Ein albernes Theater, das niemandem hilft

Montag, 19.06.2017 | 14:22 Uhr
Robert Lewandowski fühlte sich zum Saisonende im Stich gelassen
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
CSL
Live
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Club Friendlies
Besiktas -
Reading
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
Venlo

Robert Lewandowskis Berater Maik Barthel hat die Kritik seines Klienten an der Unterstützung der Teamkollegen beim FC Bayern München im Kampf um die Torjägerkanone erneuert. Abgesehen von der verhältnismäßigen Haltlosigkeit der Aussagen werfen diese kein gutes Licht auf die Einstellung des Polen. In der Form bringen die Vorwürfe niemandem etwas. Ein Kommentar von SPOX-Redakteur Jochen Rabe.

Robert Lewandowski ist nicht Torschützenkönig 2017. Das hat mittlerweile jeder mitbekommen. Obwohl der Pole wieder 30 Tore erzielt hat, ist Borussia Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang am letzten Spieltag mit einem Doppelpack noch an ihm vorbeigezogen und hat sich erstmals die Torjägerkanone gesichert.

Ja, es ist erlaubt, dass der Angreifer deswegen geknickt ist. Er ist als Vollblut-Mittelstürmer ehrgeizig und will der Beste sein. Zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Torschützenkönig zu werden, war sein großes Ziel.

Ein bisschen seltsam wirkte es dennoch, als Lewandowski selbst vor zehn Tagen in einem Interview mit dem polnischen Super Express seine Teamkollegen beim FC Bayern München kritisierte. Er sei mit der Unterstützung seiner Kollegen nicht zufrieden, ja sogar wütend gewesen.

Lewandowski-Berater Maik Barthel erneuert die Kritik

Dass sein Berater Maik Barthel nun mit seinen Aussagen im kicker noch einmal nachlegt, dreht den seltsamen Beigeschmack eine Stufe weiter. Sein Klient sei so enttäuscht wie nie gewesen, weil es "keine Unterstützung und keinen Appell des Trainers" gegeben habe, um Lewandowski auf der Jagd nach der Kanone zu unterstützen.

Aus einer beiläufigen Aussage in einem kuriosen Interview wird durch die Erneuerung der Kritik ein Theater. Ein albernes Theater, das niemand braucht und niemandem hilft. Zumal die Kritik nicht sonderlich viel Gehalt hat.

Es stimmt, dass das persönliche Ziel des Polen an diesem Nachmittag in München-Fröttmaning nicht im Mittelpunkt stand. Das Karriereende von zwei der größten Spieler ihrer Generation (Philipp Lahm und Xabi Alonso) stand rund um den 34. Spieltag im Mittelpunkt. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Teamkollegen während der 90 Minuten versuchten, ihrer Nummer 9 einen Treffer aufzulegen. Oder mehrere.

Hummels sah Lewandowski-Unterstützung durch die Bayern-Mannschaft

Direkt nach dem Spiel hatte sich unter anderem Teamkollege Mats Hummels dahingehend geäußert, dass man auf "groteske" Art und Weise versucht habe, Lewandowski zu helfen. Man erinnere sich nur an die Szene, als Vidal am letzten Spieltag gegen den SC Freiburg völlig freistehend auf Lewandowski querlegte.

Am Ende der Partie stand Lewandowski bei acht (!) Torschüssen (vier davon aufs Tor). Eine Statistik, die nicht unbedingt dafür spricht, dass seine Kollegen ihn geschnitten hätten.

Und selbst, wenn es so gewesen wäre - die Torschützenliste führt nicht nur die Treffer des 34. Spieltags. Aubameyang hat die Kanone nicht am letzten Spieltag gewonnen, sondern mit einer starken, konstanten Saison.

Hatte Aubameyang einen Wettbewerbsvorteil?

Mit 27 hat Lewandowski ligaweit die meisten Großchancen vergeben (Aubameyang 25), in puncto Schussgenauigkeit schnitt er deutlich hinter dem Gabuner ab (49,6 Prozent zu 63,1 Prozent). Außerdem erzielte der Pole insgesamt fünf Elfmeter-Treffer, während Aubameyang (zwei Elfertore) sogar noch am letzten Spieltag beim ersten von zwei Strafstößen zunächst Reus den Vortritt lassen musste. Hat der BVB seinen Topstürmer damit dann auch sabotiert?

Die BL-Saisonstatistiken 2016/17 von Robert Lewandowski und Pierre-Emerick Aubameyang im Vergleich.

Abgesehen von der inhaltlichen Fragwürdigkeit der Kritik an den Teamkollegen stellt sich auch die Frage nach der Intention. Welchen Zweck sollen die Aussagen erfüllen? Und vor allem: Wem sollen sie nützen?

Lewandowski steht selbst nicht im besten Licht

Lewandowski ist bereits jetzt der unumstrittenste aller Münchner Feldspieler, er ist Topverdiener und Zielspieler von beinahe jedem Angriff. Durch den wiederholt vorgetragenen Rüffel diskreditiert er seine Teamkollegen und stellt sich selbst nicht in das schmeichelhafteste Licht. Stattdessen präsentiert er sich als Spieler, dessen persönliche Ziele über dem Erfolg und der Chemie des Teams stehen. Als schlechter Verlierer. Nach Wochen, um die Enttäuschung zu verarbeiten, wirkt das Klagen beinahe wie das eines bockigen Kindes.

Dass Barthel neben der Kritik-Erneuerung noch "beiläufig" hinzufügt, sein Klient wolle unbedingt die Champions League gewinnen und beobachte die Transferaktivitäten der Bayern "interessiert", lässt Rückschlüsse auf die Intention zu.

Erlebe die Bundesliga-Highlights auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat!

Für seinen Klienten möchte er Macht und Einfluss, Mitgestaltungsrecht. Oder es besteht die Gefahr, dass das immer mal wieder dagewesene Transfergetrommel um den Polen in die nächste Runde geht. Es ist allerdings mehr als fraglich, dass er das in einem Verein wie dem FC Bayern mit diesen Methoden erreichen wird.

Deshalb bleibt das Nachtreten gegen die Teamkollegen unerklärlich. Und letztlich geht jede Seite aus dieser Kritik als Verlierer hervor.

Robert Lewandowski im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung