Fussball

BVB-Fanbeauftragter von Neonazis attackiert

Von Stefan Petri
BVB-Fanbeauftragte sind am Rande des Spiels in Donezk offenbar zusammengeschlagen worden
© Getty

Am Rande des 2:2-Unentschiedens zwischen Schachtjor Donezk und Borussia Dortmund sind zwei Fanbeauftragte des BVB offenbar von Hooligans zusammengeschlagen worden. Das teilte der Verein am Freitag mit.

Fan-Projekt-Mitarbeiter Thilo Danielsmeyer wurde auf der Stadiontoilette von drei Neonazis attackiert. "Dortmund bleibt rechts", sollen diese laut "derwesten.de" immer wieder gerufen haben. Der 54-jährige Danielsmeyer wurde mit Tritten und Schlägen attackiert, bevor ihm ein weiterer Dortmund-Fan zu Hilfe kommen konnte.

Bereits vor dem Spiel war der Fanbeauftragte Jens Volke von den Dortmunder Fans ins Gesicht geschlagen worden, nachdem sie rechtsgerichtete Parolen skandiert hatten.

"Tabubruch" von rechtsradikalen Fans

"So etwas hat es in Kreisen des Fan-Projekts noch nicht gegeben" erklärte Danielsmeyer. "Die Zwei waren so voller Hass." Selbst andere Fans aus der rechten Szene hätten schockiert reagiert. "Da sind ja auch einige dabei, die sich für den BVB interessieren. Die wollen Fußball gucken. Solche Aktionen schaden denen doch nur", so Danielsmeyer.

Der Verein reagierte mit bundesweiten Stadionverboten. "Die Handlungen waren niederträchtig und stellen einen absoluten Tabubruch dar", stellte Hans-Joachim Watzke klar. Der Verein werde "alle Rechtsmittel ausschöpfen", um gegen die Schläger vorzugehen. Danielsmeyer forderte indes eine klarere Positionierung: "Man muss endlich den Ernst der Lage erkennen."

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