 den spanischen Meistertitel und 2002 die Champions League. Als er im Sommer 2003 zum FC Chelsea ging, blieben bei den Königlichen plötzlich die Erfolge aus. Der kleine unscheinbare Mittelfeldarbeiter war für Real nicht zu ersetzen. Stattdessen räumte er jetzt die Titel mit den Blues ab: Zweimal Meister, zweimal Ligapokalsieger und einmal FA-Cup-Champion. 2006 erreichte er mit Frankreich zudem das Finale der WM, und 2008 mit Chelsea das Endspiel der Champions League.

Clarence Seedorf: Anfang des Jahrzehnts ging es für den Niederländer von Real Madrid nach Mailand, wo er über Inter 2002 zu Milan kam. Dort baute er seine ohnehin schon beträchtliche Titelsammlung aus. Im Mai 2003 schrieb er Geschichte, als er in Manchester gegen Juve die Champions League gewann. Er war der erste und ist bis heute der einzige Spieler, der mit drei verschiedenen Klubs den Titel in der Königsklasse errang. 2007 gewann er dann zum vierten Mal den Pott mit den großen Ohren und wurde zudem FIFA-Klub-Weltmeister.

Juan Sebastian Veron: Der Argentinier war schon in den 1990ern ein Wandervogel. Im vergangenen Jahrzehnt spielte er für Lazio Rom, Manchester United, FC Chelsea und Inter Mailand, ehe er 2006 zu seinem Heimatklub Estudiantes de La Plata zurückkehrte. Zu seinen Erfolgen in den letzten zehn Jahren zählen zwei italienische Meisterschaften, ein Titel in England, die argentinische Meisterschaft und der Gewinn der Copa Libertadores 2009. In den beiden vergangenen Jahren wurde der inzwischen fast 35-Jährige als Südamerikas Fußballer des Jahres ausgezeichnet.

Patrick Vieira: Wurde 2000 mit Frankreich Europameister und erarbeitete sich in der ersten Hälfte des Jahrzehnts endgültig den Status einer Legende beim FC Arsenal, als er maßgeblich zu zwei Meisterschaften und drei FA-Cup-Triumphen zwischen 2002 und 2005 beitrug. Ging in die Gunners-Geschichte als Kapitän der Mannschaft ein, die 2004 ungeschlagen den Premier-League-Titel holte. Wechselte 2005 zu Juve und 2006 zu Inter, wo er dreimal italienischer Meister wurde.

Xavi: Als Barca 2005 und 2006 Spanien verzauberte und in Paris den Champions-League-Titel gewann, war er schon ein Ass, doch der Chef hieß Ronaldinho. Inzwischen ist der 1,70 Meter kleine Xavi der Boss bei Barca und in der spanischen Nationalmannschaft. Mit dem Klub gewann er 2009 alle möglichen sechs Titel inklusive Champions League und FIFA-Klub-WM. 2008 führte er Spanien bei der EM zum ersten großen Titel und wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet.

Zinedine Zidane: Das Ende war unrühmlich, der Rest ein Traum. Zizou wurde 2000 und 2003 zum zweiten und dritten Mal nach 1998 Weltfußballer des Jahres. 2000 wurde er Europameister, 2002 schoss er Real Madrid zum bislang letzten Champions-League-Sieg der Klubgeschichte. Verliefen auch die großen Meisterschaften 2002 und 2004 enttäuschend, so hatte er sich das Beste für den Schluss - die WM 2006 - aufgehoben. Die ganz große Krönung blieb ihm aber versagt. Im Finale sah er Rot nach seinem Kopfstoß gegen Materazzi, und Italien wurde Weltmeister.

Hier geht es weiter mit den Kandidaten für den Angriff

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