Inter Mailand in der Analyse

Das macht Inter so stark

Von Daniel Börlein
Donnerstag, 20.05.2010 | 11:30 Uhr
Inters zentrale Figuren: Jose Mourinho, Lucio, Esteban Cambiasso und Samuel Eto'o (von links)
© spox
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Inter Mailand steht im Finale der Champions League - und das nicht ohne Grund. Durch taktisch überragende Auftritte warfen die Italiener nicht nur Mitfavorit Chelsea aus dem Wettbewerb, sondern stoppten auch den FC Barcelona. Die Gründe? Ein ausgeklügeltes Defensivkonzept. Ein Spieler, der überragend antizipiert und eine Offensive, die perfekte Positionswechsel demonstriert. Eine Analyse in vier Teilen.

Die Grundordnung

Jose Mourinho setzt auf ein 4-2-3-1-System. Mit Diego Milito, Samuel Eto'o und Goran Pandew (oder Mario Balotelli) bietet der Inter-Coach in der Regel zwar drei gelernte Stürmer auf, spielen lässt der Portugiese allerdings nur mit einer echten Spitze. Diesen Platz im Angriffszentrum nimmt Stoßstürmer Milito ein.

Die beiden anderen Angreifer sind auf die Außenpositionen einer offensiven Dreier-Mittelfeldreihe zurückgezogen und flankieren den zentralen offensiven Mittelfeldspieler Wesley Sneijder. Dahinter agieren mit Esteban Cambiasso und Dejan Stankovic, der gegen die Bayern den gesperrten Thiago Motta vertritt, zwei klassische Sechser im Zentrum vor der Viererkette.

In der Defensive: Zwei Viererreihen

Bei Ballbesitz des Gegners wird aus dem 4-2-3-1 in der Regel ein 4-4-1-1. Die beiden offensiven Außenspieler (Eto'o und Pandew/Balotelli) lassen sich dann auf Höhe der beiden Sechser fallen und rücken etwas ein, um das Zentrum zu verstärken und von innen nach außen verteidigen zu können (siehe Bild 1). Zwei Viererreihen entstehen.

Aber: Der jeweilige offensive Außenspieler (z.B. Pandew auf links) verschiebt, wenn er sich auf der ballfernen Seite befindet, meist nicht konsequent mit der Mittelfeldreihe Richtung Ball, sondern positioniert sich lediglich so, dass er die Lücke zu seinem defensiven Mittelfeldspieler (Cambiasso oder Stankovic) schließen kann, sobald sich das Spielgeschehen auf seine Seite verlagert (siehe Bild 2). Denn: Bei Ballgewinn sollen sowohl Eto'o als auch Pandew/Balotelli auf der ballfernen Seite starten, um für den schnellen Ball in die Spitze verfügbar zu sein.

Vor den beiden Viererreihen fungieren Sneijder und Milito als Störspieler, deren vornehmliche Aufgabe es ist, die Passwege ins Zentrum der eigenen Hälfte zuzustellen. Sind beide überspielt, ist Sneijder in der Regel von Defensivaufgaben befreit und wartet als erste Offensivstation auf den schnellen Ballgewinn und das Anspiel in den Fuß, während Milito auf Höhe der Innenverteidiger und immer an der Grenze zum Abseits auf den langen Ball lauert.

Die beiden Innenverteidiger (Lucio und Samuel) stehen in der Regel sehr tief, meist nur wenige Meter auseinander und verzichten darauf, auf Abseits zu spielen (siehe Bild 3). Der Pass in die Tiefe durch die zentrale Schnittstelle der Viererkette soll dadurch verhindert werden. Die Folge: Die gegnerischen Angreifer können kein Tempo aufnehmen, dadurch nur wenig Bewegung erzeugen und, wenn überhaupt, nur mit dem Rücken zum Tor agieren. Der direkte Abschluss durch einen Stürmer wird somit erschwert.

Wunder Punkt zwischen Abwehr und Mittelfeld

Ungewöhnlich: Selbst wenn die eigene Mittelfeldreihe aggressiv gegen den Ball arbeitet (meist bei Rückstand oder Remis) bzw. in Ballbesitz nach vorne schiebt, rückt die Innenverteidigung nicht konsequent nach, was man normalerweise tut, um die Abstände zu halten und die Räume nicht zu groß werden zu lassen (siehe Bild 4).

Der Grund: Wird der Gegner unter Druck gesetzt oder der Ball in der eigenen Vorwärtsbewegung verloren, steigt die Wahrscheinlichkeit eines schnellen langen Balles, der umso gefährlicher ist, je größer der Raum hinter den beiden Innenverteidigern ist.

Dieser Gefahr wollen sich Lucio und Samuel nicht aussetzen, wohl vor allem auch, weil Samuel nicht der Schnellste ist. Dennoch: Dieser Raum zwischen defensivem Mittelfeld und Innenverteidigung, der bisweilen verhältnismäßig groß wird, ist ein wunder Punkt des italienischen Double-Gewinners.

Teil 2: Das Defensivbollwerk

Teil 3: Der Lückenspieler

Teil 4: Das Offensivspiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung