Freitag, 13.08.2010

DFB-Pokal

Die Angst vor der Pokal-Blamage

Mit dem 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt starten am Freitag die ersten beiden Bundesligisten in den DFB-Pokal. Die Angst vor der Blamage ist groß.

Im letzten Jahr schied Michael Skibbe mit der Eintracht im Achtelfinale mit 0:4 gegen Bayern aus
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Im letzten Jahr schied Michael Skibbe mit der Eintracht im Achtelfinale mit 0:4 gegen Bayern aus

David gegen Goliath oder die Angst vor der Blamage am Freitag, dem 13.: Eintracht Frankfurt und der 1. FC Kaiserslautern stehen als erste der 18 Bundesligisten vor der alljährlichen Bewährungsprobe der Großkopferten in der Auftaktrunde des DFB-Pokals. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start wartet besonders auf Erstliga-Aufsteiger Kaiserslautern ein harter Brocken.

Die Pfälzer müssen am Freitag (18.45 Uhr im LIVE-Ticker und auf Sky) bei Zweitliga-Rückkehrer VfL Osnabrück antreten, der in der vergangenen Saison überraschend das Cup-Viertelfinale erreicht hatte.

"Das wird ein absolutes Kampfspiel. Flutlicht, ein volles Stadion, da können wir uns direkt beweisen", meinte FCK-Kapitän Martin Amedick vor der Standortbestimmung. Der Lauterer Vorstandsboss Stefan Kuntz sprach mit Blick auf den Pokalschreck von der Bremer Brücke sogar vom "schwerstmöglichen Erstrunden-Los".

Nikolov bleibt Frankfurter Nummer 1

Auch die Eintracht hat vor der vermeintlichen Pflichtnummer am Freitag beim Regionalligisten SV Wilhelmshaven (18.45 im LIVE-Ticker und auf Sky) Respekt. "Man darf in diese Partien nicht mit einer anderen Einstellung gehen als in ein Meisterschaftsspiel", mahnte Frankfurts Trainer Michael Skibbe gegenüber hr-online.

Wie ernst der frühere DFB-Trainer den Pflichtspiel-Auftakt beim Viertligisten nimmt, beweist die Tatsache, dass Skibbe sich noch vor der Begegnung auf Oka Nikolov als alte und neue Nummer eins festlegte. Der 36-Jährige erhielt damit den Vorzug vor dem knapp 15 Jahre jüngeren Ralf Fährmann.

Die besten Bilder vom DFB-Pokal-Finale 2010
Zwei Drittel vom Triple sind geschafft: Auf dem Bankett gönnte sich Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge die obligatorische Sieges-Zigarre
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Louis van Gaal (l.) ging mit Günter Netzer wahrscheinlich schon mal die Taktik für das Champions-League-Finale gegen Inter Mailand durch
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Arjen Robben hatte für das Finale Unterstützung seiner Familie bekommen
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Franck Ribery feierte mit Ehefrau Wahiba
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Ein paar Stunden vorher hatte der Franzose noch eine ordentliche Ladung Bier abbekommen...
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Bierdusche, Teil 2: Da Louis van Gaal nirgends zu sehen war, nahm Arjen Robben eben mit den durstigen Fans vorlieb
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Nach dem Abpfiff durfte Hamit Altintop den Einpeitscher für die Fans geben
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So ging der Abend los: Eva Padberg mit dem Objekt der Begierde - dem DFB-Pokal
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Die Fans des FC Bayern haben sich bereits vor Spielbeginn siegesgewiss gezeigt
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Offensiv-Künstler als Defensiv-Spezialist: Arjen Robben (l.) hinderte Sebastian Boenisch (r.) am Abschluss
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Rummmms! Mit Schmackes zimmerte Robben den Ball vom Elfmeterpunkt zum 1:0 ins Tor. Mertesacker hatte zuvor den Ball mit der Hand gespielt
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Nach der Pause traf Ivica Olic (r.) aus dem Gewühl heraus zum 2:0 - die Vorentscheidung
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In der Folge hatten die Bayern leichtes Spiel. Franck Ribery markierte nach einem Konter souverän das 3:0 für den FCB
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Torsten Frings durfte nach 77 Minuten frühzeitig zum Duschen. Nach wiederholtem Foulspiel sah der Bremer die Gelb-Rote Karte
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Der Schlusspunkt: Kurz vor Spielende traf Bastian Schweinsteiger zum 4:0-Endstand
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"Da ist das Ding!" Mark van Bommel reckte den Pokal in den Berliner Nachthimmel
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"Man hat in der vorherigen Saison gesehen, dass Oka unserer Defensive eine enorme Stabiliät verleiht", begründete Skibbe. Nikolov hatte auch 2006 im Gehäuse gestanden, als der viermalige Cupsieger (zuletzt 1988) das Pokalfinale in Berlin gegen Bayern München (0:1) verlor.

Erwartungen in Osnabrück "riesig"

Ein Luxusproblem beschäftigt Skibbe im Sturm. Alle vier Angreifer - Ioannis Amanatidis, Halil Altintop, Martin Fenin und Neuzugang Theofanis Gekas - haben zum Teil deutliche Ansprüche auf einen Platz in der Stammelf angemeldet.

"Wenn ich fit bin, dann spiele ich, da kann sowieso kommen, wer will", hatte Amanatidis getönt und den Konkurrenzkampf bei den Hessen noch zusätzlich befeuert.

Bei Zweitliga-Aufsteiger Osnabrück träumen viele vor dem Duell mit Kaiserslautern von einer Wiederholung des Pokal-Märchens der Saison 2009/2010. "Die Erwartungen sind riesig", meinte VfL-Präsident Dirk Rasch.

"Englische Züge" an der Bremer Brücke

In der vergangenen Saison hatte das Team von Trainer Karsten Baumann nacheinander die Bundesligisten Hamburger SV (7:5 n. E.) und Borussia Dortmund (3:2) ausgeschaltet.

Erst im Viertelfinale scheiterten die Niedersachen damals am späteren Finalisten Schalke 04 (0:1). In den zurückliegenden vier Vorbereitungstests gegen Erstligisten aus Deutschland, den Niederlanden und Spanien sprang für Osnabrück allerdings kein einziger Sieg heraus.

Die Stimmung vor dem Pokalspiel ist trotzdem prächtig: 8500 Dauerkarten wurden verkauft - das ist Rekord in Osnabrück. Coach Baumann sprach sogar von "englischen Zügen" im Stadion an der Bremer Brücke.

Ilicevic und Rivic fehlen dem FCK

Auch beim zweimaligen Pokalgewinner Kaiserslautern, der auf Ivo Ilicevic (Sperre) und Neuzugang Stiven Rivic (Kehlkopfentzündung) verzichten muss, bemühen sie den Blick zurück als psychische Hilfe.

Im vergangenen Jahr siegten die Pfälzer in der ersten Pokalrunde bei Eintracht Braunschwieg (1:0). "Und das war der Grundstein für eine furiose Saison. Danach hat sich eine Eigendynamik entwickelt. Am Ende stand der Aufstieg", sagte Amedick.

In den weiteren Freitagspartien treffen in Zweitliga-Duellen der FC Ingolstadt auf den Karlsruher SC sowie der FSV Frankfurt auf den SC Paderborn. Außerdem empfängt Drittligist Jahn Regensburg die klassenhöhere Arminia aus Bielefeld. Zweitligist MSV Duisburg muss beim Regionalligisten VfB Lübeck antreten (alle 19.00).

Alle Spiele der 1. DFB-Pokalrunde im Überblick


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