Freitag, 29.08.2008

International

Matthäus spricht vom Titel in Israel

Die erste UEFA-Cup-Teilnahme für seinen neuen Klub Maccabi Netanja hat Coach Lothar Matthäus verpasst, an seiner Kampfansage an den israelischen Meister Beitar Jerusalem hat sich nichts geändert.

Lothar, Matthäus, Netanya
© Getty

Mit Blick auf den Start der "Ligat Ha'al" schob der 47-Jährige das 0:2 bei Cherno More Warna aus Bulgarien (Hinspiel 1:1) in der UEFA-Pokal- Qualifikation vor allem darauf, "dass israelische Vereine noch zu nervös in internationale Spiele gehen".

Für das nationale Championat, das für Netanja mit einem Auftritt bei Petah Tikva losgeht, wollte er daraus keine Schlüsse ziehen. Nach wie vor gilt: "Die Meisterschaft holen? Warum nicht. Meine Mannschaft ist nicht schlechter als die übrigen Teams. Unser Ziel ist der Titel."

Budget von fünf Millionen

In der vergangenen Saison trennten den Vizemeister Netanja indes stattliche neun Punkte von Champion Beitar.

So räumt Matthäus, der als erster deutscher Trainer im israelischen Pofifußball arbeitet, ein: "Beitar ist der Titelträger der vergangenen zwei Jahre, sie haben eine sehr gute Mannschaft und das größte Budget."

Nach Angaben Netanjas hat Liga-Krösus Jerusalem ein Budget von gut 20 Millionen Euro, der Verein von Matthäus muss mit knapp fünf Millionen Euro auskommen.

"Er liebt Israel"

Nach dem euphorischen Empfang des Weltmeisters von 1990 Anfang Juli fühlt sich Matthäus nach Angaben des Klubs schon pudelwohl an seiner neuen Wirkungsstätte: "Er liebt Israel und er liebt Netanja", versichert man in der Pressestelle.

Und auch die Englisch-Kenntnisse des deutschen Rekord-Nationalspielers, mit denen er als Spieler bei den New York/New Jersey MetroStars für einige Komik gesorgt hatte, werden bei seiner sechsten Trainerstation gelobt: "Er spricht völlig fließend und ohne Unterbrechungen. Nein nein, gelacht hat hier noch keiner über das Englisch von Herrn Matthäus."

"Sind ein bisschen wie Gladbach"

Vonseiten des Klubs werden Titelambitionen von Matthäus etwas relativiert. "Wir sind ein bisschen wie Borussia Mönchengladbach, wir haben vor allem eine große Vergangenheit", sagt ein Vereinssprecher.

Geht man nach der Internetseite des Klubs, dann scheint der sechste Titel - nach fünf Triumphen in den 1970ern und 1980er Jahren - in dieser Spielzeit außer Reichweite. Dort können die Fans den Saisonausgang ihrer Elf tippen: Als Auswahl-Möglichkeiten sind vorgegeben "zweiter Platz", "dritter Platz", "vierter Platz" und "fünfter Platz oder darunter" - der Meistertitel ist keine Option.


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